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Mit Plan und ohne Stress durchs Studium

Ein junger Mann arbeitet als Kellner.
Studieren und nebenher jobben kann ganz schön stressig werden. Deshalb ist gutes Zeitmanagement das A und O.
Foto: Julien Fertl

Zeitmanagement im Studium

Mit Plan und ohne Stress durchs Studium

Studium und Nebenjob zu vereinbaren, fällt Thomas Mikolasch (30) oft schwer. In einem Zeitmanagementkurs der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern hat er nun neue und motivierende Impulse erhalten.

Zeit zum Verschnaufen bleibt Thomas Mikolasch nur selten, denn sein Alltag ist streng durchgetaktet: Neben seinem Diplomstudium in Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der TU Kaiserslautern arbeitet der 30-Jährige 20 Stunden pro Woche als Werkstudent über eine Leiharbeitsfirma in der Maschinenbaubranche. „Studium und Nebenjob unter einen Hut zu bekommen, ist für mich echt schwierig“, erzählt er. „Gerade jetzt, in der Phase der letzten Seminararbeiten und der anstehenden Abschlussarbeit, bekomme ich eine ausgewogene Work-Life-Balance nicht immer hin.“

Um seinem Job gerecht zu werden, verschob Thomas Mikolasch in der Vergangenheit immer wieder das Lernen und wichtige Aufgaben für die Uni auf den nächsten oder übernächsten Tag, was den Druck letztlich nur erhöhte. Das Resultat: Dauerstress gepaart mit der Unzufriedenheit, nicht genug für das Studium zu tun.

Großes Aha-Erlebnis

Unterstützung erhoffte sich der Student deshalb von einem Zeitmanagementkurs, den er zu Beginn des Wintersemesters 2018/19 an der TU Kaiserslautern belegte. Dieser dauerte eineinhalb Stunden und gab den Teilnehmern wertvolle Tipps und Werkzeuge an die Hand, um sich im Unialltag besser organisieren zu können.

Ein Porträtbild von Thomas Mikolasch

Thomas Mikolasch

Foto: privat

„Ein wichtiger Schritt zu Beginn war, mir erst einmal darüber klar zu werden, wieviel Zeit ich mir momentan für einzelne Dinge nehme.“ Dafür sollten die Studierenden in ein Kuchendiagramm einzeichnen, wieviel Zeit sie durchschnittlich für Studium, Nebenjob, Freizeit, Schlafen und Haushalt aufwenden. „In der anschließenden gemeinsamen Diskussion wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, dass ich bisher viel zu wenig Zeit für mein Studium eingeplant hatte“ – für Thomas Mikolasch ein Aha-Erlebnis. „Mir wurde klar, dass ich künftig viel mehr Lernstruktur in meinem Alltag brauche.“

Werkzeuge nutzen

Um dies zu meistern, schlug der Kursleiter den Studierenden vor, Projektmanagement-Tools zu nutzen. Dabei ist Thomas Mikolasch „Trello“ ins Auge gestochen, das sowohl als Online-Software als auch als App genutzt werden kann. Es ermöglicht, zusammen mit anderen Mitgliedern Boards zu erstellen, die parallel bearbeitet und mit Checklisten und Deadlines versehen werden können. Auch lassen sich Anhänge mit anderen teilen. „Dieses Tool gefällt mir total gut“, sagt Thomas Mikolasch. „Es hilft mir dabei, meine Zeit für den Nebenjob und für die wissenschaftliche Arbeit, die ich zurzeit bearbeite, einzuteilen. Zudem werde ich es bald mit einem Kommilitonen nutzen, um unsere gemeinsame Projektarbeit zu planen.“

Im Nachhinein bereut es Thomas Mikolasch ein wenig, dass er erst jetzt, kurz vor Ende seines Studiums, an einem Zeitmanagementkurs teilgenommen hat. „Ich kann deshalb jedem den Besuch eines solchen Kurses bereits während des Grundstudiums empfehlen. Dann nämlich ist die Umgewöhnung von der Schule, mit ihren festen und organisierten Stundenplänen, am gravierendsten.“

Und wie geht es jetzt für den 30-Jährigen weiter? „Ich habe mir fest vorgenommen, meine Arbeitszeit zu reduzieren und künftig mehr Zeit für die Uni einzuplanen“, sagt er.

abi>> 07.12.2018

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