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Auf dem Weg zum Masterstudium

Mann klettert an einem Klettergerät hinauf.
Schritt für Schritt zum Ziel: Ein Masterstudium sollte gut geplant sein, um den Sprung ins Berufsleben zu erleichtern.
Foto: Martin Rehm

Master – ja oder nein? Checkliste

Auf dem Weg zum Masterstudium

Wer einen Masterstudiengang aufnehmen möchte, muss einiges beachten. Annegret Worm, Studienberaterin an der Universität Leipzig, gibt Tipps zum Klären der wichtigsten Fragen.

Master – ja oder nein?

Diese grundsätzliche Entscheidung will gut überlegt sein. Mehrere Fragen können dabei eine Rolle spielen: Kann ich mir vorstellen, weitere Zeit in Hörsälen zu verbringen? Macht es mir Spaß, wissenschaftlich zu arbeiten und mich mit Themen in meinem oder einem anderen Fach zu beschäftigen? Oder möchte ich gern mein Wissen in die Praxis umsetzen und Geld verdienen? Studienberaterin Annegret Worm rät außerdem, sich zu fragen, „wo die eigenen beruflichen Ziele liegen und welchen Abschluss man dafür braucht. Bestimmte Fach- und Führungspositionen erfordern einen Masterabschluss, für eine Promotion ist er Voraussetzung und in vielen Branchen erhöht der Master die Chancen auf die persönliche Wunschstelle.“

Welcher Master soll es sein?

Hat man sich für die Fortsetzung des Studiums entschieden, stehen die nächsten Wahlmöglichkeiten an: Den Master in Vollzeit oder Teilzeit studieren, anwendungs- oder forschungsorientiert, konsekutiv oder weiterbildend? Annegret Worm erklärt: „Konsekutive Studiengänge bauen auf anderen berufsqualifizierenden Hochschulabschlüssen wie dem Bachelor auf, während weiterbildende Master Berufserfahrung voraussetzen. Außerdem sollten sich Studieninteressierte darüber informieren, ob das Profil des Masterstudiengangs eher forschung- oder anwendungsorientiert ist und welche inhaltlichen Schwerpunkte angeboten werden.“

Welche fachliche Qualifikation soll mir der Master bringen?

Auch fachlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich mit einem Master weiter zu qualifizieren. „Man kann sich mit einem weiterführenden Studiengang spezialisieren und Schwerpunkte aus dem Bachelor vertiefen“, erklärt die Studienberaterin der Universität Leipzig. „Es ist allerdings auch möglich, sich thematisch zu verbreitern und sich durch eine zusätzliche Fachrichtung für bestimmte Berufszweige zu qualifizieren.“ So können sich beispielsweise Ingenieure ökonomische Kenntnisse verschaffen.

Erfülle ich die Voraussetzungen für das Masterstudium meiner Wahl?

Nicht jeder Masterstudiengang ist für jeden Interessierten offen. Bevor man sich entscheidet, sollte man prüfen, ob man die Kriterien erfüllt. „Es gibt allgemeine Zugangsvoraussetzungen wie den Bachelorabschluss und fachspezifische Kriterien, die sich in den verschiedenen Studiengängen unterscheiden“, erläutert Annegret Worm. Für manche Masterstudiengänge werden bestimmte Sprachkenntnisse, ein guter Notendurchschnitt oder nachgewiesene praktische Erfahrung eingefordert.

Wie finanziere ich mein Masterstudium?

Mit der Entscheidung gegen die Berufstätigkeit nach dem Bachelorabschluss stellt sich auch die Frage nach der Finanzierung des fortgesetzten Studiums. Wer über die klassischen Wege wie Nebenjob oder BAföG hinaus nach Möglichkeiten sucht, kann Stipendien oder Studienkredite beantragen. Der Tipp der Studienberaterin: „Bei Öffentlichkeitstagen vieler Hochschulen informieren Vertreter von Stiftungen und Stipendiennetzwerke über ihre Programme.“

Weitere Informationen zum Thema Masterstudium sind auf studienwahl.de zu finden.

abi>> 01.05.2017

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