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Warum studiere ich weiter?

Die angehende Personaldienstleistungskauffrau Sandra Plese fotografiert am 15.07.16 bei dem Personaldienstleister Hays AG in der Zweigstelle Mannheim.
Das im Bachelor erworbene Wissen vertiefen? Sich auf einen Bereich spezialisieren? Oder gar in einer ganz anderen Fachrichtung studieren? Im Master stehen Bachelorabsolventen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl.
Foto: Thomas Lohnes

Master – ja oder nein? Umfrage

Warum studiere ich weiter?

Nach dem Bachelorabschluss direkt Geld verdienen oder sich im Masterstudiengang noch besser für den Job qualifizieren? abi>> hat drei Studierende befragt, warum sie sich für den Master entschieden haben.

Alexander Boden (28) studiert an der Universität Köln den Masterstudiengang „Business Administration“ (M. Sc.) im dritten Semester:

Ein Porträt-Foto von Alexander Boden

Alexander Boden

Foto: Rebekka Kittel

Für mich war schnell klar, dass ich mich nach meinem Bachelorstudium in BWL spezialisieren wollte. Ich hatte nach dem Abitur erst einmal eine Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit gemacht. Da mich der kaufmännische Anteil an diesem Beruf am meisten gereizt hat, wollte ich mich weiterbilden. Nach dem Bachelorstudium hätte ich nur bei dem perfekten Jobangebot auf den Master verzichtet.

Nun qualifiziere ich mich in meinem Schwerpunkt „Media and Technology Management“ in sehr aktuellen Themen wie der Digitalisierung oder Big Data weiter. Der Studiengang wird auf Englisch gelehrt und ist sehr interessant. Mit einem thematisch breit aufgestellten Bachelorstudium in BWL sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt schon ordentlich. Mit dem Masterabschluss halte ich mir aber alle Optionen offen und kann mich auch auf Stellen bewerben, für die gezielt Masterabsolventen gesucht werden.“

Julia Riese (25) ist an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in zwei Masterstudiengängen eingeschrieben: in „Medien-Ethik-Religion“ im dritten Semester und fachfremd in Kulturgeografie im fünften Semester:

Ein Porträt-Foto von Julia Riese

Julia Riese

Foto: privat

Nach dem Abitur habe ich an der Universität Erlangen ein Doppelbachelorstudium in Buchwissenschaft sowie Theater- und Medienwissenschaft absolviert. Nach dem Abschluss folgte ein halbjähriges Praktikum in der Marketingabteilung eines Zwischenbuchhändlers, denn ich wollte mit Büchern arbeiten. Allerdings hatte ich bald das Gefühl, noch nicht das Richtige gefunden zu haben. Deshalb entschied ich mich für den Master in Kulturgeografie, um noch einmal über den Tellerrand hinausschauen zu können.

Neu für mich waren etwa die naturwissenschaftlichen Aspekte. Um fachfremd studieren zu können, musste ich viele Sprechstunden zur Absprache besuchen und hatte die Auflage, Vorlesungen aus dem Bachelor nachzuholen. Allerdings habe ich es nie geschafft, den Wissensstand der anderen aufzuholen. Den Studiengang abzubrechen, kam aber auch nicht infrage. Da ich inzwischen festgestellt habe, dass mein Berufsziel in einer journalistischen Tätigkeit liegt, habe ich den zweiten Master Medien-Ethik-Religion dazugenommen. In Kulturgeografie schreibe ich nun meine Masterarbeit, die für den zweiten Master ist danach dran. Nach dem Abschluss hoffe ich auf ein Volontariat beim Radio oder im Multimedia-Bereich.

Kristina Radanovic (27), interne Qualitätsingenieurin bei der Porsche AG, befindet sich im dritten Semester ihres weiterbildenden Masterstudiums Wirtschaftsingenieurwesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg:

Ein Porträt-Foto von Kristina Radanovic

Kristina Radanovic

Foto: privat

Schon im Bachelor stand für mich fest, dass ich einen Master aufsatteln möchte. Nach meinem Abschluss habe ich trotzdem bis zum Masterstart erst einmal drei Jahre gearbeitet und die Chance genutzt, mich zu positionieren. Im Qualitätsmanagement bei Porsche arbeite ich permanent an Schnittstellen. Da passt die Kombination aus Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen meines Masterstudiums optimal: Die Elektrotechnik hilft mir, die technischen Hintergründe nachvollziehen zu können, und durch das Wirtschaftsingenieurwesen vergrößere ich mein spezifisches Wissen auf der Managementebene. Das erweitert den Horizont ungemein.

Ich glaube, dass mir meine Berufserfahrungen und die meiner Kommilitonen sehr helfen. Durch die jeweiligen fundierten Kenntnisse können wir alle den Lerninhalt besser nachvollziehen und umsetzen. Egal, was wir diskutieren, wir haben immer direkt ein Beispiel aus der Praxis parat. Durch das Teilzeitstudium im dualen Master bin ich weiterhin finanziell unabhängig und kann beständig mein Netzwerk im eigenen Unternehmen aufbauen. Das Studium hat mir im Unternehmen zu neuen Projekten verholfen und gibt mir die Möglichkeit, berufliche Fragen mit den Kommilitonen und Dozenten zu diskutieren.

abi>> 01.05.2017

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