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Auf dem Weg zur Kriminalkommissarin

Man sieht eine Marke der Kriminalpolizei.
Die Bewerbungsphase beim BKA hat es in sich - geprüft werden unter anderem kognitive Fähigkeiten, Sprachkenntisse und sportliche Leistungen.
Nancy Heusel

Kriminaldienst des Bundes

Auf dem Weg zur Kriminalkommissarin

Bekämpfung organisierter Kriminalität, Staatsschutz, Zusammenarbeit mit internationalen Polizeibehörden: Jana S.* (26) wollte in ein Arbeitsumfeld, das sie persönlich interessiert. Also entschied sie sich für den Einstieg als Kriminalkommissaranwärterin. Sie studiert „Kriminaldienst des Bundes“ an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung.

Nach einem dualen Studium und einigen Jahren in der freien Wirtschaft wollte sich Jana S. noch einmal umorientieren. Am meisten reizte sie der Bereich Sicherheit: „Ich erkundigte mich, was das Bundeskriminalamt eigentlich genau macht und bewarb mich für den gehobenen kriminalpolizeilichen Vollzugsdienst des Bundes“, erinnert sich die 26-Jährige. Voraussetzungen für das Studium sind unter anderem der Nachweis der allgemeinen oder Fachhochschulreife, von Englischkenntnissen und eines guten Sehvermögens. Bewerber dürfen nicht älter als 33 Jahre sein, Männer müssen mindestens 166 Zentimeter groß sein, Frauen 162.

Einstellungs- und Sporttest

Überzeugen die Bewerbungsunterlagen die Behörde, werden die Bewerber zum schriftlichen Einstellungstest ins Bundeskriminalamt (BKA) eingeladen, wo sie unter anderem auf Sprachkompetenz und kognitive Fähigkeiten geprüft werden. „Besteht man diesen Test, geht es als nächstes zur Sportprüfung, wo ich beispielsweise Kraft, Ausdauer und Koordinationsfähigkeit unter Beweis stellen musste“, berichtet Jana S. Als nächstes finden ein Gruppen- und ein Einzelgespräch vor einer Auswahlkommission sowie eine ärztliche Untersuchung auf Polizeidiensttauglichkeit statt. Schließlich erfolgt eine Sicherheitsüberprüfung, um beispielsweise auszuschließen, dass Bewerber vorbestraft sind.

Jana S. schaffte es, sich mit 60 weiteren Anwärtern durchzusetzen. „Die gesamte Bewerbungsphase dauert etwa ein Jahr“, schildert die Kriminalkommissaranwärterin. Man sollte also rechtzeitig mit der Planung und Organisation beginnen, wenn man zum BKA will.

Wechsel von Brühl nach Wiesbaden

„Am Anfang stand das viermonatige Grundstudium an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl, zusammen mit Kommilitonen der Bundespolizei und anderen Bundesbehörden“, berichtet die Studentin. Auf dem Stundenplan standen Themen wie verwaltungs- und zivilrechtliche Grundlagen des Verwaltungshandelns oder Grundlagen zur Kriminalität und Strafbarkeit.

Anschließend wechselte Jana S. zum Hauptstudium an die Hochschule des Bundes in Wiesbaden in den Fachbereich Kriminalpolizei, wo die Studierenden ihr Wissen vertiefen und auf das siebenmonatige Berufspraktikum bei einer Länderdienststelle vorbereitet werden.

Personenschutz und Ermittlungen

Nach dieser Praxisphase im dritten Semester und einem weiteren Aufenthalt an der Hochschule in Wiesbaden lernen die Kriminalkommissaranwärter ihre künftige Dienststelle, das Bundeskriminalamt, intensiver kennen. „Wir durchlaufen alle drei BKA-Standorte: Wiesbaden, Berlin und Meckenheim, und werden dort zum Beispiel in den Bereichen Personenschutz oder Ermittlungen eingesetzt“, erläutert sie.

Nach dem Bachelorabschluss werden die Absolventen in einer der neun Abteilungen des Bundeskriminalamtes arbeiten, beispielsweise im Bereich „Schwere und Organisierte Kriminalität“, im „Polizeilichen Staatsschutz“ oder in der Sicherungsgruppe. „Am liebsten würde ich später international eingesetzt werden, etwa als Verbindungsbeamtin in einem unserer Verbindungsbüros im Ausland“, schwärmt Jana S.

* vollständiger Name ist der Redaktion bekannt

abi>> 27.07.2015

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