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Diverse Tageszeitungen stehen in einem Regal.
Der Umbruch der Medienbrache, weg von den Print-Medien hin zu mehr Online-Medien, macht sich beim Arbeitsmarkt bemerkbar.
Foto: Martin Rehm

Harte Auswahl für Journalistenschule und Volontariat

Für alle Studiengänge gelten je nach Hochschule andere Zulassungsvoraussetzungen und Anforderungen. Besonders hart ist das Auswahlverfahren an den 23 deutschen Journalistenschulen, die teils kostenpflichtig sind. Das Interesse ist hoch, die Kapazitäten sind begrenzt: Um die wenigen hundert Plätze bewerben sich jährlich mehrere tausend junge Leute. Meist findet eine Vorauswahl anhand von Arbeitsproben und Lebensläufen statt; persönliche Gespräche und Tests vor Ort folgen (siehe die Reportage „Hartes Casting, super Ausbildung“).

Auch bei den Volontariaten können die Anbieter in der Regel aus einer Überzahl an Bewerbern auswählen. Die Auswahlverfahren unterscheiden sich auch hier: Größere Verlage nutzen Tests, um geeignete Kandidaten zu ermitteln, andere setzen auf Bewerbungsunterlagen inklusive Arbeitsproben und Vorstellungsgespräch. Volontariate sind gesetzlich nicht genau geregelt, werden in der Regel vergütet und dauern meist zwischen eineinhalb und zwei Jahren. Die Ausbildung setzt sich aus Mitarbeit in der Redaktion oder Agentur und außerbetrieblichen Seminaren zusammen. Nach erfolgreichem Abschluss darf man sich Redakteur beziehungsweise Redakteurin nennen.

Ein Hinweis vom Berufsberater: „Um im PR-Bereich einzusteigen, sind journalistische Erfahrungen sehr nützlich, da man dann weiß, wie die Medien ticken und somit PR-Informationen zielorientierter vermittelt werden können. Daher ist der Wechsel für Journalisten in die PR-Branche einfacher als umgekehrt.“ (Lies auch das Interview mit Thomas Lüdeke von der Deutschen Public Relations Gesellschaft „Interesse an digitalen Medien mitbringen“)

Branche im Umbruch

Laut Statistik waren im Jahr 2013 rund 201.000 Personen als Redakteure, Journalisten und Öffentlichkeitsarbeiter tätig – rund ein Drittel davon selbstständig. Der Arbeitsmarkt für diese Berufsgruppen hat sich zuletzt „nicht ganz so positiv entwickelt“, sagt Susanne Lindner vom Team Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit. Erwerbstätigkeit und Nachfrage seien leicht zurückgegangen, die Arbeitslosigkeit habe zugenommen: „Möglicherweise macht sich hier nun doch der Umbruch in der Medienwirtschaft, weg von den Print-Medien hin zu mehr Online-Publikationen, bemerkbar“, vermutet Susanne Lindner.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchwort z.B. Journalismus, Public Relations).
www.berufenet.arbeitsagentur.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du insbesondere nach schulischen Ausbildungen recherchieren.
www.kursnet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Bundesländer in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen.
www.studienwahl.de

Hochschulkompass

Informationen über deutsche Hochschulen, derern Studienangebote, Ansprechpartner und internationale Kooperationen.
www.hochschulkompass.de

Medien-studieren.net

www.medien-studieren.net

Verein Medienstudierende

www.medienstudierende.eu

Deutscher Journalisten-Verband (DJV)

www.djv.de

Deutscher Fachjournalisten-Verband (DFJV)

www.dfjv.de

Berufsziel PR

www.berufsziel-pr.de

Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG)

www.dprg.de

Gesellschaft für Public Relations Agenturen (GPRA)

www.gpra.de

Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP)

www.bdp-net.de

Buchtipps

Wege in den Traumberuf Journalismus. Deutschlands Top-Journalisten verraten ihre Erfolgsgeheimnisse

von Jan Philipp Burgard und Moritz-Marco Schröder
Solibro Verlag 2012, 288 Seiten, 16,95 Euro
www.solibro.de/journalismus

Berufsziel PR

von Beerheide, Fasel, Rippler, Westermann, Woischwill
UVK Verlagsgesellschaft 2012, 182 Seiten, 19,99 Euro
www.uvk.de/buecher

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abi>> 08.06.2015