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Risiken managen

Alina vom Bruck hat rötlich-blonde, lange Haare. Sie trägt einen schwarzen Blazer über einer weißen Bluse.
Alina vom Bruck
Foto: Felix Jahn

Vom freiwilligen Praktikum zur festen Stelle

Risiken managen

Praktikum, Diplomarbeit, Festanstellung: Alina vom Bruck (25) konnte dank der Praxiserfahrungen, die sie während des Studiums bei der Gothaer Versicherung in Köln gesammelt hat, nach Abschluss ihres Studiums dort eine Festanstellung als Diplomkauffrau im Risikocontrolling antreten.

„Risikocontrolling ist ein relativ neues betriebswirtschaftliches Themenfeld“, erklärt Alina vom Bruck. Die 25-Jährige arbeitet seit Herbst 2010 in diesem Bereich bei der Gothaer Versicherung. Zu ihren Aufgaben gehört beispielsweise die Kapitalberechnung: Dafür vergleicht sie die Risiken des Unternehmens mit den vorhandenen Eigenmitteln. „Es ist das Geschäftsmodell der Versicherung, Risiken zu übernehmen. Risiken entstehen dadurch, dass die Versicherung zunächst einen festgelegten Beitrag erhält und als Gegenleistung Schäden unbekannter Höhe in der Zukunft deckt“, sagt die Betriebswirtin. Die Ergebnisse berichtet sie regelmäßig an den Vorstand.

Dass sie sich auf die Versicherungsbranche und dort speziell auf den Bereich Risikocontrolling spezialisiert hat, ist zum großen Teil dem Praktikum zu verdanken, das die 25-Jährige zwischen dem achten und dem neunten Semester ihres BWL-Studiums an der Universität Köln bei der Gothaer Versicherung absolviert hat. „In meinem Diplomstudiengang gab es keine Pflichtpraktika, also habe ich mir

Alina vom Bruck hat rötlich-blonde, lange Haare. Sie trägt einen schwarzen Blazer über einer weißen Bluse.

Alina vom Bruck

Foto: Felix Jahn

freiwillig eines organisiert“, erzählt sie. Alina vom Bruck, die als Studienschwerpunkte Versicherungsbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Wirtschaftsinformatik gewählt hatte, besuchte eine Vorlesung zum Thema Versicherung bei Dr. Werner Görg, dem Vorstandsvorsitzenden der Gothaer Versicherung. „Nach einer Vorlesung habe ich ihn angesprochen und gefragt, ob es möglich ist, ein Praktikum im Unternehmen zu machen.“ Und es war möglich: Knapp drei Monate lang sammelte die Studentin in der Konzernrückversicherung Erfahrungen. „Rückversicherung heißt, dass sich der Versicherer selbst versichert, um das Risiko zu minimieren, zu dem es durch Großschäden kommen kann“, erläutert Alina vom Bruck, die den Kollegen zunächst über die Schulter geschaut hat, dann aber sehr schnell die Vertragsunterlagen für die Rückversicherer mit aufbereiten durfte. „Ich habe einen Praktikantenvertrag unterzeichnet, in dem meine Aufgaben festgehalten waren, habe 400 Euro monatlich erhalten und am Ende auch ein Zeugnis bekommen.“

Jobangebot nach Studienabschluss

Im Anschluss an ihr Praktikum blieb Alina vom Bruck der Gothaer Versicherung als Werkstudentin treu, arbeitete ein halbes Jahr lang parallel zum Studium in der Lebensversicherungsmathematik mit. Auch ihre Diplomarbeit hat sie beim Versicherungsunternehmen geschrieben – damals schon im Bereich Risikocontrolling. Ihr Thema war „Solvency II“, ein Projekt der EU-Kommission zur Reform des Versicherungsaufsichtsrechts in Europa. „In der Arbeit habe ich mich speziell der Berichterstattungspflicht gewidmet und die Frage beantwortet: Führt verschärfte Aufsicht zu mehr Marktdisziplin?“

Nach dieser erfolgreichen Zusammenarbeit hat Alina vom Bruck nach Studienabschluss das Angebot erhalten, bei der Gothaer Versicherung direkt eine Stelle im Risikocontrolling zu besetzen. „Da ich im Laufe des Studiums festgestellt habe, dass ich in der Versicherungsbranche arbeiten möchte und bei der Gothaer Versicherung sehr gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich mich über das Jobangebot sehr gefreut“, zieht die Betriebswirtin Bilanz. Studierenden kann sie darum nur empfehlen, Branchen und Unternehmen in Praxiseinsätzen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, die für den späteren Berufseinstieg hilfreich sein können. 

abi>> 11.06.2012