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Softwarekenntnisse und interkulturelle Kompetenzen

Detailaufnahme von einem Automotor.
Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Wirtschafts- oder Bauingenieurwesen – Ingenieure arbeiten in den verschiedensten Fachrichtungen.
Foto: Nicole Schwab

Ingenieurwesen studieren: Personalerstatements

Softwarekenntnisse und interkulturelle Kompetenzen

Welche Aufgaben übernehmen Ingenieure und welchen Herausforderungen stellen sie sich im Alltag? abi>> hat bei Personalverantwortlichen international agierender Unternehmen nachgefragt.

Sabine Hübner-Henninger, Senior Human Resource Managerin bei der Hochtief AG in Essen

Ein Porträt-Foto von Sabine Hübner-Henninger

Sabine Hübner-Henninger

Foto: Privat

Als international operierender Baukonzern stellen wir vor allem Bauingenieure ein; aber auch Ingenieure der Technischen Gebäudeausrüstung, Architekten und Wirtschaftsingenieure sind gefragt. Auf Bauingenieure wartet bei uns ein breites Aufgabenspektrum: Sie leiten Bauprojekte im Hoch- und Tiefbau, schreiben Angebote und behalten bei der Umsetzung die gesetzten Termine und Kosten im Blick. Sie sind Schnittstelle zwischen Bauherren, Architekten und Nachunternehmern. Dabei gilt es, die unterschiedlichen Interessen und Anforderungen zu erkennen und zwischen den Beteiligten zu vermitteln.

Ingenieure entwerfen bei uns darüber hinaus Gebäude und achten auf die Nachhaltigkeit der Bauwerke. Bei Hochtief werden Gebäude, Brücken oder Straßen in 3-D-Modellen geplant und deren Umsetzung später am Computer begleitet. Insofern gewinnen Softwarekenntnisse bei Einsteigern an Bedeutung.

Absolventen fangen als Bachelor oder Master bei uns an – oder noch früher. Unser Ziel ist es, Mitarbeiter langfristig an unser Unternehmen zu binden. Aus Praktikanten werden Werkstudenten, die nach Studienabschluss als Trainee oder Direkteinsteiger starten. Auch wenn sie nach einigen Jahren zurück an die Hochschule gehen und dort promovieren, ist es unser Ziel, den Kontakt nicht abreißen zu lassen.

René Lochtman, Leiter der Rekrutierung bei der BASF SE in Ludwigshafen am Rhein

Ein Porträt-Foto von René Lochtman

René Lochtman

Foto: Privat

Bei uns arbeiten Ingenieure vom ersten Tag an eigenen Projekten – und das meist interdisziplinär, gemeinsam mit Naturwissenschaftlern und Kaufleuten. Wie können wir Anlagen noch effizienter machen? Was ist bei der Planung neuer Produkte zu beachten? Wir bieten eine Vielzahl von Einsatzgebieten und suchen Ingenieure fast aller Fachrichtungen – von Verfahrenstechnik über Maschinenbau bis hin zu Wirtschafts- und Bauingenieurwesen.

Bei Berufsanfängern stellen wir meist Masterabsolventen ein. Für manche Positionen, etwa in Forschung und Entwicklung, ist eine Promotion notwendig. Neben den fachlichen Fähigkeiten, einem guten Hochschulabschluss sowie sehr guten Deutsch- und Englischkenntnissen legen wir Wert auf die persönlichen Stärken – kommunikative Fähigkeiten, Teamgeist, interkulturelle Erfahrungen. Wer bereits während des Studiums Praxisluft schnuppern will, kann sich für ein mindestens zweimonatiges Praktikum im In- und Ausland oder für eine Abschlussarbeit bewerben.

Oliver Kast, Manager Human Resources und Leiter Personalmarketing Deutschland, Österreich und Schweiz bei der Kuka AG in Augsburg

Ein Porträt-Foto von Oliver Kast

Oliver Kast

Foto: Privat

Bei uns gibt es Ingenieure in allen Positionen, das reicht bis in die Geschäftsführung. Konstruktion oder Forschung und Entwicklung sind wichtige Bereiche, aber auch das Projektmanagement, die Inbetriebnahme oder der Vertrieb. Ingenieure sind für die Innovationskraft eines Unternehmens sehr wichtig, spielen aber auch für den internationalen Wettbewerb eine große Rolle. Denn nicht nur in Forschung und Entwicklung müssen Lösungen gefunden werden. Unsere Kunden haben individuelle Anforderungen und wir entwickeln gemeinsam mit ihnen Lösungen für ihre Produktion, beispielsweise beim Anlagenbau.

In vielen Fällen ist der Bachelor ausreichend, wie beim praktischen Arbeiten in der Konstruktion. Im Bereich Forschung und Entwicklung ist meist ein Masterabschluss die Mindestvoraussetzung, da hier vertieftes Wissen für theoretische Themen gefragt ist. Wichtig ist auch Berufserfahrung. Für Berufseinsteiger wiederum sind etwa die Traineestellen geeignet. Ein gewisses Überblickswissen ist gut, von Vorteil sind Kombinationen wie Wirtschaftsingenieurwesen oder Mechatronik – aber auch erste Berührungspunkte mit Automatisierungsthemen, etwa Studienschwerpunkte oder Praktika zum Thema Robotik. Mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung werden in Zukunft Softwarekenntnisse immer wichtiger – Hardware, Software und IT wachsen stärker zusammen.

abi>> 20.06.2016