Du erforschst, was du isst

Gemüse und Obst liegen zur Weiterverarbeitung auf einem weißen Untergrund bereit.
Immer mehr Menschen möchten sich nachhaltig und gesund ernähren. Experten für Nahrung und Lebensmittel sind daher sehr gefragt.
Foto: Martin Rehm

Aus der Forschung auf den Tisch

Du erforschst, was du isst

Huhn aus dem 3-D-Drucker, vegane Wurst oder gentechnisch veränderte Getreidesorten – viele unserer heutigen Lebensmittel sind zumindest teilweise das Ergebnis vielseitiger Forschung. abi>> zeigt dir auf, wie du beruflich in diesem äußerst lebensnahen Feld tätig werden kannst.

Alexander Klein kocht privat gerne, probiert neue Rezepte aus – und interessiert sich zudem sehr für die großindustrielle Verarbeitung von Lebensmitteln. Kein Wunder also, dass sich der 25-Jährige auch beruflich in diese Richtung orientiert: Seit Januar 2018 ist er als Projektmanager in der Produktentwicklung bei der Frosta AG tätig, ein großer deutscher Hersteller von tiefgefrorenen Fertiggerichten.

Ein Porträt-Foto von Alexander Klein

Alexander Klein

Foto: privat

Mit seinen Kollegen entwickelt Alexander Klein neue Speisen – von der ersten Rezeptidee über das Kochen im kleinen Rahmen bis hin zur ersten Produktionsreihe. „In der Produktentwicklung arbeitet man sehr nah am Verbraucher. Man setzt Foodtrends um, die wiederum von sozialen Netzwerken, der Trendgastronomie und den Medien beeinflusst sind, zum Beispiel im Bereich vegetarischer und veganer Ernährung“, erklärt er. Seiner Erfahrung nach ist der Trend rund um Fertiggerichte ungebrochen, denn: „Vielen fehlt die Motivation, die Zeit und das Wissen, selbst zu kochen.“

Nichtsdestotrotz stellen seine Kollegen und er fest: Der Verbraucher ernährt sich immer bewusster, achtet auf Nährwerte und schaut sich die Zutatenliste genau an. „Frosta ist da zum einem durch seine Produkte, zum anderen durch die Firmenphilosophie und dem seit 2003 selbst auferlegten Reinheitsgebot gut positioniert“, findet der 25-Jährige. „So verzichten wir auf Geschmacksverstärker, Aromen, Farbstoffe, Emulgatoren und ähnliches. Beispielsweise kommt bei uns kein Stabilisator in die Sahne, sondern wir lösen das mechanisch durch ein Rührwerk.“ (Von weiteren Ernährungstrends erfährst du in „Das Verbraucherwohl muss im Fokus stehen“

Ausbildung, Studium, Job!

Seinen heutigen Arbeitgeber lernte Alexander Klein während seines Bachelorstudiums in Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelwirtschaft an der Hochschule Bremerhaven kennen. Zunächst arbeitete er dort als Werkstudent, später verfasste er auch seine Bachelorarbeit in Kooperation mit Frosta. Vor dem Studium hatte er bereits eine dreijährige Ausbildung zum Milchtechnologen absolviert. „Ich wollte erst etwas Praktisches machen“, schildert er.

Nun, als Berufseinsteiger, ist Projektmanager Alexander Klein sehr zufrieden mit seinen Aufgaben: „Mein Arbeitsalltag ist interessant und abwechslungsreich. Ich bin an vielen Schnittstellen im Unternehmen tätig, vom Einkauf über die Versuchsküche, dem Marketing und der lebensmittelrechtlichen Abteilung bis zur Produktion – das macht mir viel Freude.“ Ein weiterer Pluspunkt: „Mein Beruf ist zukunftssicher, denn Lebensmittel wird es immer geben“, betont der 25-Jährige.

Forschung nah am Menschen

Ein Porträt-Foto von Professor Dr. Tilman Grune

Prof. Dr. Tilman Grune

Foto: privat

Das sieht Professor Dr. Tilman Grune, wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, ähnlich: „Essen betrifft uns alle“, sagt er. Wissenschaftler im Bereich Lebensmittel und Ernährung haben daher stets im Blick, wofür ihre Arbeit gut ist: die Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen, die bewährt oder innovativ, im besten Falle zudem nachhaltig hergestellt und gesund sind.

Apropos Gesundheit: Ernährung hat viel mit medizinischen Fragen zu tun. „Krankheiten, ihre Ursachen und Zusammenhänge mit unserer Ernährung sind derzeit zentrales Forschungsthema. Welche Bedeutung kommt Vitamin D zu, wenn es um gesundes Altern geht? Und wie genau wirken sich Ernährungsgewohnheiten auf die Entstehung von Adipositas, also krankhaftem Übergewicht, und ihren Komplikationen aus, insbesondere Typ-2-Diabetes?“, fragt der Experte beispielhaft. Auch psychosoziale Effekte rücken zunehmend in den Fokus der Forschung, also warum uns zum Beispiel bestimmte Lebensmittel schmecken, andere dagegen nicht. (Wie sich vegane und vegetarische Ernährung auf Kleinkinder auswirkt, untersucht Doktorandin Stine Weder, siehe „Tofu oder Wurst fürs Kind?“.)

Verschiedene Studienoptionen

Vor dem Schritt in die Forschung rund um Lebensmittel und Ernährung steht ein Studium – hier ist die Auswahl groß. „Wer sich für ein Studium und eine berufliche Laufbahn in diesem Bereich interessiert, sollte sich zunächst fragen: Welche Interessen und Fähigkeiten bringe ich mit? Und wo möchte ich später arbeiten?“, empfiehlt Dr. Kristin Irrgang, Beraterin für akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof.

Naturwissenschaften jedenfalls sind für alle Richtungen wichtig. Technisches Verständnis eignen sich dann insbesondere Studierende der Lebensmitteltechnologie oder der Bioverfahrenstechnologie an, um Produktionsabläufe zu verstehen und zu verbessern. In den Ernährungswissenschaften und der Ökotrophologie spielen betriebswirtschaftliche und soziale Aspekte eine große Rolle, wenn man etwa in einer Verbraucherberatung oder in der Leitung einer Großküche beschäftigt ist.

Lebensmittelchemiker sind am stärksten naturwissenschaftlich ausgerichtet: Sie setzen ihr chemisches, biologisches und mikrobiologisches Fachwissen ein, um zum Beispiel Inhaltsstoffe in der Nahrung oder mögliche Wechselwirkungen mit einem bestimmten Verpackungsmaterial analytisch zu bewerten. Möchten angehende Lebensmittelchemiker in der Lebensmittelüberwachung arbeiten, müssen sie das Staatsexamen abschließen. In diesem Tätigkeitsbereich sind nämlich jede Menge gesetzliche Vorgaben zu beachten. (Wie ein Studium der Lebensmittelchemie ablaufen kann, erfährt du in „Was ist drin in unserem Essen?“.)

Vom Samen bis zum Lebensmittel

„Neben diesen Hauptstudienrichtungen rund um Ernährung und Lebensmittel gibt es eine Vielzahl angrenzender Fächer, die ebenfalls auf eine berufliche Tätigkeit in diesem Bereich vorbereiten“, ergänzt Kristin Irrgang. In den Agrarwissenschaften, der Biotechnologie und dem Schnittstellenstudiengang Agrarbiologie geht es zum Beispiel um das Kreieren ertragreicher und gleichzeitig widerstandsfähiger Nutzpflanzen. (Wie ein Studium der Agrarwissenschaften abläuft, liest du in „Auf dem Weg zum Öko-Landwirt“.)

Auch entstehen immer wieder neue Studiengänge, jüngst etwa der Bachelor „Management in der Biobranche“ an der Technischen Hochschule Nürnberg, der Wirtschaft, Management, Naturwissenschaften und Technik miteinander verknüpft, um Lebensmittel und Kosmetika weiterzuentwickeln.

Promotion ein Muss für die Forschung

Eines muss jungen Menschen klar sein, die in die Forschung möchten, betont Tilman Grune vom Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke: „Es führt kein Weg an einer Promotion vorbei – egal, ob im akademischen Bereich oder in der Industrie. Und das ist auch notwendig, weil wesentliche Ausbildungsaspekte zum wissenschaftlichen Arbeiten erst während der Promotion vermittelt werden.“

Mögliche Arbeitgeber können dann Hochschulen, öffentliche und private Forschungsinstitute sowie Unternehmen der freien Wirtschaft mit eigenen Entwicklungsabteilungen oder Laboren sein.

Mehr Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchworte: z. B. Agrarwissenschaften, Biotechnologie, Lebensmittelchemie etc.)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen. (Suchworte: z. B. Agrarwissenschaften, Biotechnologie, Lebensmittelchemie etc.)
www.studienwahl.de

berufsfeld-info.de

Infoportal der Bundesagentur für Arbeit zu Ausbildung, Studium und Weiterbildung. Informationen zu passenden Studiengängen und -berufen findest du in den Teilberufsfeldern „Lebensmittel und Getränke“ und „Agrar und Forstwirtschaft, Gartenbau“.
www.berufsfeld-info.de/abi

Deutsche Forschungsgemeinschaft

www.dfg.de

Deutsche Gesellschaft für Ernährung

www.dge.de

Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

www.dife.de

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

www.bmel.de

BerufsVerband Oecotrophologie e.V. (VDOE)

www.vdoe.de

Bundesverband der Lebensmittelchemiker/-innen im öffentlichen Dienst

www.lebensmittel.org

Lebensmittelchemische Gesellschaft

www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft.html

Arbeitsgruppe Junge LebensmittelchemikerInnen (AG JLC)

Die AG JLC ist Teil der Lebensmittelchemischen Gesellschaft (LChG), einer Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Sie vertritt die Studierenden und Promovierenden im Fach Lebensmittelchemie an den deutschen Hochschulen und die Lebensmittelchemikerinnen und Lebensmittelchemiker im praktischen Jahr sowie in den ersten Berufsjahren.

www.ag-jlc.de/das-studium-der-lebensmittelchemie

 

Aus der Forschung auf den Tisch – Interview

„Das Verbraucherwohl muss im Fokus stehen“

Mit Ernährungstrends und gesundem Essen setzt sich Ernährungswissenschaftlerin Dr. Christina Holzapfel auseinander. Sie leitet als Mitarbeiterin am Institut für Ernährungsmedizin des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München die dortige Nachwuchsgruppe „Personalisierte Ernährung & eHealth“. abi» hat mit ihr über ihre Forschungsthemen gesprochen.

abi>> Frau Holzapfel, welche Ernährungstrends lassen sich aktuell in Deutschland beobachten – und was steckt dahinter?

Christina Holzapfel: Ein schon länger anhaltender und auch in Zukunft relevanter Trend ist, dass viel mehr außer Haus gegessen wird. Außerdem kocht der Verbraucher seltener selbst, sondern greift öfters zu Convenience Produkten, also zu Fertigpizza und Kartoffelsalat aus dem Kühlregal. Dadurch nimmt er in der Regel eher energie-, also kalorienreiche Nahrung zu sich, die sehr zucker- und salzhaltig ist. Auf der anderen Seite gibt es die gegenläufige Orientierung zu mehr Regionalität und Saisonalität. Vegane Ernährung ist ebenfalls in. Die Zahl derer, die sich tatsächlich komplett vegan ernähren, ist aber sehr klein: Laut VEBU, der Interessenvertretung für vegan und vegetarisch lebende Menschen in Deutschland, ernähren sich 1,3 Millionen Menschen hierzulande rein pflanzlich, also rund 1,6 Prozent der Bevölkerung. Und dann gibt es noch den „Frei-von-Trend“, also nur noch Lebensmittel zu konsumieren, die beispielsweise frei von Gluten, Laktose oder Fruktose sind. Hier muss man aber feststellen, dass das Ausmaß des Trends nicht der Zahl der Menschen mit tatsächlichen Unverträglichkeiten entspricht.

Grundsätzlich kann man sagen, dass unterschiedliche Ernährungstrends, gerade wenn es um das Abnehmen geht, sich immer wieder wellenartig verbreiten – mal wird ganz auf Kohlenhydrate verzichtet und dann wieder auf Zucker oder Fett.

abi>> Was ist aus Ihrer Sicht gesunde Ernährung?

Ein Porträt-Foto von Christina Holzapfel

Christina Holzapfel

Foto: privat

Christina Holzapfel: Eine gesunde Ernährung soll den Nährstoffbedarf abdecken und ausgewogen sein. Man kann sich da gut an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren. Sie rät für die deutsche gesunde Allgemeinbevölkerung zu einer Ernährung, die zu 55 Prozent aus Kohlenhydraten, zu 30 Prozent aus Fett und 15 Prozent aus Eiweiß besteht. Sie hat dazu zehn Regeln aufgestellt, die zuletzt 2017 überarbeitet wurden, und auf der Seite www.dge.de  nachzulesen sind.

abi>> Welchen Beitrag leistet die Forschung für gesunde und nachhaltige Lebensmittel, heute und in naher Zukunft?

Christina Holzapfel: Da gibt es natürlich eine ganze Reihe von Forschungsarbeiten. Unter anderem werden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung vier Kompetenzcluster der Ernährungsforschung gefördert. In einem dieser Cluster geht es etwa darum, wie man Leberkäse, Fertigpizza oder Burgerbrötchen durch die Anreicherung von Ballaststoffen gesünder machen kann. (Mehr Infos dazu unter www.enable-cluster.de). Interessant ist auch ein Forschungsprojekt, bei dem es darum geht, Lebensmittel mit 3-D-Druckern auszudrucken. Dafür werden etwa Erbsen oder Hähnchen püriert und dann wieder in ihrer ursprünglichen Form ausgedruckt. Angewendet könnte das dann für Senioren werden, die nur noch breiartige Nahrung zu sich nehmen können, aber dennoch optisch ansprechende Gerichte bekommen sollen.

abi>> Forschung rund um Nahrungsmittel ist aber nicht unumstritten – Skandale wie jene um das chlorhaltige und giftige Dioxin in Lebensmitteln oder das Pflanzenschutzmittel Fipronil in Eiern verunsichern immer wieder die Verbraucher. Wie ist es aus Ihrer Sicht um das Verbraucherwohl in Deutschland bestellt?

Christina Holzapfel: Man muss das etwas relativieren, da solche Meldungen meist von den Medien hochgekocht werden. Unterm Strich kann man sagen, dass durch Sicherheits-, Qualitäts- und Hygienekontrollen Lebensmittel in Deutschland so sicher sind wie noch nie. Andererseits muss das Verbraucherwohl noch mehr in den Fokus gerückt werden, wenn es zum Beispiel um eine für den Verbraucher verständliche Beschriftung der Verpackungen geht, um eine Ampelkennzeichnung für gesunde und weniger gesunde Lebensmittel oder die Einführung einer Zuckersteuer. Dafür sind aber politische Weichenstellungen nötig. Als Verbraucher sollte man zudem achtgeben, wer sich zum Thema Ernährung äußert. Über Essen und Trinken weiß jeder etwas, aber man muss sich fragen: Hat er auch die entsprechende Ausbildung, um sich kompetent dazu zu äußern?

abi>> Welche Maßstäbe und Regeln sollte man in diesem Zusammenhang beherzigen als jemand, der in diesem Bereich beruflich tätig sein möchte?

Christina Holzapfel: Wichtig ist seriöses, sachlich korrektes Handeln. Dabei ist die Orientierung an wissenschaftlich fundierten Leitlinien nötig, ohne sich von kommerziellen Gesichtspunkten leiten zu lassen oder von dem, was gerade Trend ist. Entscheidend ist aber auch, von wem sich die Politik beraten lässt – sind es Mediziner und andere Wissenschaftler oder doch eher Interessensvertreter und Lobbyisten? Auf keinen Fall sollte das Wohl der Verbraucher auf der Strecke bleiben.

Mehr Infos

Institut für Ernährungsmedizin Klinikum rechts der Isar TU München
www.mri.tum.de/ernaehrungsmedizin

 

Aus der Forschung auf den Tisch – Übersicht

An Lebensmitteln forschen

Rund um Ernährung und Lebensmittel gibt es eine Vielzahl an Studiengängen und zahlreiche Spezialisierungsmöglichkeiten, die sich aus wissenschaftlicher Perspektive mit diesem Themenkomplex beschäftigen. abi» stellt einige solcher Fachrichtungen und Studiengänge vor.

Agrarwissenschaften

Studieninhalte: Studierende und Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Produktion von menschlicher und tierischer Nahrung sowie von nachwachsenden Rohstoffen. Es geht um die Pflege und Nutzung des Bodens durch Pflanzenbau und Nahrung, zudem um die Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, etwa im Weinbau oder im Molkereiwesen. Gelehrt werden im Studium unter anderem Botanik, Zoologie, Chemie, Physik, Agrarmeteorologie, Mathematik und Statistik, landwirtschaftliche Betriebslehre sowie Agrartechnik

Mögliche Tätigkeitsfelder: in Versuchs-, Züchtungs- und Forschungsunternehmen, beratend bei Berufsverbänden, in Behörden und in der Betriebsleitung landwirtschaftlicher Betriebe

Mehr zum grundständigen Studium „Agrarwissenschaften“ auf BERUFENET>>

Ernährungswissenschaft/Ökotrophologie

Studieninhalte: Hier werden Inhalte aus der Biochemie, der Medizin und den Wirtschaftswissenschaften kombiniert. Grundsätzlich geht es um die menschliche Ernährung und Gesundheit. In Vertiefungsrichtungen wie Ökotrophologie werden neben naturwissenschaftlichen auch ökonomische und soziologische Aspekte behandelt.

Mögliche Tätigkeitsfelder: in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, in der Forschung, der Pharmaindustrie und der Ernährungs- und Verbraucherberatung, im Marketing oder in der Ernährungs- und Versorgungswirtschaft (Großküchen, Krankenhäusern oder Kureinrichtungen etc.)

Mehr zum grundständigen Studium „Ernährungswissenschaft/Ökotrophologie“ auf BERUFENET>>

Lebensmittel- und Brauerei-/Getränketechnologie

Studieninhalte: In diesem Fachbereich spielen neben Biologie und Chemie die Produktionsverfahren eine wichtige Rolle. Es geht um die Herstellung, Verarbeitung und Lagerung verschiedenartiger Lebensmittel und deren Analyse, Qualitätssicherung und -kontrolle. Des Weiteren lernen Studierende, wie sie Verfahren und Erzeugnisse auf naturwissenschaftlicher und ingenieurwissenschaftlicher Ebene verbessern können.

Mögliche Tätigkeitsfelder: im Maschinen- und Anlagenbau für die Lebensmittel- und Getränkebranche, in der Produkt- und Verfahrensentwicklung, in der Qualitätskontrolle und im Umweltschutz, in Ämtern oder privaten und staatlichen Forschungs- und Bildungseinrichtungen und Prüflaboren

Mehr zum grundständigen Studium „Lebensmitteltechnologie“ oder „Brauerei-/Getränketechnologie“ auf BERUFENET>>

Lebensmittelchemie

Studieninhalte: Lebensmittelchemie ist ein Spezialgebiet der Chemie und beschäftigt sich mit den Eigenschaften, der Zusammensetzung und der Verarbeitung von Lebensmitteln. Das Erlernen vorwiegend chemisch-analytischer Methoden, aber auch von biochemischen und mikrobiologischen Verfahren steht im Mittelpunkt des Studiums. Zudem werden physiologische und lebensmitteltechnologische Grundlagen vermittelt. Lebensmittelchemie kann man auf Bachelor und Master studieren, um dann bei Interesse das Staatsexamen abzulegen, oder direkt einen auf das Staatsexamen ausgelegten Studiengang wählen.

Mögliche Tätigkeitsfelder: in der Lebensmittel-, Getränke- und Kosmetikindustrie etwa in der Produktentwicklung oder der Qualitätskontrolle, in Handelslaboren oder in der Lebensmittelforschung; In der amtlichen Lebensmittelüberwachung ist das Staatsexamen Pflicht.

Mehr zum Bachelorstudium „Lebensmittelchemie“ bzw. zum Studium „Lebensmittelchemie“ auf Staatsexamen auf BERUFENET>>

 

Landwirtschaft

Auf dem Weg zum Öko-Landwirt

Wie gelingt nachhaltige Landwirtschaft? Das erfährt Lukas Hammer (25) im Bachelorstudiengang Landwirtschaft an der Hochschule (HS) Weihenstephan-Triesdorf. Sein Ziel ist es, später einen eigenen Betrieb zu leiten.

Das Wachsen und Gedeihen auf Feldern und Wiesen, der Umgang mit Tieren – all das fasziniert mich sehr. Außerdem wollte ich gerne was mit Naturwissenschaften machen“, erzählt Lukas Hammer. Daher fiel seine Wahl auf den Bachelorstudiengang „Landwirtschaft“ an der HS Weihenstephan-Triesdorf. Der 25-Jährige ist mittlerweile im siebten und letzten Semester dieses Studiengangs.

„Für Weihenstephan habe ich mich unter anderem deshalb entschieden, weil dort der Schwerpunkt ökologische Landwirtschaft angeboten wird – das hat mich besonders interessiert. Nachhaltigkeit, ganzheitliche Ansätze, Regionalität sowie das Augenmerk auf die Wertschöpfungskette und die Transparenz für den Verbraucher sind zukunftsträchtig“, findet er.

Naturwissenschaft, Technik und Wirtschaft

Ein Porträt-Foto von Lukas Hammer

Lukas Hammer

Foto: privat

Lukas Hammer hat nicht von Haus aus Bezug zur Landwirtschaft. Nach der Mittleren Reife absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann und holte dann die fachgebundene Hochschulreife an einer Berufsoberschule nach. Nach dem Abschluss arbeitete er einige Monate als Bankkaufmann, ehe er dann zum Wintersemester 2015/16 am Campus in Weihenstephan das Studium aufnahm.

In den ersten Semestern lernte er dort zunächst die naturwissenschaftlichen, technischen und ökonomischen Grundlagen der Landwirtschaft kennen. „Themen wie Bodenkultur, Nährstoffmanagement, Tierernährung, -haltung und -zucht kommen in den höheren Semestern hinzu. Aber auch Unternehmensplanung und Investitionsrechnung gehören dazu – wir werden damit auf die Verwaltungsaufgaben vorbereitet, die uns später zum Beispiel als Betriebsleiter in einem landwirtschaftlichen Betrieb erwarten“, erklärt Lukas Hammer.

Seinen Schwerpunkt legte er nach dem zweiten Semester fest. „In meiner Vertiefungsrichtung erfahre ich mehr über die Ziele des Ökolandbaus und darüber, wie ich diese in der Praxis umsetzen kann. Es geht etwa um Ressourcenschutz, die Züchtungsforschung bei Nutzpflanzen, aber auch um Verbraucheraufklärung“, beschreibt er – eben alles rund um das Thema, wie Nahrungsmittel angebaut werden, ohne dass die Natur zu stark belastet wird.

Jede Menge Praxis

Fester Bestandteil des Landwirtschaftsstudiums an der HS Weihenstephan-Triesdorf ist ein praktisches Semester. Lukas Hammer war dafür bei den Herrmannsdorfer Landwerkstätten im oberbayerischen Glonn. Das ökologische Unternehmen betreibt Ackerbau und Viehzucht, stellt Lebensmittel her und vermarktet sie selbst. „Grundsätzlich ist unser Studium durch Exkursionen und Vorträge von externen Fachleuten ohnehin sehr praxisnah“, findet Lukas Hammer.

Apropos Praxis: Zulassungsvoraussetzung fürs Bachelorstudium Landwirtschaft ist ein sechswöchiges Vorpraktikum in einem anerkannten landwirtschaftlichen Ausbildungsbetrieb. Der 25-Jährige hat dies in einem Biolandbetrieb absolviert: „Dort gibt es Kühe, Hühner, Schweine, Bienen, eine Hofkäserei. Sie bieten Catering an und vermarkten alle Produkte regional.“

Mittlerweile ist der Student sogar Mitgesellschafter der dortigen Hofgemeinschaft und arbeitet neben dem Studium mit. „Der Betreiber hat keinen Hofnachfolger gefunden und sprach mich an, ob ich mir das vorstellen könnte – da habe ich sofort zugesagt.“ Ein Modell, das auch für andere Landwirtschaftsstudierende ohne elterlichen Hof Zukunft haben könnte, findet Lukas Hammer. „Aber das Studium eröffnet auch andere Einsatzmöglichkeiten“, sagt er. Dazu zählen Tätigkeiten im Agrarhandel, in Zuchtbetrieben, im Versuchswesen, bei Erzeuger- und Maschinenringen, bei Genossenschaften, bei Berufs- und Beratungsverbänden, im Agrarjournalismus und vielen anderen Bereichen im In- und Ausland.

Nach dem Master in den eigenen Betrieb

„Wer sich für ein Landwirtschaftsstudium entscheidet, der sollte sich vor allem für die Natur interessieren, aber auch für Wirtschaft“, meint Lukas Hammer. „Außerdem hilfreich ist eine gewisse Technikaffinität, denn um Maschinen kommt man in der Landwirtschaft nicht herum.“

Wie es für ihn selbst nach dem Bachelorabschluss weitergehen soll, weiß er bereits: „Ich werde noch das dreisemestrige Masterstudium Agrarmanagement – ebenfalls hier in Weihenstephan und wieder mit dem ökologischen Schwerpunkt – anschließen. Danach geht es ans Umsetzen in die Praxis im eigenen Betrieb“, blickt der 25-Jährige in seine berufliche Zukunft.

 

Lebensmittelchemie

Was ist drin in unserem Essen?

Der Beruf des Lebensmittelchemikers ist staatlich geschützt – nur mit einem Staatsexamen dürfen Absolventen entsprechend tätig sein. Johannes Hermann (21) bereitet sich im Staatsexamensstudiengang „Lebensmittelchemie“ an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in Nürnberg-Erlangen auf die dreiteilige Prüfung vor.

Was ist der Reiz am Studienfach Lebensmittelchemie? Darauf hat Johannes Hermann eine klare Antwort: „Wir lernen nicht nur blanke Theorie, sondern haben immer einen klaren Anwendungsbezug vor Augen – das hat mich von Anfang an an der Lebensmittelchemie begeistert.“ Der 21-Jährige studiert derzeit im siebten von neun Semestern Lebensmittelchemie an der FAU in Erlangen.

Da Chemie zu seinen Lieblingsfächern zählte und er sich an Studieninformationstagen zu entsprechenden Angeboten schlaugemacht hatte, fiel seine Studienwahl nach dem Abitur auf Lebensmittelchemie. „Ich halte es für das interessanteste und vielfältigste Fach innerhalb der Chemie“, sagt Johannes Hermann. Die Studiengänge der Lebensmittelchemie, egal ob Staatsexamen oder Bachelor und Master, sind an fast allen Hochschulen zulassungsbeschränkt. „Aufgrund meiner Abiturnote von 1,2 war ich mir aber ziemlich sicher, dass ich eine Zusage bekommen werde“, sagt er – und behielt damit recht.

Fachwissen im Labor anwenden

Ein Porträt-Foto von Johannes Hermann

Johannes Hermann

Foto: privat

In Erlangen studieren die Lebensmittelchemiker in den ersten vier Semestern gemeinsam mit den Pharmazeuten. Schwerpunkte des Grundstudiums sind daher für beide Studienrichtungen Chemie, Biochemie, physikalische sowie anorganische und organische Chemie. Danach absolvierte Johannes Hermann den ersten von drei Prüfungsabschnitten des Staatsexamens. „Ab dem fünften Semester geht es in die fachspezifische Ausbildung. Wir lernen die wichtigsten Gruppen von Lebensmittelinhaltstoffen wie Kohlehydrate, Proteine und Co. kennen. Hinzu kommen Vorlesungen zur Lebensmitteltechnologie, zur Mikrobiologie, zum Qualitätsmanagement und zum Lebensmittelrecht“, erklärt er.

Während des gesamten Studiums, insbesondere ab dem Hauptstudium, arbeiten die angehenden Lebensmittelchemiker häufig im Labor. Sie erfahren dort, welche Analytikmethoden und Laborgeräte es gibt und wie diese eingesetzt werden. „An dieser Arbeit sollte man Spaß und Interesse haben, sonst nützt einem das ganze theoretische Wissen nicht“, findet Johannes Hermann und ergänzt: „Geduld und Genauigkeit sind dafür wichtige Fähigkeiten.“

Zudem stehen in der vorlesungsfreien Zeit fest vorgeschriebene Praktika auf der Agenda. „Eines absolvierte ich an der Hochschule Fulda im Bereich Mikrobiologie. Ein anderes Praktikum ist die sogenannte ‚Milchwoche‘ in Triesdorf am Bayerischen Zentrum für Milchanalytik – dort lernen wir, wie Milch und Milchprodukte hergestellt werden und was in Sachen Analyse beachtet werden muss“, erklärt er. Darüber hinaus bietet die FAU Exkursionen zu Industriebetrieben an, in denen der 21-Jährige und seine Kommilitonen erleben können, wie die Lebensmittelherstellung und -überwachung in der Praxis erfolgt.

Dreistufiges Staatsexamen

2019 möchte Johannes Hermann die Prüfungen für das zweite Staatsexamen ablegen und damit sein Studium abschließen: „Relevant dafür sind im Wesentlichen vier Kolloquien nach dem achten Semester, also mündliche Prüfungen, sowie die Note der wissenschaftlichen Abschlussarbeit, die man danach innerhalb eines halben Jahres schreiben muss.“

Nach seinem Abschluss möchte er die einjährige, berufspraktische Ausbildung zum staatlich geprüften Lebensmittelchemiker anschließen – der dritte Abschnitt des Staatsexamens. „In der berufspraktischen Ausbildung muss ich eine wissenschaftliche Projektarbeit verfassen sowie Hospitanzen bei Lebensmittelüberwachungsstellen ableisten. Ich werde in dieser Zeit viel über Lebensmittelrecht und Qualitätssicherung lernen. Am Ende stehen die schriftlichen und mündlichen Prüfungen für das dritte Staatsexamen an“, beschreibt Johannes Hermann den Ablauf.

Promotion oder ab in den Beruf

Wie es danach für ihn beruflich weitergehen wird, weiß er noch nicht genau. „Entweder ich promoviere oder suche mir direkt einen Job. Die beruflichen Möglichkeiten und Aussichten für uns Lebensmittelchemiker sind sehr vielfältig und gut“, ist sich Johannes Hermann sicher und ergänzt: „Stellen gibt es in der Lebensmittel-, Getränke- oder Kosmetikindustrie, in der Produktentwicklung und Qualitätskontrolle, in der amtlichen Lebensmittelüberwachung, in Handelslaboren und in der Lebensmittelforschung. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass Qualitätssicherung und -überwachung etwas für mich wären – aber vielleicht ändere ich meine Meinung noch.“

 

Promotion zu vegetarischer/veganer Ernährung

Tofu oder Wurst fürs Kind?

Vegetarische und vegane Kost liegen voll im Trend. Doch ob auch Kleinkinder so ernährt werden können und trotzdem alle wichtigen Nährstoffe erhalten, erforscht Stine Weder (29) in ihrer Dissertation. Sie ist seit 2015 Doktorandin im Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Ihre Dissertation schreibt Stine Weder im Rahmen der sogenannten Vechi-Studie (www.vechi-studie.de). In dieser wird untersucht, was vegetarisch, vegan und mit Mischkost ernährte Kleinkinder in Deutschland essen und wie ihre Energie-, Nährstoff- und Lebensmittelzufuhr zu bewerten ist.

„Mir ist das Thema der Arbeit wichtiger als der Doktortitel. Das ist meine Hauptmotivation. Seit ich während des Studiums beim Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) ein Praktikum gemacht und später als wissenschaftliche Hilfskraft dort gearbeitet habe, beschäftigt mich das Thema vegane-vegetarische Ernährung bei Kleinkindern“, erzählt die junge Wissenschaftlerin. Das IFANE befasst sich mit den Themen Vegetarismus, alternative Ernährungsformen und nachhaltige Ernährung aus ernährungswissenschaftlicher sowie ernährungsökologischer Sicht und ist Partner der Vechi-Studie. Ebenfalls Partner ist die Fachhochschule des Mittelstands, an der Stine Weders 50-Prozent-Stelle als Doktorandin angesiedelt ist. Finanziert wird diese von der Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz.

Wissen aus dem Studium anwenden

Ein Porträt-Foto von Stine Weder

Stine Weder

Foto: privat

Vor der Promotion hatte die 29-Jährige an der Justus-Liebig-Universität Gießen im Bachelor Ökotrophologie und im Master Ernährungswissenschaften studiert. „In der Ökotrophologie werden Naturwissenschaften in Bezug auf die Ernährung, aber auch betriebs- und volkswirtschaftliche Aspekte gelehrt. Es geht um die Ernährung der Menschen, um Nährstoffe, wie sie im Körper aufgenommen werden, welche Folgen Mangel oder Überdosierung haben, um ernährungsbedingte Krankheiten und vieles mehr“, erzählt sie.

Um die Nährstoffzufuhr drehen sich auch ihre Dissertation und die Studie: „Wir haben über 400 Teilnehmer untersucht, um zu klären: Was essen Kinder in Deutschland? Wie steht es um die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen? Und wie unterscheiden sich dabei vegetarisch, vegan oder mit Mischkost – also auch mit Fleisch – ernährte Kinder im Alter von ein bis drei Jahren?“ Ziel der Studie ist es, Eltern Hinweise zu geben, wo Probleme aufkommen und welche Nährstoffe ihren Kindern bei einer vegetarischen oder veganen Ernährung fehlen können.

Konzept, Kandidaten, Kommunikation

Stine Weder hat die Studie von Anfang mitkonzipiert und durchgeführt. Vor Beginn musste sie zunächst einen Antrag bei einer Ethikkommission stellen, die insbesondere bei Studien über Minderjährige prüft, ob die geplanten Untersuchungen ethisch unbedenklich sind. „Über eine Fallzahlbestimmung – ein statistisches Verfahren – haben wir anschließend ermittelt, wie viele Studienteilnehmer wir benötigen, um zu aussagekräftigen und belastbaren Ergebnissen zu kommen. Das muss man wissen, wenn man in der Forschung arbeiten möchte: Man darf keine Scheu vor Mathematik und Statistik haben, denn beides gehört zwingend dazu“, betont die Doktorandin.

Über Aufrufe auf einschlägigen Websites, in sozialen Medien und Newslettern suchten Stine Weder und ihre Kollegen nach passenden Teilnehmern. Ausgerechnet bei der größten Gruppe, der der Mischkostler, bereitete es Probleme, Kandidaten aufzutreiben – sie waren schwerer zu finden und zu motivieren. Dann aber, ein halbes Jahr später als geplant, konnte die Datenerfassung beginnen. „Ich habe per E-Mail mit den Eltern kommuniziert, Fragebögen entwickelt, Studienmaterial entworfen sowie Flyer und Poster für Vorträge und Auftritte bei Messen und Veranstaltungen gestaltet“, beschreibt sie einige ihrer Aufgaben.

Für die Studie haben die teilnehmenden Familien über drei Tage alle Lebensmittel, Getränke und Nahrungsergänzungsmittel, die das Kind gegessen und getrunken hat, gewogen und protokolliert. Außerdem wurden Körpergröße und -gewicht sowie soziodemografische Merkmale und Daten zur Gesundheit abgefragt. „Das lief alles online ab“, erzählt sie.

Nach der Promotion weiter forschen

Nach eineinhalb Jahren ist die Datenerfassung nun abgeschlossen. „Jetzt geht es an die weitere Datenauswertung, die Qualitätssicherung und das Veröffentlichen der Ergebnisse“, beschreibt Stine Weder, was in den nächsten Monaten auf sie zukommt.

Wie viele Naturwissenschaftler verfasst auch die 29-Jährige eine kumulative Dissertation: Hierbei wird nicht eine große Arbeit geschrieben, sondern der Doktorand reicht eine Anzahl von inhaltlich zusammengehörigen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften als Erst-Autor ein. Ende 2019 will sie ihre Promotion abgeschlossen haben. „Danach würde ich gerne weiter in dem Bereich arbeiten, doch Stellen in der Forschung sind dünn gesät. Dennoch hoffe ich, eine passende Postdocstelle zu bekommen“, sagt sie.

Mehr Infos

Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE)
www.ifane.org

 

Vechi-Studie
Studien über vegetarisch, vegan oder mit Mischkost ernährten Kindern und Jugendlichen in Deutschland
www.vechi-studie.de
www.vechi-youth-studie.de


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Stand: 19.08.2019