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Wer reist, gewinnt

Ein junger Mann mit Rucksack steht am Flughafen und sieht sich die Abflugzeiten an.
Amsterdam, Brüssel, London oder Wien: Dual Studierende können in vielen Städten ein Auslandssemester oder -praktikum absolvieren.
Foto: Martin Rehm

Duales Studium im Ausland - Hintergrund

Wer reist, gewinnt

Das Duale Studium kombiniert praktische Berufserfahrung mit theoretischem Hochschulwissen. Wer zudem eine internationale Karriere anstrebt, kann seine Chancen mit einem Auslandsaufenthalt während des Studiums verbessern. Neue Sprachen und Kulturen, aber auch Fachwissen ermöglichen einen Blick über den Tellerrand.

Um sich bereits im dualen Studium auf eine Karriere mit Jobmöglichkeiten auf der ganzen Welt vorzubereiten, bieten sich zum einen international ausgerichtete oder englischsprachige Studiengänge wie International Management, International Business oder Tourismusmanagement an. Zum anderen besteht auch die Möglichkeit, im dualen Studium ein Semester oder ein Praktikum im Ausland zu absolvieren.

Unbekannte Situationen meistern lernen

Ein Porträtfoto von Angela Brusis

Angela Brusis

Foto: privat

Angela Brusis, International Relations Officer der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, kennt die persönlichen und fachlichen Vorzüge eines solchen Auslandsaufenthalts: „Man lernt andere Kulturen kennen und kann seine eigenen Werte besser reflektieren. Auch bei Arbeitgebern kommt die Zeit im Ausland gut an – wer unbekannte Situationen meistert und Neues ausprobiert, hat gute Aussichten auf eine Anstellung nach dem Studium.“

Neben der Vertiefung der Sprachpraxis in Englisch lässt sich auch eine komplett neue Sprache erlernen – zum Beispiel, wenn die Unterrichtssprache gleichzeitig auch Landessprache ist. „Hinzu kommt der Einblick in ein anderes Hochschulsystem und die Arbeitskultur im Partnerunternehmen“, sagt Angela Brusis. Natürlich können Studierende auch ihre fachlichen Kompetenzen verbessern.

Vorbereitung ist das A und O

Im Vorfeld ist es wichtig, den Auslandsaufenthalt sorgfältig zu planen. „Das beginnt in der Regel mit der Genehmigung des Ausbildungsunternehmens und des Studiengangleiters. Dann müssen Semesterzeiten berücksichtigt und gleichwertige Kurse an der Hochschule im Ausland herausgesucht werden“, erläutert die Expertin. Außerdem müssen Studierende klären, in welcher Sprache die Seminare angeboten werden und ob sie dafür eine neue Sprache lernen müssen. „Wer zum Beispiel nach Russland möchte, muss nicht unbedingt Russisch beherrschen, da es dort viele englischsprachige Angebote gibt“, ergänzt sie. Sprachkurse an den ausländischen Hochschulen helfen auf jeden Fall dabei, sich auch im Supermarkt oder auf Ausflügen zurechtzufinden.

Um den Auslandsaufenthalt finanziell zu stemmen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: „Neben der klassischen Förderung durch das Erasmus+-Programm stehen auch Stipendien zur Verfügung. Studiengebühren entfallen bei der Wahl einer Partneruniversität von Erasmus+. Die finanzielle Unterstützung durch ein Stipendium macht das Bestreiten des Lebensunterhalts vor Ort einfacher“, sagt Angela Brusis.

Dabei müssen Studierende klären, ob überhaupt ein Kooperationsvertrag samt Austauschprogramm mit der ausländischen Hochschule besteht, und, ob ein Visum für den Aufenthalt benötigt wird. Viele Hochschulen unterstützen Studierende mit Infoveranstaltungen, zu denen oft auch ausländische Vertreter eingeladen sind. „Das International Office berät zudem bei allen Fragen rund ums Auslandsstudium“, betont sie.

Partner für Praxisphase im Ausland suchen

Was dann vor Ort ins Studium integriert werden kann, ist vielseitig. So lassen sich belegte Kurse für das Studium in Deutschland ebenso anrechnen wie die Arbeit im Unternehmen. „Viele internationale Firmen bieten ihren Studierenden die Möglichkeit, beim ausländischen Tochterunternehmen zu arbeiten. Oder man organisiert sich selbst ein Praktikum. Unsere Hochschule zum Beispiel bietet in Zusammenarbeit mit Partnerunis im Ausland eine Praxisvermittlung an. Durch die Kontakte vor Ort lässt sich dann leichter eine Stelle finden“, erklärt DHBW-Mitarbeiterin Angela Brusis.

Weitere Informationen

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)

Die ZAV der Bundesagentur für Arbeit dient als Informationsstelle für jene, die für Studium, Ausbildung oder Arbeit ins Ausland gehen möchten.

www.arbeitsagentur.de

DAAD

Internetauftritt des Deutschen Akademischen Austauschdiensts mit grundlegenden Zahlen und Fakten zu Ländern und Studium sowie mit weiterführenden Informationen zu Förderprogrammen und Finanzierungsmöglichkeiten.

www.daad.de

abi>> 18.10.2017