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Vermittler in die Berufswelt

Frau in Kundengespräch
Studierende der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit können nach ihrem Studienabschluss beispielsweise in der Berufsberatung arbeiten.
Foto: Patricia Leitao

Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung

Vermittler in die Berufswelt

Der duale Bachelorstudiengang „Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung“ ist einmalig in Deutschland. Jannik Gaspers (23) studiert diesen an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) in Mannheim und arbeitet in den Praxistrimestern bei verschiedenen Agenturen für Arbeit rund um Mönchengladbach.

Nach seinem Abitur und einem Freiwilligen Sozialen Jahr wollte Jannik Gaspers „Soziale Arbeit“ studieren, ergatterte aber keinen Studienplatz. „Meine Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit stellte mir daraufhin andere Studiengänge und duale Berufsausbildungen vor. Da mir der Kontakt mit Menschen, ein abwechslungsreicher Berufsalltag, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine gewisse Jobsicherheit sehr wichtig waren, entschied ich mich für ein Studium bei der Bundesagentur für Arbeit“, berichtet der 23-Jährige.

Nach seiner Bewerbung bei der Agentur für Arbeit Mönchengladbach absolvierte er einen computerbasierten Eignungstest, sprach mit einer Berufspsychologin und durchlief ein Assessment Center. „Ein paar Wochen später bekam ich die Zusage für den Studiengang ‚Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung‘“, erzählt er.

Wirtschaft, Soziales und Recht im Fokus

Ein Porträt-Foto von Jannik Gaspers

Jannik Gaspers

Foto: privat

Seit Studienbeginn wechselt er alle vier Monate den Einsatzort, denn das Studium an der HdBA ist in Trimester aufgeteilt: Die Theorie erlernt Jannik Gaspers an der Hochschule in Mannheim, wo er sich eine Wohnung mit einem Kommilitonen teilt. Die Praxisphasen finden in Mönchengladbach und den dazugehörigen Agenturen für Arbeit statt, sodass der Student für diese bei seinen Eltern in Neuss wohnen kann.

Das duale Studium dauert insgesamt drei Jahre und schließt mit einem Bachelor of Arts ab. „Es beinhaltet eine Kombination aus Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften. Hinzu kommen übergreifende Fächer, zum Beispiel Statistik oder ein Forschungsseminar“, berichtet der Student, der gerade das zweite Studienjahr begonnen hat. Im dritten praktischen Trimester haben die Studierenden die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum zu absolvieren, zum Beispiel im Career Center einer Universität. „Außerdem haben wir eine Woche in einer sozialen Einrichtung hospitiert. Ich war bei der Caritas“, erzählt er.

Jeder Kunde ist anders

In den Praxiseinheiten in verschiedenen Agenturen für Arbeit hat er bereits mehrere Abteilungen kennengelernt – von der Leistungsabteilung über die Berufsberatung und den Arbeitgeberservice bis zur Arbeitsvermittlung. Auch ein Einsatz im Jobcenter und am Empfang war dabei. „Anfangs habe ich den Mitarbeitenden hauptsächlich über die Schulter geschaut, mittlerweile darf ich schon selbst – in Begleitung eines erfahrenen Kollegen – Beratungsgespräche führen“, sagt Jannik Gaspers.

„Das Spannende an der Arbeit ist, dass sich jeder Kunde und dadurch jedes Anliegen unterscheidet, was zu einem abwechslungsreichen Arbeitsalltag führt. Berufsberater müssen sich flexibel auf verschiedene Situationen einstellen können“, lautet sein bisheriges Fazit. „Manche Schicksale unserer Kunden können auch belastend für die Mitarbeiter sein. Daher ist es wichtig, Privates und Berufliches zu trennen“, hat der Student gelernt. Im Zweifel stehen immer auch der Vorgesetzte oder andere Kollegen für Gespräche bereit.

Nach seinem Studium möchte der 23-Jährige am liebsten in der Berufs- oder der Rehabilitationsberatung tätig sein. Letztere umfasst die Wiedereingliederung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in den Arbeitsalltag. Die Bundesagentur für Arbeit bietet den Studierenden der HdBA im Anschluss an das erfolgreich abgeschlossene Studium ein unbefristetes Arbeitsverhältnis an.

abi>> 23.01.2018

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