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Auf dem Weg zur Polizeikommissarin

Ein Polizist hält seine Hand über die Waffe im Holster.
Ein duales Studium an der Fachhochschule führt zum gehobenen Dienst bei der Polizei.
Foto: Nicole Schwab

Polizeivollzugsbeamte bei der Landespolizei

Auf dem Weg zur Polizeikommissarin

Das Berufsziel steht fest, möglich sind dabei viele Einsatzbereiche: Lea Mucke (20) studiert an der Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt und taucht bei verschiedenen Einsätzen schon tief in die Praxis ein.

Lea Mucke wünschte sich einen Beruf, in dem man mit Menschen zu tun hat und in dem zugleich das Spektrum der Aufgaben besonders groß ist. „Also habe ich mich im Internet und im Freundeskreis ausführlich informiert und herausgefunden, dass die Polizei genau das Richtige für mich wäre. Daraufhin habe ich mich direkt bei der Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt beworben.“ Das dort angebotene duale Studium zum Polizeivollzugsbeamten/zur Polizeivollzugsbeamtin der Laufbahngruppe 2 ermöglicht den direkten Einstieg in den gehobenen Dienst, also als Polizeikommissar/in.

Praxisphasen mit verschiedenen Einsätzen

Ein Porträt-Foto von Lea Mucke

Lea Mucke

Foto: privat

Um einen Studienplatz zu bekommen, musste Lea Mucke zunächst ein Auswahlverfahren durchlaufen: „Dazu gehörten ein Diktat und ein sogenannter Intelligenzstrukturtest, in dem unter anderem Mathematik, räumliches Denken und logisches Denken getestet wurden. Anschließend fand ein Bewerbungsgespräch vor einer Auswahlkommission statt.“ Nachdem sie das Verfahren erfolgreich durchlaufen hatte, wurde im nächsten Schritt bei einem Arzt die körperliche Eignung festgestellt – mit einem Test des Seh- und Hörvermögens, einer Blutentnahme, einem Belastungs-EKG und weiteren körperlichen Untersuchungen. Die sportliche Eignung stellt man mit dem Deutschen Sportabzeichen in Silber und dem Deutschen Rettungsschwimmerabzeichen in Bronze fest; notwendig sind auch der Führerschein Klasse B und englische Sprachkenntnisse.

In den Wochen nach dem Abitur hieß es für die Bewerberin dann zunächst: abwarten. „Die Zeit habe ich für ein Praktikum in einem Hotel genutzt. Dabei habe ich aber umso mehr gemerkt, dass ich unbedingt zur Polizei möchte.“ Schließlich traf die ersehnte Post ein: „Im August erhielt ich den Bescheid, dass ich gleich im September das Studium beginnen konnte. Darüber habe ich mich riesig gefreut“, erinnert sich Lea Mucke.

Inzwischen hat sie das dritte von sechs Semestern erreicht. „Im ersten Semester erhielten wir einen Überblick und es wurden uns Kenntnisse vermittelt, die wir dann im darauffolgenden Praktikum gleich einsetzen konnten.“ Die ersten drei Monate des zweiten Semesters verbrachte die Studentin nämlich bei der Bereitschaftspolizei. „Dort geht es um größere Einsätze, zum Beispiel bei Durchsuchungen oder Fußballspielen. Uns wurde dabei im Lehrbereich der Landesbereitschaftspolizei unter anderem beigebracht, wie man ein Fahrzeug anhält und kontrolliert.“ Es folgte ein dreimonatiges Revierpraktikum mit Streifenfahrten, bei dem Lea Mucke schon einige Aufgaben selbst übernehmen konnte und viele verschiedene Einsätze erlebte: „Da war wirklich alles dabei, von einfachen und schweren Verkehrsunfällen über Diebstähle, Einbrüche und häusliche Gewalt bis hin zu Verkehrskontrollen, bei denen wir Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss feststellten.“

Vom Strafrecht bis zur Kriminalistik

So setzt sich das Studium mit einem Wechsel aus Theorie und Praxisphasen fort, welche jeweils ein Semester andauern. „In der sogenannten Erfahrungsschule im Grundstudium, in dem ich mich derzeit noch befinde, haben wir Fächer wie Strafrecht, Verkehrsrecht und Kriminalistik, zu der unter anderem auch Spurensicherung gehört“, erklärt die Polizeikommissaranwärterin.

Mit dem vierten Semester beginnt das Hauptstudium, in dem das theoretische Wissen weiter vertieft wird. Auch das Hauptpraktikum bei der Bereitschaftspolizei mit einem Gruppenführerlehrgang sowie weitere Praxisphasen stehen noch an, etwa bei der Kriminalpolizei. Zur Praxis im Fachhochschulbereich gehören außerdem einige weitere Lehrgänge, zum Beispiel ein Kurs in Selbstverteidigung, ein Schießtraining und das polizeiliche Handlungstraining, bei dem Auftreten und Kommunikation geschult werden.

„Am liebsten ins Revier“

Nach der Bachelorarbeit wird Lea Mucke – sofern alles nach Plan läuft – zur Polizeikommissarin ernannt. „Voraussetzung dafür sind natürlich das erfolgreich abgeschlossene Studium, und dass man alle ebenfalls dazu gehörenden Sporttests bestanden hat. Auch das Rettungsschwimmerabzeichen in Bronze müssen wir absolvieren.“

Ihre Möglichkeiten nach dem Abschluss sind vielfältig. „Infrage kommen grundsätzlich alle Einsatzbereiche, die ich während der Praxisphasen kennenlerne. Ich möchte am liebsten ins Revier, weil mir die Streifenfahrten und die damit verbundene Abwechslung schon im Praktikum gut gefallen haben“, betont die 20-Jährige.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchworte: Polizei, Zolldienst des Bundes)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen. (Suchworte: Polizei, Zolldienst des Bundes)
www.studienwahl.de

berufsfeld-info.de

Infoportal der Bundesagentur für Arbeit zu Ausbildung, Studium und Weiterbildung. Informationen zu passenden Studiengängen und -berufen findest du im Teilberufsfeld „Öffentliche Sicherheit“.

www.berufsfeld-info.de/abi

Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung

www.hsbund.de

Deutscher Beamtenbund (dbb)

www.dbb.de

dbb jugend

www.dbb.de/der-dbb/jugend.html

Bundespolizei

Übersicht über die Karrieremöglichkeiten
www.komm-zur-bundespolizei.de

abi>> 01.03.2019