„Die Universität Greifswald ist nicht nur beliebt, weil die Ostsee und die Urlaubsinseln Usedom und Rügen sozusagen vor der Haustür liegen“, ist Pressesprecher Jan Messerschmidt überzeugt: „Unsere mehr als 12.000 Studierenden aus ganz Deutschland genießen hier auch exzellente Studienbedingungen.“
Das bestätigen auch Hochschulrankings: So gab es nach eigenen Angaben beim Studienqualitätsmonitor 2010 von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH und der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz durchweg Bestnoten. Auch beim Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) werden immer wieder Spitzenpositionen erreicht. In diesem Jahr freuten sich beispielsweise die Juristen über sehr gute Noten für die Betreuung und die gesamte Studiensituation, die Betriebswirte dagegen konnten in der Rubrik Forschungsgelder punkten.
„Ich bin wegen der guten Rankings, aber auch wegen der Nähe zum Meer nach Greifswald gekommen“, bestätigt auch Jurastudentin Laura Bösenberg (19), die aus dem niedersächsischen Helmstedt stammt. Die Studiensituation an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität empfindet sie als durchweg positiv – auch wenn wie an anderen Unis der Hörsaal schon mal etwas voller oder die Bücher in der Bibliothek vor Hausarbeiten knapper werden können. Andere sehen es wohl genauso: Die Zahl der Studierenden in Greifswald ist seit Jahren steigend und hat sich seit der Wende fast vervierfacht.
Von Amerikanistik bis Zahnmedizin
Insgesamt sind 208 Professoren und Professorinnen für die Lehre zuständig. Das Studienangebot an den fünf Fakultäten – Theologie, Rechts- und Staatswissenschaften, Universitätsmedizin, Philosophie sowie Mathematik und Naturwissenschaften – ist von Vielseitigkeit und Internationalität geprägt: „Studenten und Dozenten der Uni kommen aus aller Herren Länder und kommen sich in der freundlichen, mittelalterlichen Hansestadt schnell näher“, berichtet Professorin Dr. Maria-Theresia Schafmeister, die selbst aus Essen nach Greifswald gekommen ist. Das Studienangebot reicht von Amerikanistik über Theologie, Geologie, Umweltwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Kirchenmusik bis hin zu Zahnmedizin. Auch auf Forschung wird in Greifswald viel Wert gelegt. Schwerpunkte sind etwa Molekulare Biologie und Medizin, Plasmaphysik und Kulturen des Ostseeraums.
Die Greifswalder Universität blickt auf eine lange Geschichte zurück. Gegründet im Jahr 1456 als Academia Gryphica ist sie eine der ältesten Universitäten Deutschlands und des Ostseeraums. Seitdem wird ununterbrochen geforscht und gelehrt – unabhängig von wechselnden Herrschern aus Pommern, Schweden, Dänemark oder Preußen. Berühmte Persönlichkeiten wie Otto von Bismarck oder die Nobelpreisträger Johannes Stark (Physik) und Gerhard Domagk (Medizin) haben hier studiert oder gelehrt. Heute ist die Universität nach Ernst Moritz Arndt benannt, einem Greifswalder Professor für Geschichte und Philologie, der sich im 19. Jahrhundert als Schriftsteller und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung einen Namen gemacht hatte.
Der Altstadtcampus beherbergt heute in historischen Backsteingebäuden die Theologische, die Philosophische und die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät. Die Studenten freuen sich über kurze Wege in der Stadt. Auch das Universitätshauptgebäude, das Studierendensekretariat, die Studienberatung, das Prüfungsamt und das Akademische Auslandsamt sind nebst Mensa in der Altstadt untergebracht. Der zweite Campus am Beitzplatz ist nur wenige Kilometer entfernt und mit dem Fahrrad gut erreichbar.
Ernst-Moritz-Arndt-Universität
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