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Stromnetze in Theorie und Praxis verstehen

Elektrotechnischer Aufbau
Was Tabea Bergner im Studium lernt, kann sie in ihrem Praxisunternehmen – den Stadtwerken Bielefeld – direkt anwenden.
Foto: Frank Pieth

Elektrotechnik dual

Stromnetze in Theorie und Praxis verstehen

Ein Studium zu Themen wie Wechselstromlehre, gekoppelt mit Praxisphasen bei einem Energieversorger: Tabea Bergner (23) absolviert den praxisintegrierten Bachelorstudiengang Elektrotechnik an der FH Bielefeld.

Etwas Technisches, das wünschte sich Tabea Bergner für ihr Studium: „In der Schule hat mir Physik besonders gut gefallen, wodurch auch mein Interesse an der Elektrotechnik geweckt wurde. Konkret für diesen Fachbereich habe ich mich dann aufgrund der Studieninhalte, der vielfältigen Arbeitsbereiche und der guten Zukunftsperspektiven entschieden.“

Ein Porträt-Foto von Tabea Bergner.

Tabea Bergner

Foto: Merlin Steinmeier

Auf die Möglichkeit des dualen Studiums ist sie erst bei der Suche nach einem Studiengang gestoßen: „Die Verbindung von Theorie und Praxis hat mich sofort angesprochen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sowohl die Praxisphasen als auch die Theoriephasen wie bei einer Ausbildung vergütet werden“, erzählt die 23-Jährige. Insbesondere das Studienmodell am Campus Minden der Fachhochschule Bielefeld sagte ihr zu: „Die Jahrgänge sind im Vergleich zu anderen Hochschulen recht klein. Dadurch können die Vorlesungen von uns Studierenden aktiv mitgestaltet werden.“

Bewerbung: Erst Betrieb, dann Hochschule

Der Zugang zum Studium lief zunächst über das Unternehmen. „Ich habe mich – wie bei einer normalen Ausbildung – direkt bei meinem jetzigen Arbeitgeber, den Stadtwerken Bielefeld, beworben“, erklärt die Studentin. „Ich durchlief ein Auswahlverfahren, das aus einem Einstellungstest zu Grundlagen aus den Bereichen Mathe, Deutsch, Englisch und logischem Denken sowie einem Vorstellungsgespräch bestand.“ Nachdem sie ihren Vertrag mit dem Betrieb unterschrieben hatte, konnte sie sich unter Vorlage eines Bewerbungsantrags, ihres Lebenslaufes und der Hochschulzugangsberechtigung bei der Fachhochschule Bielefeld einschreiben.

Mittlerweile steht Tabea Bergner im sechsten von insgesamt sieben Semestern. „Alle drei Monate wechseln sich die Phasen in der Fachhochschule und im Betrieb ab“, berichtet sie. „In den Theoriephasen an der FH hatten wir zunächst allgemeine Fächer wie Mathe, Physik und Grundlagen der Elektrotechnik. Darauf aufbauend werden unter anderem Hardware, Software, Automatisierungstechnik und Nachrichtentechnik thematisiert.“ Zusätzlich erwerben die Studierenden Qualifikationen aus den Bereichen Betriebswirtschaft und Projektmanagement.

Studieninhalte im Betrieb anwenden

Während der Praxisphasen arbeitet Tabea Bergner bei den Stadtwerken Bielefeld, einem kommunalen Energieversorger. Um die vielfältigen Aufgaben im Unternehmen kennenzulernen, wird sie in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Bei diesen Tätigkeiten kommt ihr das Theoriewissen aus dem Studium zugute. „Besonders die Kenntnis der elektrischen und magnetischen Felder und die Wechselstromlehre haben mir oft dabei geholfen, den Aufbau von Stromnetzen zu verstehen. Aber auch aus dem Bereich der Nachrichtentechnik konnte ich mein Wissen bereits anwenden, insbesondere die Möglichkeiten zur Datenübertragung.“

Die ihr übertragenen Aufgaben im Betrieb übt sie als kleine Projekte oder Teilprojekte aus, die sie weitestgehend selbstständig erarbeitet. Für die Fachhochschule verfasst sie über diese Projekte eine wissenschaftliche Arbeit, die auch benotet wird.

Ein Aufgabenbereich gefällt Tabea Bergner dabei am besten: „Ich möchte mich später weiter mit der elektrischen Energietechnik beschäftigen. Dazu kann ich mir auch einen passenden Masterstudiengang vorstellen – gerne berufsbegleitend bei den Stadtwerken Bielefeld.“

abi>> 01.05.2018