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Berühmte Studienabbrecher und ihr Weg zum Erfolg

Das Gebäude des Bundestags in Berlin
Vom Studienabbruch in den Bundestag: Das Beispiel der Grünenpolitikerin Claudia Roth zeigt, dass der Ausstieg aus dem Studium dem weiteren beruflichen Erfolg keineswegs im Wege stehen muss.
Foto: Lukas Krüger

Studienum- und -ausstieg: Promi-Beispiele

Berühmte Studienabbrecher und ihr Weg zum Erfolg

Viele bekannte Persönlichkeiten haben ihr Studium einst abgebrochen – und trotzdem Karriere gemacht. Dazu gehören etwa Microsoft-Gründer Bill Gates, Michael Dell, Chef des Computerherstellers Dell, und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg aus den USA. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es mehrere Beispiele, die abi>> zusammengetragen hat.

Stefan Raab

Er gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Fernsehmoderatoren und Entertainern seiner Generation. Zuerst entschied er sich zu einem Studium der Rechtswissenschaften, das er allerdings nach fünf Semestern abbrach. Parallel schloss er eine Ausbildung zum Metzger im elterlichen Betrieb ab. Nach dem Studienabbruch gelang ihm der Durchbruch beim Musikkanal Viva, wo er als Moderator und Musiker auf sich aufmerksam machte. Von 1999 bis 2015 moderierte er auf ProSieben die Sendung „TV Total“. Mit seinen Liedkompositionen landete Stefan Raab mehrfach in den Musikcharts und gewann für seine Leistungen in Fernsehen und Musik zahlreiche Auszeichnungen.

Reinhold Messner

Der Südtiroler probierte es zunächst mit einem Technik-Studium, bevor er dies abbrach und sein Leben ganz seiner Leidenschaft verschrieb: dem Bergsteigen. Immerhin hatte er schon im Alter von fünf Jahren mit seinem Vater seinen ersten Dreitausender bestiegen. Seitdem setzte der Extremsportler immer neue Maßstäbe und Rekorde. So gelang Reinhold Messner zum Beispiel, als erster Mensch auf den Gipfeln aller 14 Achttausenderberge zu stehen. Außerdem durchquerte er die Antarktis und mehrere Wüsten. Der 72-Jährige schrieb auch zahlreiche Bücher.

Claudia Roth

Die Grünenpolitikerin schrieb sich einst an der Ludwig-Maximilians-Universität München für die Fächer Theaterwissenschaft, Geschichte und Germanistik ein. Das Studium beendete sie allerdings nach zwei Semestern. Danach arbeitete sie am Theater und war Anfang der 1980er Jahre Managerin der Band „Ton Steine Scherben“. 1985 wurde sie Pressesprecherin der Partei „Die Grünen“ im Bundestag und war im Laufe ihrer Karriere mehrere Jahre lang eine von zwei Bundesvorsitzenden beim Bündnis 90/Die Grünen. Seit 2013 ist die heute 61-Jährige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.

René Obermann

Nach der Berufsausbildung bei BMW als Industriekaufmann begann René Obermann ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Damals gründete er allerdings mit Andreas Gerdes auch das Unternehmen „ABC Rufsysteme“ – und da sich das schnell sehr gut entwickelte, brach er sein Studium nach dem zweiten Semester ab. Obermann wurde später Geschäftsführer Vertrieb der T-Mobile Deutschland GmbH und war von 2006 bis 2013 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.

Anke Engelke

Die heute 51-Jährige wurde im kanadischen Montreal geboren, bevor ihre Familie sechs Jahre später in die Nähe von Köln zog. Sie entdeckte früh ihre Leidenschaft fürs Moderieren: Bereits mit zwölf Jahren wurde sie Moderatorin einer Radio-Kindersendung, wenig später begann sie mit der Arbeit beim Fernsehen. Zwischendurch versuchte sie es auch mit einem Studium und immatrikulierte sich in Köln für Anglistik, Romanistik und Pädagogik – brach das Studium aber bald ab. Seit vielen Jahren arbeitet Anke Engelke erfolgreich als Moderatorin, Komikerin und Schauspielerin. Sie wurde mehrfach mit dem Deutschen Comedypreis und anderen Ehrungen ausgezeichnet.

Erich Sixt

Sein Vater Hans Sixt gründete 1951 die lokale Autovermietung „Auto Sixt“. 18 Jahre später übernahm Erich Sixt die Geschäftsführung und baute das Unternehmen zu einem weltweiten Konzern aus. Zuvor hatte er Betriebswirtschaftslehre in München studiert, das Studium aber nach vier Semestern beendet. In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ begründete er den Schritt einst: „Die ganze Betriebswirtschaft basiert doch auf einem einzigen Axiom: dass der Mensch rational handelt. Aber er tut es nicht. Und deshalb können Sie das alles vergessen.“ Der 72-Jährige gehört noch immer zum Vorstand von Sixt; er zählt zu den reichsten Menschen in Deutschland.

abi>> 27.02.2017