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Mitwirken an der Zukunft

Blick auf ein VR-Prospekt mit verschiedenen Erlebnissen.
Die Studierenden im Studiengang Multimedia/VR-Design erlernen unter anderem, virtuelle Erlebnisse zu entwickeln.
Foto: Julien Fertl

Multimedia/VR-Design

Mitwirken an der Zukunft

Wie gestalte ich Informationen im virtuellen Raum, damit der Anwender sie intuitiv finden und nutzen kann? Das ist nur eine der Fragen, die Victor-Alexander Mahn (25) für den Einsatz von virtueller Realität interessiert. An der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle lernt er im Bachelor Multimedia/VR-Design das Handwerkszeug für die technische und gestalterische Umsetzung seiner Ideen.

Während seiner mittlerweile sieben Semester in Halle eignete sich der 25-Jährige schon so einige Fähigkeiten an, etwa das Entwickeln von Animationsfilmen, 3-D-Modellen, Spezialeffekten oder Spielen sowie den Umgang mit verschiedener Hard- und Software. „Das Studium war von Beginn an komplex und spannend. Man wird in verschiedenen Techniken angeleitet, muss aber auch eine gehörige Portion Eigeninitiative mitbringen“, findet Victor-Alexander Mahn. Denn die Entwicklung in den Bereichen Multimedia und Virtual Reality schreite so schnell voran, dass man sich durch eigene Recherche auf dem Laufenden halten muss – ob auf Internetseiten, in Blogs oder an der Hochschule.

Der Student erinnert sich genau daran, wie er 2014 selbst zum ersten Mal mittels einer Datenbrille in eine virtuelle Realität eintauchte: „Obwohl die visuelle Qualität noch ziemlich schlecht und das Sichtfeld sehr klein war, war ich sofort drin in dieser Welt. Das hat mich fasziniert“, beschreibt er. Heute ist die Technik schon einige Schritte weiter und die hochauflösenden Szenarien in der Virtual Reality lassen den Anwender noch stärker Teil werden: „Da lehne ich mich auch mal auf einen Tisch, den es gar nicht gibt“, scherzt er.

Virtuelle Welten gemeinsam erleben

Ein Porträt-Foto von Victor-Alexander Mahn

Victor-Alexander Mahn

Foto: privat

Das Experimentieren mit verschiedenen Ideen und Technologien ist fester Bestandteil des Bachelorstudiums Multimedia/VR-Design. Denn in jedem Semester steht für die Studierenden eine Projektarbeit an. Victor-Alexander Mahn und zwei Kommilitoninnen entwickelten hierfür im Wintersemester 2015/16 einen Virtual-Reality-Prototypen, den „Companion Orb“. Das gemeinsame Erleben medialer Inhalte, auch mithilfe von Datenbrillen, sowie eine intuitive Nutzeroberfläche standen dabei im Fokus.

„Der Companion Orb ist einerseits ein kugelförmiges Eingabegerät, vergleichbar mit einer Fernbedienung, der andererseits eine virtuelle Entsprechung hat, sodass man ihn im virtuellen Raum mit erweiterten Funktionen sehen kann. Auf 360 Grad werden ringförmig um einen herum dann zum Beispiel Filme, Fotos oder Musikdateien angezeigt“, erklärt er. Kippt oder dreht der Nutzer die Kugel, navigiert er durch die digitalen Inhalte und kann direkt vor sich die angewählten Medien ansehen. „Möchte man zum Beispiel Urlaubsfotos mit einer Freundin betrachten, setzen beide eine Datenbrille auf“, beschreibt der Student das Projekt.

Anpacken statt nur ausdenken

Diese Praxisbezogenheit ist es, die ihn zum Wechsel vom Studiengang „Integriertes Design“ an der Hochschule für Künste in Bremen zu „Multimedia/VR-Design“ in Halle bewogen hatte. Denn nach vier Semestern in Bremen merkte er, dass er im Bereich Mediendesign nicht nur die Konzepte entwerfen, sondern auch selbst umsetzen möchte. Der gebürtige Hallenser erinnerte sich an das Studienfach der Kunsthochschule in seiner Heimat und bewarb sich erfolgreich um einen Studienplatz.

Zudem zählt er die Virtual Reality zu den Technologien der Zukunft – worin er sich durch den derzeitigen Hype um Datenbrillen und Co. bestätigt sieht. „Irgendwann werden auch Apps den Sprung in die Dreidimensionalität machen und für das Oberflächendesign solcher Apps interessiere ich mich. Es macht Spaß, an dieser Entwicklung und neuen Möglichkeiten der Mediennutzung mitwirken zu können“, erzählt er. Wie zum Beispiel bereits bei einem Praktikum während des Studiums beim Autobauer Volkswagen: Der 25-Jährige hatte sich dort mit der Oberflächengestaltung im Fahrercockpit des Autos beschäftigt.

Studium öffnet viele Wege

Für seine berufliche Zukunft ist Victor-Alexander Mahn positiv gestimmt: „Der Studiengang ist breit aufgestellt und man kann sich an der Schnittstelle Konzept/Design/Programmieren/Animation seine Spezialisierung aneignen. Ich könnte mir vorstellen, noch den Master in Multimedia Design in Halle zu machen und danach entweder in der Entwicklungsabteilung einer großen Firma oder als selbstständiger Dienstleister Konzepte zu erstellen, wie Daten und Information multimedial dargestellt und sinnvoll für den Nutzer geordnet werden können.“

abi>> 12.12.2016