Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Die Diplomatin von morgen

Auswärtiges Amt in Berlin
Diplomaten arbeiten im Auftrag des Auswärtigen Amts, wechseln aber alle vier Jahre ihren Einsatzort, der grundsätzlich überall auf der Welt liegen kann.
Foto: Sonja Trabandt

Vorbereitungsdienst Auswärtiges Amt

Die Diplomatin von morgen

Joelle Maureen Heidemann studiert unter anderem an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Berlin und bereitet sich dort auf ihren Dienst für das Auswärtigen Amt vor.

„Ich wollte ein Studium wählen, dass verschiedene Fachbereiche vereint: Sprachen, Recht, Wirtschaft und mehr. Dadurch bin ich auf den Vorbereitungsdienst für das Auswärtige Amt aufmerksam geworden“, erinnert sich Joelle Maureen Heidemann. Nach dem Abitur verbrachte sie zunächst sechs Monate in Taiwan, um Chinesisch zu lernen. Von dort aus bewarb sie sich online auf das Studium an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung im Fachbereich Auswärtige Angelegenheiten.

Voraussetzung für eine Bewerbung ist das Abitur, die deutsche Staatsangehörigkeit und Kenntnisse in Englisch und Französisch oder einer anderen Fremdsprache. „Ich durchlief nach meiner Rückkehr aus Taiwan einen Test zum Allgemeinwissen, zu rechtlichen Fragen, zum politischen Verständnis und zur interkulturellen Kompetenz und wurde als eine unter 55 Studierenden ausgewählt“, freut sich Joelle Maureen Heidemann noch heute.

Fokus auf Sprachen, Recht und Wirtschaft

Ein Porträt-Foto von Joelle Heidemann

Joelle Heidemann

Foto: privat

Ihr duales Studium begann mit dem Grundstudium an der Akademie des Auswärtigen Amtes in Berlin-Tegel, in dem unter anderem Sprachen, Recht, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre auf dem Stundenplan standen. „Nach sieben Monaten ging es ins fünfmonatige Inlandspraktikum in der Zentrale des Auswärtigen Amtes, wo wir eine der sieben Abteilungen kennengelernt haben. Ich war im Wirtschaftsreferat eingesetzt“, berichtet die 20-Jährige.

Im anschließenden ersten Teil des Hauptstudiums an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Berlin, das die Studentin mittlerweile erreicht hat, liegt der Schwerpunkt ein halbes Jahr lang auf Rechtsthemen – vom Erb- über das Familien- bis zum Wirtschaftsrecht. „Für mein Auslandspraktikum werde ich acht Monate an unsere Auslandsvertretung nach Shanghai gehen, um meine Chinesischkenntnisse weiter zu verbessern“, sagt Joelle Maureen Heidemann. In den letzten neun Monaten werden ein Sprachintensivkurs und der zweite Abschnitt des Hauptstudiums stattfinden, in dem es noch einmal um rechtliche und wirtschaftliche Themen geht. Mit dem Studienabschluss darf sich die Studentin Diplom-Verwaltungswirtin (FH) nennen. „Bereits seit meinem Studienbeginn bin ich Beamtin auf Widerruf“, erklärt Joelle Maureen Heidemann. „Nach bestandener Abschlussprüfung bin ich Beamtin auf Probe, nach weiteren fünf Jahren Beamtin auf Lebenszeit.“

Flexibilität ist das A und O für Diplomaten

Schon jetzt weiß die Studentin, dass sie in ihrem Beruf alle vier Jahre Einsatzort und Aufgaben wechseln wird. „Genau das finde ich so reizvoll am Beruf des Diplomaten“, betont die angehende Verwaltungswirtin – und hat daher einen Tipp für alle, die ebenfalls später beim Auswärtigen Amt arbeiten möchten: „Man sollte sich vorher Gedanken machen, ob man der Typ für ständige Orts- und Aufgabenwechsel ist. Außerdem ist nicht nur die fachliche Kompetenz wichtig, sondern auch kommunikative und soziale Fähigkeiten. Schließlich hat man es als Diplomat mir vielen unterschiedlichen Menschen in den verschiedensten Kulturen zu tun.“

Wo sie nach dem Studium eingesetzt wird, steht derzeit noch offen. Die Liste der möglichen Einsatzorte, auf die sie sich bewerben kann, erhält sie erst ein Jahr vor ihrem Einsatz – auch Krisengebiete könnten darunter sein. „Wir verpflichten uns, grundsätzlich uneingeschränkt weltweit eingesetzt zu werden.“ Dennoch hat sie einen Wunsch: „Gerne würde ich länger in Südostasien arbeiten. Taiwan hat mir einen ersten Einblick in diese Region gegeben, die ich noch näher kennenlernen möchte.“

abi>> 29.01.2018