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Produktdesigner werden

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Foto: WillmyCC

Hintergrund

Produktdesigner werden

Ob Kaffeemaschine, Staubsauger, Fahrradhelm oder Bürostuhl: All diese Dinge werden vor der seriellen Fertigung von Produktdesignern entworfen. Dabei ist neben Kreativität vor allem technisches Verständnis wichtig.
Bildschirmaufnahme. Es ist ein Programm geöffnet, das verschiedene Ansichten eines Produkts zeigt.

Mithilfe von Computerprogrammen entwickeln Produktdesinger ihre Modelle.

Foto: Valentina Helpling-Fries

Produktdesigner (oder Industriedesigner vom englischen „Industrial Design“) entwerfen in der Regel industrielle Produkte. Unterschieden wird dabei nach dem Design von Konsumgütern des täglichen Lebens wie Kleidung, Mode, Schmuck oder Verpackung, dem Design von Investitionsgütern wie Maschinen oder technischen Geräten sowie dem Design von Fahrzeugen. Da Produktdesigner in der Regel keine Unikate, sondern Artikel für die Serienproduktion in der Industrie entwerfen, müssen sie bei ihrer Arbeit stets die Belange ihrer Auftraggeber im Blick behalten – also Fragen nach der industriellen Massenfertigung ihrer Produkte beantworten können. Somit ist neben Kreativität auch ein gehöriges Maß an betriebswirtschaftlichem Denken und technischem Verständnis wichtig. Zudem brauchen Produktdesigner zeichnerisches und handwerkliches Talent, um die Idee auf Papier zu bringen oder ein Modell zu fertigen.

Als eigenständiger Studiengang kann Produktdesign (oder Integriertes Produktdesign) als Bachelorstudiengang an zahlreichen deutschen Hochschulen belegt werden: etwa an der Hochschule Coburg, an der Fachhochschule Hannover, der Fachhochschule Aachen, der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, der Fachhochschule Potsdam, der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd und der Bauhaus-Universität Weimar. Der weiterführende Master kann unter anderem an der FH Aachen oder an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden erlangt werden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, dieses Fach als Schwerpunkt innerhalb anderer Studiengänge, etwa dem Design-Studiengang an der Universität der Künste in Berlin, zu studieren. Inhaltlich dreht sich das Studium um Grundlagen der Gestaltung, Farbe und Volumen, Darstellungstechniken, Modellbau und Konstruktion, aber auch Physik und Psychologie.

Gute Chancen in der Industrie

Produktdesigner finden Anstellungen in Designbüros oder in den Entwicklungsabteilungen größerer Unternehmen unterschiedlichster Wirtschaftszweige. Aufgrund der Anforderungen eines internationalen Marktes, der regelmäßig neue Artikel, Produkte und Modelle verlangt, hat der Beruf des Produktdesigners für die Industrie stark an Bedeutung gewonnen. Im Zentrum stehen zwar weiterhin das Planen und Entwerfen, gleichzeitig werden aber Marketing und das Entwickeln von Vermarktungsstrategien immer wichtiger. Produktdesigner orientieren sich an Marktanalysen und wirken zum Teil an der Angebotserstellung mit. Die von ihnen konzipierten Modelle bilden die Grundlage für eine spätere Serienherstellung.

abi>> 19.04.2012