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Ab in den Hörsaal – oder an den PC?

Laptop auf einem Schreibtisch
Immer häufiger werden an Hochschulen auch Online-Kurse angeboten.
Foto: Axel Jusseit

Virtuell Studieren

Ab in den Hörsaal – oder an den PC?

Bastian Kolb-Grunder studiert im fünften Semester Betriebswirtschaft mit technischer Qualifikation Maschinenbau an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern. Im Sommersemester absolvierte der 23-Jährige einen Kaiserslauterner Open Online Course (KLOOC) – vom heimischen Schreibtisch aus.

Vorlesungen, Seminare, Übungen – bis zum vergangenen Semester fanden die Kurse von Bastian Kolb-Grunder immer in den Räumlichkeiten der Universität statt. Dann hatte er erstmals die Wahl: Wirtschafts- und Technikethik als Präsenzveranstaltung oder doch lieber ein Onlinekurs zum Thema „Nachhaltige Entwicklung“? Seine Entscheidung fiel schließlich auf das virtuelle Seminar, da er sich nicht nur für diese Lernform, sondern auch für die fachlichen Inhalte interessierte. KLOOCs sind offene Online-Kurse der TU Kaiserslautern. Anders als reguläre Präsenzveranstaltungen stehen sie allen Interessierten offen – auch außerhalb der Hochschule. Das Nachhaltigkeitsmodul wurde als Teil der Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Weitere Module sind aktuell in Planung.

Der KLOOC ist auf einen Zeitraum von neun Wochen ausgelegt. Innerhalb von acht Themenwochen haben die Studierenden die Möglichkeit, nachhaltige Entwicklungen aus verschiedenen Fachperspektiven kennenzulernen. Die neunte Woche wird für einen übergreifenden Rückblick und Feedback genutzt. „Mit Hilfe des Onlinekurses habe ich zum Beispiel Einblicke in nachhaltige Architektur sowie in die Themen alternative Energieversorgung und Mobilität gewinnen können“, erzählt Bastian Kolb-Grunder.

Lernen bei freier Zeiteinteilung

Ein Porträt-Foto von Bastian Kolb-Grunder

Bastian Kolb-Grunder

Foto: Privat

Während es für Präsenzveranstaltungen feste Termine gibt, ist der Onlinekurs flexibler gestaltet: „Es war sehr praktisch, dass ich für die Bearbeitung jedes Themas eine Woche zur Verfügung hatte“, findet der 23-Jährige. Zu Beginn jeder Themenwoche wurde zunächst ein Lehrvideo freigeschaltet, zu dem die Studierenden erste Fragen beantworten mussten. Anschließend erhielt Bastian Kolb-Grunder Zugang zu weiterführenden Fachbeiträgen, die er zur Bearbeitung der Seminaraufgaben benötigte: „Häufig habe ich Kernaussagen aus den Texten herausgearbeitet oder im Internet weiterführende Informationen recherchiert. Zu diesen habe ich dann Stellung bezogen und mein Ergebnis im Forum hochgeladen.“ Bei Fragen bestand für die Studierenden zudem die Möglichkeit, die Dozenten via E-Mail, im Forum oder persönlich an der Uni zu kontaktieren.

Zum Bestehen des Onlinekurses musste Bastian Kolb-Grunder alle seine Seminaraufgaben bearbeitet in das Forum des Kurses hochladen und eine Abschlussaufgabe absolvieren, bei der er verschiedene Nachhaltigkeitsinitiativen vorstellte. Die Anrechnung des Kurses als Studienleistung funktionierte dabei problemlos. Es war lediglich – wie auch bei regulären Präsenzmodulen – eine Prüfungsanmeldung im Online-Portal der Universität notwendig. „Insgesamt ist so ein Onlinekurs zwar etwas aufwendiger als eine Vorlesung, es hat aber sehr viel Spaß gemacht. Zudem beschäftigt man sich viel intensiver mit dem Thema“, findet der 23-Jährige, der nach seinem Bachelorabschluss einen weiterführenden Master absolvieren möchte – gerne wieder mit Onlinemodulen.

abi>> 11.01.2016