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Mit Studium zum Offizier

Zu sehen sind Bundeswehrsoldaten.
Wer sich für ein Studium bei der Bundeswehr bewirbt, wird auf Herz und Nieren geprüft.
Foto: Wilfried Hiegemann

Studieren bei der Bundeswehr

Mit Studium zum Offizier

Wechsel zwischen Hörsaal und Kompanie: Als Offiziersanwärter hat sich Steven Bühnemann an der Universität der Bundeswehr München für einen Studiengang eingeschrieben. Seit Oktober 2014 studiert der 20-Jährige „Bildungswissenschaft, insbesondere interkulturelle, Medien- und Erwachsenenbildung“.

„Schon in der sechsten oder siebten Klasse habe ich mir überlegt, zur Bundeswehr zu gehen“, erinnert sich Steven Bühnemann. Sein Onkel hat damals gedient, und dem Schüler imponierte die Kameradschaft unter den Soldaten. „Als ich später herausgefunden habe, dass zur Offizierslaufbahn auch ein Studium gehört, habe ich mich nach einem Beratungsgespräch im Karrierecenter bei der Bundeswehr beworben“, berichtet der junge Mann aus dem Landkreis Freising bei München.

Er bestand das zweieinhalbtägige Assessment-Center für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln, das unter anderem aus Gruppendiskussionen, Planspielen, einem Mathetest und einer Sporteignungsprüfung besteht, und erhielt direkt die Zusage für die Offizierslaufbahn mit integriertem Studium an einer Bundeswehr-Universität. Die Altersgrenze liegt bei 29 Jahren.

Drei Monate später begann Steven Bühnemann seinen Ausbildungsgang im Offiziersanwärter-Bataillon des Heeres in Hammelburg bei Würzburg. „Wie in der Grundausbildung lernten wir dort sechs Monate lang die militärischen Grundlagen kennen. Außerdem absolvierten wir einen dreimonatigen Offizierslehrgang und machten ein dreimonatiges Truppenpraktikum. Alle, die noch Nachholbedarf in Englisch hatten, nahmen darüber hinaus am Sprachunterricht teil“, gibt er einen Überblick.

Studieren in Trimestern

Ein Porträt-Foto von Steven Bühnemann

Steven Bühnemann

Foto: Privat

An der Universität der Bundeswehr ist das Studienjahr in Trimester unterteilt. In den ersten drei Trimestern standen im Studiengang „Bildungswissenschaft, insbesondere interkulturelle, Medien- und Erwachsenenbildung“ zunächst Grundlagenfächer auf dem Stundenplan: darunter Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Medienbildung, sozialwissenschaftliche Methodenlehre, Psychologie, Soziologie sowie interkulturelle Kommunikation und Konfliktforschung.

Im zweiten Jahr können sich die Studierenden auf sechs dieser Fächer konzentrieren und sie vertiefen, im dritten Jahr reduziert sich das Ganze auf vier Fächer. „Hinzu kommt ein zehnwöchiges Pflichtpraktikum in einer zivilen Organisation – ich will mich dafür beim Goethe-Institut bewerben. Und die Sommerferien können wir nutzen, um in die Truppe zu gehen“, erklärt Steven Bühnemann, der sich als angehender Offizier des Truppendienstes für 13 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet hat.

Wohnen auf dem Campus und Geld verdienen

Während des Studiums wohnt der Student kostengünstig auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München – ein Pluspunkt bei den teuren Münchener Mieten. Zudem erhält er weiterhin sein Gehalt als Soldat. „Einen Nebenjob brauche ich also nicht anzunehmen, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Ich kann mich voll auf das Studium konzentrieren“, schildert er.

Nach Studienabschluss wird Steven Bühnemann zunächst einen weiteren dreimonatigen und anschließend noch einen einjährigen Offizierslehrgang durchlaufen. In welchen Einsatzbereich er danach versetzt wird, steht bereits fest: in die Panzergrenadier-Truppe. „Ob ich nach den 13 Jahren weiter bei der Bundeswehr bleiben und Berufssoldat werde oder ob ich in eine zivile Organisation oder in ein Unternehmen wechsle, weiß ich noch nicht“, sagt Steven Bühnemann, der noch genügend Zeit hat, sich zu entscheiden – und bis dahin eine Arbeitsplatzgarantie.

abi>> 27.07.2015

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