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Faszination Medien

Man sieht ein Regal voller Zeitschriften.
Zeitschriften, Zeitungen oder Filme: Die Medienbranche ist umfangreich, ebenso wie die Zugangsmöglichkeiten.
Foto: Tilman Weishart

Fuß fassen in Journalismus und PR

Faszination Medien

Für eine renommierte Tageszeitung schreiben, Nachrichten online stellen, Neuigkeiten via Pressemitteilung und Twitter verbreiten: Wer in Journalismus oder Öffentlichkeitsarbeit Fuß fassen möchte, hat verschiedene Zugangsmöglichkeiten: Studium, Volontariat und Ausbildung an einer Journalistenschule. abi» klärt auf.

Videos produzieren, Dreharbeiten von Fernsehteams organisieren, das Video Center auf der Homepage und den firmeneigenen YouTube-Kanal betreuen – wo man das alles lernt? Bei einem PR-Volontariat bei der Bayer AG in Leverkusen. Der international agierende Pharma- und Chemiekonzern bietet in seiner Kommunikationsabteilung Volontariate mit diversen Schwerpunkten an – zum Beispiel Social Media oder interne Kommunikation. Anabell Hartmann, die einen Bachelor in Kommunikations- und Medienwissenschaft und einen Master in Interdisziplinärer Medienwissenschaft vorzuweisen hat, ist im Bereich audiovisuelle Medien eingestiegen. „Meine journalistische Leidenschaft, der Spaß an naturwissenschaftlichen Themen sowie mein technisches Verständnis, das ich mir zuvor durch freie Mitarbeit bei Radio und TV angeeignet habe, lassen sich hier perfekt verbinden“, erzählt die 28-Jährige begeistert.

Ein Porträt-Foto von Anabell Hartmann

Anabell Hartmann

Foto: Markus Brandl

Ihr zweijähriges, vergütetes Volontariat startete mit einem dreimonatigen Rundlauf durch alle Bereiche der Kommunikation. Regelmäßige Fortbildungen, ein mehrwöchiges externes Praktikum sowie die Möglichkeit, eine Zusatzqualifikation als PR-Beraterin zu erwerben, sind ebenfalls Inhalte des Volontariats. Anabell Hartmanns Ausbildung endet im Februar 2016. Und dann? „Die Arbeit bei Bayer ist so breit gefächert und abwechslungsreich, dass ich natürlich hoffe, übernommen zu werden“, sagt sie.

Studium als Voraussetzung

Anabell Hartmanns Weg – Studium plus Volontariat – gehen die meisten, die in Public Relations (PR) beziehungsweise Öffentlichkeitsarbeit oder Journalismus Fuß fassen wollen. Dem Deutschen Journalisten-Verband zufolge absolvieren gut 80 Prozent der Berufsanfänger ein Volontariat bei Presse, Rundfunk, Online-Redaktionen oder Agenturen. Daneben zählt die Ausbildung an Journalistenschulen als klassischer Einstieg. „Für ein Volontariat oder auch den Besuch einer Journalistenschule ist ein erfolgreicher Studienabschluss in der Regel Pflicht“, schildert Andreas Schüler, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Kiel.

Dabei muss es nicht zwangsläufig ein Studium der Journalistik oder Kommunikationswissenschaft sein. Vor allem geisteswissenschaftliche Studiengänge wie beispielsweise Politikwissenschaft, Germanistik oder Geschichte bieten sich an, da man sich nicht nur fachspezifisches Wissen aneignet, sondern auch an den Journalismus angelehnte Fähigkeiten erlernt, wie Recherchieren und Texte schreiben. Absolventen nicht-journalistischer Studiengänge sind im journalistischen Betrieb sogar in der Überzahl. Darunter sind auch Absolventen etwa technischer oder naturwissenschaftlicher Fächer zu finden, die als Experten mit journalistischem Know-how häufig in Fachredaktionen gefragt sind (siehe die Reportage „Mit Spezialwissen die Nase vorn“). Wer später in die Unternehmenskommunikation will, kann auch ein BWL-Studium in Betracht ziehen.

Learning by doing

„Wichtiger als die Studienrichtung ist das Sammeln praktischer Erfahrungen während der Ausbildung, etwa durch ein Praktikum in einer PR-Agentur oder als freier Mitarbeiter bei einer Zeitung“, betont Andreas Schüler. Ein Master mit einer Spezialisierung in Journalismus und PR sei eine Option, mit viel Praxis im Gepäck für den Berufseinstieg jedoch nicht unbedingt nötig. (Lies auch die Reportage „Eine Reise durch die Massenmedien“).

Wer schon konkretere Vorstellungen vom späteren Tätigkeitsfeld hat, für den kommt vielleicht ein spezifischeres Studium in Musik-, Sport- oder Technikjournalismus oder für den Bereich PR in Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation infrage.

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abi>> 08.06.2015

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