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Wie Menschen zu Hütern der Natur werden

Zwei junge Frauen und ein junger Mann sitzen an einer Bank unter einem Baum lernen gemeinsam.
Der Klimawandel aus sozialwissenschaftlicher Sicht: Der interdisziplinäre Bachelorstudiengang "Mensch und Umwelt: Psychologie, Kommunikation, Ökonomie" kombiniert vier Fachbereiche in einem Studienprogramm.
Foto: Julien Fertl

Mensch und Umwelt: Psychologie, Kommunikation, Ökonomie

Wie Menschen zu Hütern der Natur werden

Darf’s ein bisschen mehr sein? Sarah Brockhaus (20) ist eine der ersten Studierenden des neuen interdisziplinären Bachelorstudiengangs „Mensch und Umwelt: Psychologie, Kommunikation, Ökonomie“ an der Universität Koblenz-Landau, der Themen wie Klimawandel und Globalisierung sowohl aus natur- als auch aus sozialwissenschaftlicher Sicht betrachtet.

Nach dem Abitur hatte Sarah Brockhaus zunächst mit einem allgemeinen Psychologiestudium geliebäugelt. „Da ich an den globalen Entwicklungen interessiert und mit Fair-Trade- und Bio-Produkten aufgewachsen bin, wollte ich ökologische sowie soziale Aspekte mit Psychologie verbinden.“

Der im Wintersemester 2016/17 eingeführte Bachelorstudiengang „Mensch und Umwelt: Psychologie, Kommunikation, Ökonomie“ passte daher ideal zu ihren Vorstellungen. „Er ist örtlich zulassungsbeschränkt und die Bewerbung erfolgt über das Portal hochschulstart.de“, erklärt die Studentin.

Ein Studium – vier Fachbereiche

Ein Porträt-Foto von Sarah Brockhaus

Sarah Brockhaus

Foto: privat

Inzwischen im dritten Semester angekommen, kann Sarah Brockhaus von einem abwechslungsreichen Lehrplan berichten: „In den ersten beiden Semestern ging es um die Grundlagen, dabei wurden alle vier Teilbereiche des Studiengangs berücksichtigt – Umwelt, Psychologie, Kommunikation und Ökonomie. Zur Vorbereitung auf den Bereich Umwelt hatten wir zum Beispiel naturwissenschaftliche Fächer wie Biologie und Chemie.“ Sie gibt zu bedenken: „Viele unterschätzen, dass gerade Chemie in diesem Studiengang eine große Rolle spielt, ebenso Statistik.“

Ab dem dritten Semester schlagen die Studierenden ihre Profillinie ein – zur Wahl stehen Umweltkommunikation, Umweltpsychologie und Umweltökonomie. Sarah Brockhaus entschied sich für eine Kombination aus ersteren beiden. „Parallel begleiten uns weiterhin die naturwissenschaftlichen Fächer, die nun ebenfalls auch in Laborpraktika vertieft werden“, erzählt sie.

Zunehmend spielt ab dem zweiten Studienjahr der Blick über den Tellerrand eine Rolle. „Dazu gehört etwa eine Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten im interdisziplinären Kontext und ein Modul auf Englisch, in dem wir lernen, wie man Fragestellungen aus verschiedenen fachlichen Perspektiven heraus betrachtet. In einem Seminar haben wir uns zum Beispiel mit der Frage beschäftigt, wie die Berichterstattung in Massenmedien das Verhalten zu umweltbewusster Ernährung beeinflusst – hier treffen also Kommunikationswissenschaften und Psychologie zusammen.“

Perspektiven als Umweltpsychologin

Wie bei universitären Studiengängen üblich, steht wissenschaftliches Arbeiten im Vordergrund. „Die Theorieanteile überwiegen deutlich, doch zu Seminaren im Teilbereich Kommunikation gehören auch Praxisbezüge wie Werbeanalysen oder das Schreiben von Reportagen“, erklärt die Studentin. „Auch das Umweltseminar war sehr praxisnah, da ging es unter anderem darum, wie Umweltschutz in Unternehmen funktionieren kann.“ Für den weiteren Verlauf des regulär sechs Semester umfassenden Studiengangs steht noch ein Pflichtpraktikum an.

Nach dem Bachelorabschluss möchte Sarah Brockhaus ein passendes Masterstudium anschließen: „Da gibt es europaweit Möglichkeiten, etwa in den Niederlanden oder in Schweden. Danach könnte ich mir vorstellen, für eine internationale Umweltorganisation die Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen oder im Umweltjournalismus zu arbeiten.“

abi>> 26.02.2018