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Modelle fürs Studieren in Teilzeit

Blick in einen gut gefüllten Hörsaal.
Wer zum Beispiel berufsbegleitend studiert, hat oft abends oder am Wochenende Veranstaltungen an der Hochschule.
Foto: Martin Rehm

Studieren in Teilzeit – Übersicht

Modelle fürs Studieren in Teilzeit

Teilzeitstudium, berufsbegleitendes Studium oder ein reduziertes Vollzeitstudium – welches Modell für wen in Frage kommt und was es jeweils zu beachten gilt, erklärt Katja Barth, Studierendenberaterin der Beuth Hochschule für Technik in Berlin.

Formelles Teilzeitstudium

Es gibt Studiengänge, die von vornherein als Teilzeitstudium ausgewiesen sind. Annähernd 2.680 Studiengänge werden laut Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz offiziell in Teilzeit angeboten (Stand: Oktober 2018). Das Studium dauert in diesem Falle in der Regel doppelt so lange, ist aber inhaltlich genauso anspruchsvoll.

Berufsbegleitendes Teilzeitstudium (im Präsenz- oder im Fernstudium)

Das berufsbegleitende Teilzeitstudium in Präsenz erfolgt häufig in Abendveranstaltungen oder in Blöcken an Wochenenden. In der Regel werden hier zehn bis 15 Stunden berufsbegleitend zusätzlich zur normalen Arbeitswoche studiert. Im Fernstudium sind die Studierenden in ihrer Zeiteinteilung frei.

Berufsbegleitende Studienangebote gibt es bei privaten, aber auch bei vielen staatlichen Hochschulen. Die Unterschiede in den Gebühren sind allerdings beträchtlich – hier gilt es, vorab zu vergleichen.

Wer schon eine Anstellung hat, kann für sein Studium eventuell eine individuelle Absprache mit dem Unternehmen treffen: Manche Firmen stellen Angestellte für die Vorlesungszeit frei und zahlen monatlich weiterhin ein Gehalt, auch wenn die Angestellten nur in den Semesterferien arbeiten können. Das ist für viele Firmen eine gute Möglichkeit, ihre Mitarbeiter fortzubilden.

Formelles Teilzeit- im Vollzeitstudium

Wer sein Studium in Vollzeit begonnen hat, aber merkt, dass er aufgrund eines Leistungssports, einer Krankheit, pflegebedürftiger Eltern, eigener Kinder oder aus anderen Gründen nicht genügend Zeit aufbringen kann, der kann ein formelles Teilzeitstudium beantragen. Nach den Voraussetzungen müssen sich Studierende an ihrer Hochschule erkundigen. Zum Beispiel können sich die Studierenden die zeitliche Aufteilung nicht immer selbst aussuchen. Je nach Hochschule muss regelmäßig ein neuer Antrag oder ein Verlängerungsantrag für das Teilzeitstudium gestellt werden.

Informelles Teilzeit- im Vollzeitstudium

Jeder kann ein Studium zeitlich strecken. Phasenweise oder im gesamten Studienverlauf wird dann in einer verlangsamten Geschwindigkeit studiert und die Anzahl an Studien(fach)semestern erhöht sich – die Regelstudienzeit wird also überschritten. Dieses Vorgehen ist nicht ohne Fallstricke: Studierende sollten sich bei der jeweiligen Fakultät oder bei der Studierendenberatung erkundigen, ob es eine offizielle maximale Anzahl an Semestern gibt, um nicht plötzlich mit einer Exmatrikulation konfrontiert zu werden. Auch können für ein Langzeitstudium Studiengebühren fällig werden.

abi>> 29.10.2018

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