Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

In zehn Schritten zur fertigen Hausarbeit

Auf einem Tisch liegen Computer, Notizbuch und Bücher bereit.
Wie gehe ich beim Schreiben einer Hausarbeit vor? Schreibtrainerin Dr. Felicitas Söhner erklärt den Ablauf in zehn Schritten.
Foto: Isabella Fischer

Checkliste

In zehn Schritten zur fertigen Hausarbeit

Worauf muss ich bei der Erstellung einer Hausarbeit achten? Dr. Felicitas Söhner, wissenschaftliche Schreibtrainerin der Schreibwerkstatt Stuttgart, beschreibt den Ablauf Schritt für Schritt.

1.Thema finden

Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, du recherchierst ein eigenes Thema, das dich besonders interessiert und das idealerweise auch zu einem aktuell belegten Modul oder zum Fachbereich passt. Oder aber der betreuende Professor oder Dozent gibt ein Thema vor. Wissenschaftliche Hilfskräfte haben manchmal die Möglichkeit, am Institut ihres betreuenden Professors den Teilbereich eines aktuellen Projekts als Hausarbeitsthema zu wählen.

2. Fragestellung konkretisieren

Hier musst du Schwerpunkte für deine Arbeit setzen. Dabei hilft der regelmäßige Austausch mit der betreuenden Lehrkraft, damit man sich im Thema nicht verliert. Ein guter Betreuer nimmt sich Zeit und bespricht die Details, zum Beispiel: Wohin will ich thematisch? Welche Punkte sind besonders wichtig?

3. Überblick über Literatur verschaffen

Suche nun online nach wissenschaftlicher Fachliteratur und weiteren Veröffentlichungen und beziehe aktuelle Forschungsarbeiten ein. Online sind auch zahlreiche Lehrbücher über den Universitätskatalog oder Online-Bibliotheken zu finden. Am besten fragst du zudem deinen Betreuer, denn meist gibt es für jeden Fachbereich spezielle Datenbanken.

4. Ziele setzen

Nach der Planungs- und Recherchephase beginnt das Sammeln und Strukturieren. Mache dir hierfür einen Zeitplan: Wie viele Seiten lese und schreibe ich pro Tag? Bis wann soll die Rohfassung fertig sein? Wann drucke ich die Endfassung aus oder gebe sie zum Binden?

5. Systematische Lesearbeit

Zunächst solltest du alle bisher gesammelte Literatur durchlesen. Dabei kannst du wichtige Zitate oder Abschnitte farblich markieren oder in den PC tippen. Auch kannst du all das zusammenfassen, was für die Hausarbeit von Bedeutung ist. Hier hat jeder eine andere Vorgehensweise. Besonderer Tipp: Lesen nach der sogenannten SQ3R-Methode; sie beinhaltet fünf Schritte des systematischen Lesens von Texten.

6. Daten erheben, auswerten und gliedern

Anschließend wertest du das Gelesene aus. Das heißt, du beschreibst die Ergebnisse und interpretierst diese im nächsten Schritt. Dazu gehört auch, das Material zu sammeln, eine Reihenfolge festzulegen sowie Kernzitate herauszusuchen und diese später in den Text einzuarbeiten.

7. Schreibphase

Nun bringst du alles zu Papier. Zunächst einmal reicht es, eine Rohfassung zu schreiben.

8. Feedback einholen

Die erste Fassung solltest du anderen zum Lesen geben – zum einen Kommilitonen, die sich mit dem Thema auskennen und den Text auf inhaltliche Lücken prüfen können, zum anderen fachfremden Testlesern, die einen Blick von außen haben. Dadurch können sie wertvolles Feedback dazu geben, ob der Text einen roten Faden hat, ob man ihn gut versteht und er schlüssig ist. Verfasst du den Text in einer Fremdsprache, sollte ihn immer auch ein Muttersprachler gegenlesen.

9. Überarbeitung der Rohfassung

Zunächst überarbeitest du deine Rohfassung inhaltlich: Passt die Struktur, ist die Argumentation logisch und ist inhaltlich alles korrekt? Danach folgt die sprachliche Überarbeitung: Wurden Fachbegriffe richtig verwendet? Stimmen Grammatik und Rechtschreibung? Gibt es Wiederholungen? Zum Schluss steht die Überarbeitung des Layouts an: Halte ich formale Vorgaben ein? Sind alle Passagen fremder Autoren korrekt zitiert und ist das Literaturverzeichnis richtig angelegt? Verwende ich die vorgegebene Schriftgröße/Schriftart?

10. Text ausdrucken und abgeben

Stelle den Text nicht auf den letzten Drücker fertig. Denn es könnten kaputte Drucker oder abgestürzte Rechner auf dich lauern. Unerlässlich ist die „Abschließende Erklärung“, die angehängt wird. Hier bestätigt der Studierende, dass er den Text eigenständig erstellt hat. Kläre zudem mit deinem Betreuer, wie der Text abgegeben werden soll: Genügt die Abgabe in elektronischer Form, wird eine ausgedruckte Version verlangt oder gar beides? Falls die gedruckte Variante gewünscht ist, wie viele Exemplare sollst du abgeben? Hier hat jedes Institut unterschiedliche Vorgaben.

abi>> 30.12.2016