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Stimmsicher bis zum hohen C

Sängerin auf der Bühne
Damit jeder Ton sitzt, müssen Sängerinnen und Sänger ihre Stimme regelmäßig trainieren.
Foto: Ria Kipfmüller

Gesang

Stimmsicher bis zum hohen C

Mit Leidenschaft sang sie sich durch das fordernde Aufnahmeverfahren und hatte Erfolg: Julie Grutzka (22) studiert Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main.

Im Einzelunterricht Arien oder andere Gesangsstücke einstudieren, bis jeder Ton sitzt, und unermüdlich üben: Das Hauptfach Gesang hat den größten Anteil an Julia Grutzkas Studium und wird in den Modulprüfungen gleich sechsfach gewichtet. Doch es gehört noch mehr dazu, ein Publikum zu verzaubern. „Im Fach Körperbildung lernen wir, wie man Bühnenpräsenz erreicht und geeignete Atemtechniken anwendet“, berichtet die 22-Jährige, die bereits im siebten Semester studiert. Auch Unterricht in Fechten, Bühnenkampf und Italienisch bereitet sie auf eine mögliche Karriere als Opernsängerin vor. Das insgesamt acht Semester umfassende Bachelorstudium vermittelt außerdem Grundlagen der Gesangspädagogik, Kenntnisse im Klavierspiel sowie ein breites Basiswissen in den musiktheoretischen und musikwissenschaftlichen Fächern.

Auftritt bei den Burgfestspielen

Ein Porträt-Foto von Julie Krutzka

Julie Grutzka

Foto: Privat

Bei Workshops und ersten Engagements sammelt die Studentin zudem Bühnenerfahrung. Die Hochschule ist gut vernetzt mit Theatern und anderen Kultureinrichtungen. „So konnte ich schon früh in das Konzertwesen einsteigen, hatte Gelegenheiten in Kirchen, Konzerthäusern und bei den Bad Vilbeler Burgfestspielen aufzutreten“, erzählt Julia Grutzka.

Schon von Kindesbeinen an war Gesang ihre große Leidenschaft, die sie im Chor und privat pflegte. Damit war sie gut vorbereitet auf das Aufnahmeverfahren, das Bewerbern einiges abverlangt. An mehreren Tagen wurde sie zunächst zwei Mal im Hauptfach Gesang geprüft, wobei Lieder und Arien aus unterschiedlichen Epochen und mit unterschiedlichem Charakter vorzutragen waren. Sie nahm die Hürde und wurde zum nächsten Prüfungsteil zugelassen. Dieser besteht aus schriftlichen Prüfungen in Hörfähigkeit und Musiktheorie/Musikalische Allgemeinbildung und dem Vortragen eines Stückes am Klavier.

Der persönliche Eindruck

Weil die Anzahl der Studienplätze sehr begrenzt und der Andrang der Bewerber groß ist, hatte Julie Grutzka sich vorsorglich gleich bei sechs Hochschulen beworben. „Geholfen hat mir sicherlich auch, dass ich schon vor den Aufnahmeprüfungen die jeweiligen Dozenten für Gesang kontaktiert und darum gebeten hatte, einmal probeweise am Unterricht teilnehmen zu können.“ Dabei zeichnete sich schon eine Tendenz ab, ob es passen könnte. „Stimmbildung ist eine sehr persönliche Sache und da es sich um Einzelunterricht handelt, muss die ‚Chemie‘ zwischen den Studierenden und Dozenten stimmen“, findet sie.

Nach dem Bachelorabschluss möchte die 22-Jährige ein vertiefendes Masterstudium anknüpfen. Langfristig ist sie für vieles offen. „Der Markt ist hart umkämpft und die Konkurrenz groß, also bleibt abzuwarten, welche Möglichkeiten sich herauskristallisieren. Ich könnte mir gut vorstellen, im Opernbereich zu bleiben, gern mit einem festen Engagement an einem Konzerthaus oder Theater.“

abi>> 15.02.2016