Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Das Internet der Dinge

Steuerungsdisplay zur Steuerung der Gebäudetechnik
Das Eigenheim bestmöglich digital vernetzen: Im Studiengang "Internet der Dinge – Digitale Technologien in der Anwendung" werden die Studierenden zu Smart-Home-Profis ausgebildet.
Foto: Guido Sawatzki

Smart Home

Das Internet der Dinge

Wenn es um Smart Home geht, ist der vernetzte Kühlschrank, der in Eigenregie Lebensmittelnachschub ordert, ein häufig zitiertes Beispiel. Wie das funktioniert und welche Technik dahintersteckt, weiß Carmen Knoblauch. Die 21-Jährige studiert an der Hochschule Aalen den Studiengang „Internet der Dinge – Digitale Technologien in der Anwendung“.

Mathe, Physik und Informatik haben Carmen Knoblauch bereits auf dem Gymnasium Spaß gemacht. Die Entscheidung, sich nach der Schule intensiver mit den Fächern beschäftigen zu wollen, war schnell getroffen. Also begann sie zu recherchieren. „Ich habe im Internet geschaut, ob es in meiner Heimat Aalen passende Studienmöglichkeiten für mich gibt.“ Tatsächlich wurde sie auf der Homepage der Hochschule Aalen fündig: Der Studiengang „Internet der Dinge – Digitale Technologien in der Anwendung“ weckte ihre Neugier. Die Mischung aus BWL, Informatik, Elektrotechnik und Design reizte die Abiturientin und so nahm sie das Studium auf.

Seit nun vier Semestern setzt sich Carmen Knoblauch mit den unterschiedlichen Fächern auseinander und weiß die Interdisziplinarität zu schätzen: „Mir wird vermittelt, was die einzelnen Bereiche leisten können und was umsetzbar ist. Ich könnte mir daher vorstellen, später einmal in der Projektleitung tätig zu sein, wofür man Einblicke in unterschiedliche Gebiete mitbringen sollte.“

Eigene Ideen umsetzen

Ein Porträt-Foto von Carmen Knoblauch

Carmen Knoblauch

Foto: Vadim Günther

Das Bachelorstudium ist auf sieben Semester angelegt, wobei das fünfte einer Praxisphase und das siebte der Abschlussarbeit vorbehalten ist. Am Ende steht ein Bachelor of Engineering.

Das dreisemestrige Grundstudium hat Carmen Knoblauch bereits erfolgreich abgeschlossen. Dabei geholfen hat ihr ein Grundverständnis für Technik – und auch, dass sie Mathe nicht scheut. „Ich fand außerdem hilfreich, dass ich in der Schule Informatik hatte und mich schon mit HTML und Java auskannte“, resümiert sie. „Das Pensum an der Hochschule ist machbar, wenn man sich für die Themen interessiert.“

In den höheren Semestern sind die Module anwendungsbezogener. „Ich lerne, wie man Dinge sinnvoll vernetzen und als Prototypen darstellen kann. In Gruppenprojekten versuchen wir, unsere Ideen zu verwirklichen und schreiben zugrundeliegende Codes.“ So beispielsweise im Modul Designprojekt. „Hier geht es darum, wie man auf eine Idee kommt und wie sich diese umsetzen lässt.“ Gearbeitet wird mit der Plattform Arduino: „Das ist ein Board mit einem Mikrocontroller, der sich leicht programmieren lässt und mit dem man Internet-of-Things-Projekte unkompliziert in prototypischer Form darstellen kann.“

Trends der Zukunft

Wo sie ihr anstehendes Praxissemester absolvieren wird, weiß Carmen Knoblauch noch nicht. Die Bewerbungen laufen aber schon. Entsprechende Kontakte hat sie auf einer Industriemesse geknüpft, die jährlich im Oktober an ihrer Hochschule stattfindet: „Dort präsentieren sich Unternehmen, die meistens eigene Forschungseinrichtungen für IoT-Projekte haben. Aber auch kleinere Unternehmen aus der Region stellen sich vor, etwa die Geo Data GmbH, die unter anderem Städte mit Drohnen vermisst.“ Bei vielen Firmen steht derzeit das Thema Industrie 4.0 im Fokus, das sich um die Digitalisierung von Arbeitsprozessen dreht.

Nach dem Bachelor möchte Carmen Knoblauch erst einmal Berufserfahrung sammeln. Später will sie einen Master anschließen, „beispielsweise in Elektrotechnik oder Informatik. Aber vielleicht gibt es bis dahin ja auch einen Masterstudiengang 'Internet der Dinge'.“

abi>> 02.05.2017