Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Eine klassische Ingenieurdisziplin

Aufnahme einer sich im Bau befindlichen Abfüllanlage.
Wer sich für Mathematik, Physik, Elektrotechnik und Chemie begeistert, erfüllt die wichtigsten Voraussetzungen für ein Maschinenbaustudium.
Foto: Martin Rehm

Maschinenbau: Hintergrund

Eine klassische Ingenieurdisziplin

Maschinenbauingenieure entwickeln und konstruieren Maschinen, Geräte und Anlagen. Auch der Vertrieb und die Inbetriebnahme zählen zu ihren Aufgaben. Weil die Digitalisierung in der Produktion zunimmt, müssen die Ingenieure auch immer mehr Wissen aus der Informatik berücksichtigen.

Maschinenbau gilt als klassische Ingenieurdisziplin. „Die Entwicklung, Konstruktion und Herstellung von Maschinen, Anlagen und Geräten ist die Kernkompetenz von Maschinenbauingenieuren“, sagt Dr. Jörg Friedrich, Abteilungsleiter Bildung beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), und erläutert: „Eine Maschine ist eine abgeschlossene Einheit, etwa in einer Fabrik. Von einer Anlage spricht man, wenn mehrere Maschinen und Geräte miteinander verbunden sind.“

Der Branchenverband ist in 38 Fachverbände aufgegliedert; das allein zeigt schon, dass es viele Einsatzmöglichkeiten für Maschinenbauingenieure gibt – von Abfall- und Recyclingtechnik über Kunststoff- und Gummimaschinen, Robotik, Mess- und Prüftechnik bis hin zu Windkraftanlagen.

Der VDMA hat zuletzt 2013 Maschinenbauunternehmen befragt, in welchen Bereichen Ingenieure bei ihnen genau zum Einsatz kommen. Das Ergebnis: Allein 46 Prozent von ihnen arbeiteten in der Entwicklung und Konstruktion, im Vertrieb waren 16 Prozent tätig, in der Produktion 7 Prozent. „Neben dem klassischen Maschinen- und Anlagenbau gibt es Spezialbereiche wie den Schiffsbau oder die Chemietechnik“, schildert Jörg Friedrich. „Maschinenbauingenieure können aber zum Beispiel auch in Unternehmensberatungen einen Job finden.“

Beliebtes Studienfach

Maschinenbau ist ein beliebtes Studienfach: Im Wintersemester 2014/15 waren rund 119.000 Studierende eingeschrieben. Insgesamt gibt es dem VDMA-Experten zufolge rund 800 unterschiedliche Studienangebote – viele davon in verwandten Bereichen wie Fahrzeugtechnik, Luftfahrttechnik oder Medizintechnik.

Ob ein Bachelor reicht oder sich ein Masterstudium empfiehlt, hänge immer von den persönlichen Fähigkeiten des Einzelnen ab, sagt er. „Ein sinnvoller Weg ist es, nach dem Bachelorabschluss erst einmal Berufserfahrungen zu sammeln und herauszufinden, welcher Bereich einen am meisten interessiert. Danach kann man immer noch den Master machen.“

Industrie 4.0 als Zukunftstrend

Zurzeit macht vor allem das Schlagwort von der „Industrie 4.0“ die Runde. „Die Entwicklung geht zum Beispiel dahin, dass das Produkt die Information, wie es hergestellt werden soll, in digitalisierter Form in sich selbst trägt. Das Produkt steuert damit seine Bearbeitung quasi selbst“, erklärt Jörg Friedrich. Das stelle Maschinenbauingenieure vor neue Herausforderungen: „Dabei fallen viele Daten an, die verarbeitet und interpretiert werden müssen. Maschinenbauingenieure werden in Zukunft also die Welt der Informatik und Daten viel besser verstehen müssen.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 Beschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Maschinenbau, Maschinenbauingenieur/in)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

http://jobboerse.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Bundesländer in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen.
www.studienwahl.de

Hochschulkompass

Informationsangebot der Hochschulrektorenkonferenz über deutsche Hochschulen, Studiengänge und internationale Kooperationen
www.hochschulkompass.de

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)

www.vdma.org

Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

www.vdi.de

abi>> 04.11.2015