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Die Technik hinter dem Kultgetränk

Verschiedene Biersorten in Flaschen und Gläsern
Der Studiengang Brauwesen- und Getränketechnologie bereitet auf die praktische Arbeit in der Brauerei vor.
Foto: Meramo Studios

Brauwesen- und Getränketechnologie

Die Technik hinter dem Kultgetränk

Ein Aushilfsjob in einer Brauerei brachte sie auf den Geschmack: Caroline Falterbaum (22) studiert Brauwesen- und Getränketechnologie an der Technischen Universität München in Weihenstephan.

„Nach dem Abitur bin ich ein halbes Jahr lang gereist. In Neuseeland habe ich gegen Kost und Logis in einer kleinen Brauerei geholfen. Das fand ich sehr interessant“, erzählt Caroline Falterbaum. Da sie zudem naturwissenschaftlich und technisch interessiert ist, recherchierte sie im Internet nach einem Studiengang, der ihre Interessen vereinte. Für das Studium zog sie von Hamburg nach München. „Das Grundstudium ist sehr mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichtet. Ich musste mich ganz schön durchbeißen. Viele haben das Studium abgebrochen, einige, weil sie andere Erwartungen hatten. Man befasst sich mehr mit der Technik als mit der praktischen Bier- oder Getränkeherstellung“, schildert die 22-Jährige ihre Erfahrungen.

Pflichtpraktika im Labor

Ein Porträt-Foto von Caroline Falterbaum

Caroline Falterbaum

Foto: privat

Am Studiengang schätzt sie, dass er breit gefächert ist. Aufbauend auf Grundlagen in Biologie und Chemie befassen sich die Studierenden im Grundstudium mit der Mikrobiologie, Bio- und Lebensmittelchemie, ausgehend von der Mathematik und Physik spezialisieren sie sich in den Ingenieurswissenschaften, etwa in Fächern wie Strömungsmechanik, Maschinen- und Apparatekunde und in der Verfahrenstechnik. Vom dritten bis zum sechsten Semester vertiefen sie ihre Kenntnisse in den Ingenieurswissenschaften und in der Verfahrenstechnik sowie in der Brau- und Getränketechnologie. „In jedem Semester haben wir außerdem Pflichtpraktika im Labor. Dort müssen wir zum Beispiel im Bereich Mikrobiologie praktisch erproben, unter welchen Bedingungen Keime entstehen und wie man sie abtötet“, erklärt Caroline Falterbaum.

Tüfteln an neuen Rezepten

Dem Bierbrauen widmen sich viele ihrer Kommilitonen in ihrer Freizeit: „Man braucht nur einen großen Topf, eine Herdplatte und die Zutaten.“ Sie selbst beteiligt sich aktuell an einem Innovationswettbewerb für Getränke und Lebensmittel der Universität. Im Rahmen dieses Projektes werden die besten selbst kreierten Getränke der Studierenden prämiert. „Ich trete mit Kommilitonen in der Sparte Biermischgetränke an. Wir machen ein dunkles Weißbier mit Chai-Tee-Limonade“, berichtet Caroline Falterbaum.

Der Wettbewerb lockt sogar Interessenten aus der Industrie, die ständig neuen Rezepten auf der Spur sind. So manche Rezeptur hat es bereits in die Ladenregale geschafft und einige Absolventen haben sich mit ihrer Geschäftsidee selbstständig gemacht und brauen in Kleinunternehmen Craft Beer. Eine kleine oder mittelständische Brauerei kann sich auch die 22-Jährige als ersten Arbeitgeber vorstellen. Gerne im Ausland. „Hawaii würde mich zum Beispiel reizen. Mich interessiert, wie in anderen Ländern in dieser Branche gearbeitet wird“, merkt sie an. In anderen Bereichen der Lebensmittelherstellung können Absolventen jedoch ebenfalls tätig werden. „Ich könnte zum Beispiel auch Käse oder Brot herstellen. Einige Absolventen sind in die Pharmaindustrie gegangen oder arbeiten bei Zuliefererfirmen, die etwa die Grundstoffe für Limonaden liefern“, fasst sie zusammen.

abi>> 31.10.2016