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Kommt ein englischsprachiger Studiengang für mich infrage?

Ausschnitt aus Deutsch-Englischem Wörterbuch
Gute Englischkenntnisse sind gerade in internationalen Unternehmen wichtig.
Foto: Martin Rehm

Studieren auf Englisch

Kommt ein englischsprachiger Studiengang für mich infrage?

Ein Studium auf Englisch klingt spannend – aber viele sind unsicher, ob das auch zu ihnen passt. abi» hat einige Aspekte zusammengetragen, die bei der Entscheidung helfen können.

Fan der Royals

Im Urlaub den Buckingham Palace in London anschauen, im Internet etwas zu den bevorstehenden Wahlen in den USA lesen oder bei Twitter die News über Promis wie Kim Kardashian und Co verfolgen – wer sich für britische oder amerikanische (Pop-)Kultur und Wirtschaft interessiert, verbessert oft nicht nur nebenbei sein Englisch.

Interesse an anderen Kulturen kann auch ein wichtiges Indiz für ein englischsprachiges Studium sein. Denn wer Lust hat, über den deutschen Tellerrand zu schauen, kann in diesen Studiengängen gut aufgehoben sein. Gerade in Wirtschaftswissenschaften spielen nämlich oft auch kulturelle Aspekte aus anderen Ländern eine Rolle.

Englisch in der Freizeit

Du bist ein Serien-Junkie und schaust schon jetzt viele Serien auf Englisch? Das kann dir bei einem englischsprachigen Studium sicher nutzen. Ähnliches gilt für diejenigen, die englische Bücher lesen oder immer wieder mit englischsprachigen Freunden schreiben. „Wer sich regelmäßig mit der Sprache beschäftigt, wird in einer englischsprachigen Vorlesung grundsätzlich folgen können“, versichert Professor Dr.-Ing. Gerhard Müller, Vizepräsident für Studium und Lehre an der Technischen Universität München (TUM). „Und die Fachvokabeln lernt man dann an der Hochschule.“

Festes Ziel vor Augen

Schon jetzt steht für dich fest, dass du später für ein internationales Unternehmen arbeiten möchtest, vielleicht sogar im Ausland? Oder dass dein Wunschberuf viel Kommunikation mit Kollegen, Verhandlungspartnern und Auftraggebern aus anderen Ländern erfordert? Dann kann ein englischsprachiges Studium sinnvoll sein – zumindest im Master. Im Bachelor kann, wer mag, aber schon einmal ein Auslandssemester in einem englischsprachigen Land einlegen.

Englisch ist kein Muss

Jedoch sollte niemand denken, dass man ohne englischsprachiges Studium schlechte Jobaussichten hat. „Es gibt genügend Arbeitsbereiche, wo gute Englischkenntnisse zwar helfen, aber nicht von Anfang an erwartet werden“, weiß Gerhard Müller. Meist reiche dann das Schulenglisch aus.

Er weist zudem darauf hin, dass sich niemand nur wegen der Sprache für ein Studium entscheiden sollte. „Die Inhalte eines Studiengangs sollten im Fokus des Interesses stehen und die eigenen Talente fördern.“ Entscheidend sei, dass einen das Fachgebiet beziehungsweise der Beruf begeistert. „Der Erfolg im Job kommt dann durch die Begeisterung und nicht durch die Sprachkenntnisse.“

abi>> 07.03.2016