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Sportliche Vielfalt

Vera Pokrandt (49), Sportlehrerin- -Rehabilitation/Behindertensport, trainiert am 02.06.2016  mit einer Patientin im Rehazentrum Mittelbaden in Rastatt. Foto: Rothermel
Durch gezielte Übungen lassen sich viele Verletzungen vorbeugen. In Ihrem Studium der Sportwissenschaft beschäftigt sich Jessica Hagmann mit den Themen Prävention und Rehabilitation.
Foto: Winfried Rothermel

Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Prävention und Rehabilitation

Sportliche Vielfalt

Wie kann man mit Sport gesund bleiben? Wie hilft Bewegung schwerkranken Krebspatienten? Mit diesen und vielen weiteren Fragen befasst sich Jessica Hagmann (22). An der Universität Heidelberg studiert sie im vierten Semester Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Prävention und Rehabilitation.

„Mir war eine breitgefächerte Ausbildung wichtig, die mir viele Berufsmöglichkeiten eröffnet – und das in Verbindung mit meiner Sportleidenschaft“, begründet Jessica Hagmann ihre Studienwahl. Nach dem Abitur 2014 schnupperte sie zunächst Praxisluft im Rahmen verschiedener Praktika. Im Herbst 2015 begann sie ihr Studium in Heidelberg. „Mich überzeugte zum einen der Ruf der Hochschule“, erläutert sie. „Zum anderen kann ich mich dort weiter in meinen Heimat-Sportvereinen – Hockey und Softball – engagieren.“

Die Eignung für das Studium beweisen

Ein Porträt-Foto von Jessica Hagmann

Jessica Hagmann

Foto: privat

Zugangsvoraussetzung ist neben der Hochschulreife das Bestehen einer obligatorischen Sporteingangsprüfung, die man in Heidelberg oder Köln ablegen kann. Darüber hinaus werden eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung sowie außerschulische Aktivitäten wie Trainerscheine bei der Bewerbung berücksichtigt.

Im Studium werden Inhalte in vier Themenbereiche vermittelt: „Sport und Erziehung“, „Sport, Individuum und Gesellschaft“, „Bewegung und Training“ sowie „Körper, Leistung und Gesundheit“. Zu den Fächern gehören neben Sportpsychologie und -pädagogik beispielsweise auch Bewegungswissenschaft oder Sportorthopädie. „Ein weiteres wichtiges Fach ist die Statistik, um sich beispielsweise empirische Arbeitsmethoden für den weiteren Studienverlauf anzueignen“, erklärt Jessica Hagmann. Hinzu kommt ein Praxisteil mit verschiedenen Individual- und Mannschaftssportarten.

Bewegungstherapie und Turnen

Im vierten Semester ihres Bachelorstudiums stehen verschiedene Pflichtkurse auf dem Stundenplan, darunter „Schulung motorischer Fähigkeiten“ oder „Bewegungstherapie bei onkologischen Erkrankungen“. „In Letzterem erfahre ich, wie Bewegung bei Krebserkrankungen helfen kann“, erläutert die 22-Jährige. Im Fach „Organisation und Management im Sport“ lernt sie, Projekte erfolgreich zu organisieren und durchzuführen. Neben medizinisch-orientierten Fächern wie Sportphysiologie hat sie zudem „Turnen“ belegt. „Damit erfülle ich den ersten von insgesamt zwei Pflichtteilen im Fachbereich Individualsport.“

Neben den Lehrveranstaltungen gehören zwei jeweils fünfwöchige Pflichtpraktika zum Studiengang – eines im Bereich Prävention und Rehabilitation, das andere in der Sportwissenschaft. „Mein erstes Praktikum habe ich in der Physiotherapie-Abteilung einer Rehabilitationsklinik absolviert“, erzählt Jessica Hagmann. „Die Universität unterstützt mit Adresslisten bei der Praktikumssuche.“

Am Semesterende folgen Klausuren zu den Vorlesungsinhalten. „Referate oder Hausarbeiten zählen auch zu den Leistungsnachweisen. In den praktischen Fächern finden Demonstrationsprüfungen statt“, ergänzt sie.

Sportliche Begabung und Englischkenntnisse

„Entscheidend für mein Studium sind vielseitige sportliche Begabungen sowie gute Englischkenntnisse – viele Studienpublikationen und manche Vorlesungsinhalte sind in englischer Sprache“, erklärt Jessica Hagmann. „Außerdem wichtig für Gruppenprojekte sind – typisch für den Sportbereich – Teamfähigkeit und Offenheit.“

Nach ihrem Bachelorabschluss im Sommersemester 2018 plant sie zunächst einen Auslandsaufenthalt: „Ich möchte meine Englischkenntnisse verbessern und mehr Lebenserfahrung sammeln. Danach möchte ich ein Masterstudium beginnen.“

abi>> 02.10.2017