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„Die perfekte Kombination für mich“

Eine junge Frau arbeitet am Computer.
Neben dem Studium die Abläufe einer Behörde in der Praxis kennen lernen: Das Studium zur Diplom-Verwaltungsinformatikerin ist unterteilt in Studien- und Praxisphasen.
Foto: Christof Stache

Verwaltungsinformatikerin

„Die perfekte Kombination für mich“

Wie München digital tickt, lernt Jasmin Imam-Halil. Die 22-Jährige absolviert für ihr Studium der Informatik sowie der Allgemeinen Inneren Verwaltung ihre Praxisphasen bei der Verwaltung der Landeshauptstadt.

„Schon zu Schulzeiten stand für mich fest, dass ich Informatik studieren wollte. Die Theorie reichte mir aber nicht: Gleichzeitig wollte ich einen starken Bezug zur Praxis haben“, erinnert sich Jasmin Imam-Halil an ihre Studienwahl. Auf Anraten einer Verwandten, die bei der Landeshauptstadt München arbeitet, bewarb sie sich als angehende Beamtin ebenfalls bei der Behörde.

Nach der Zusage ihres Dienstherrn nahm sie ihr Studium zur Diplom-Verwaltungsinformatikerin (FH) an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege (FHVR) in Hof auf. Die Informatikausbildung, die den Schwerpunkt ihres Studiums bildet, erfolgt in Kooperation mit der Hochschule Hof; die Praxisphasen absolviert sie in der Behörde. „Das Studium ist für mich eine perfekte Kombination“, sagt die Studentin. „Ich erwerbe fundierte Kenntnisse in Informationstechnik und in verwaltungswissenschaftlichen Grundlagen und bekomme einen guten Überblick über die fachlichen Anforderungen der Verwaltung.“

Von Recht über Management bis Informatik

Ein Porträt-Foto von Jasmin Imam-Halil

Jasmin Imam-Halil

Foto: privat

An der FHVR findet der verwaltungsspezifische Teil des Studiums statt, bei dem es um die Grundlagen der Verwaltungsarbeit geht: Staats- und Verwaltungsrecht, Datenschutz, Personalmanagement, Verwaltungsorganisation, Projektmanagement und Wirtschaftsführung in der Öffentlichen Verwaltung sind hier die Themen.

Beim Kooperationspartner, der Hochschule Hof, lernt die 22-Jährige das Handwerkzeug für den technischen Part. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem mathematische, betriebswirtschaftliche und physikalische Grundlagen sowie die Kerninformatik. Diese befasst sich mit Informationsstrukturen, Programmiersprachen, Datenverarbeitungssystemen und Software-Engineering.

Praxiserfahrung sammeln

In den Semesterferien sowie in einem Praxissemester arbeitet Jasmin Imam-Halil in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf in verschiedenen IT-Abteilungen der Landeshauptstadt München. „In meinen Praxisphasen war ich bislang in der IT-, der Personal- und der Organisationsabteilung eingesetzt“, berichtet die angehende Beamtin.

Sie führte zum Beispiel Tests für das neue Online-Bewerbungsportal der Stadt durch und stimmte die notwendigen Verbesserungen mit den Programmierern ab. Außerdem drehte sie Schulungsvideos für die Mitarbeiter der Personalabteilung, die die neue Software für das E-Recruitung künftig anwenden werden.

Einblicke in die mögliche Zukunft

Demnächst wird Jasmin Imam-Halil in der Abteilung „it@M“ eingesetzt, dem zentralen IT-Dienstleister der Landeshauptstadt München, der die Server der Stadt betreut. „Durch den Einblick in die verschiedenen Abteilungen kann ich überlegen, welcher Bereich mir für den Einstieg nach meinem Studium am besten zusagt – und ich kann die Kollegen schon kennenlernen“, sagt sie.

Derzeit befindet sich die 22-Jährige im dritten Semester ihres dreijährigen Studiums zur Diplom-Verwaltungsinformatikerin. Schließt sie dieses mit guten Noten ab, „steht meiner Beamtenlaufbahn bei der Landeshauptstadt München wohl nichts mehr im Wege.“

abi>> 23.01.2017