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Fit für die internationale Modebranche

Stofflager mit vielen verschiedenfarbigen Stoffrollen
Im Labor untersucht Christine Rehermann beispielsweise Baumwoll- und Seidenfasern.
Foto: Martin Rehm

Textile and Clothing Management

Fit für die internationale Modebranche

Christine Rehermann (20) studiert an der Hochschule Niederrhein in Krefeld „Textile and Clothing Management“. Für abi» berichtet sie von ihren Erfahrungen mit dem englischsprachigen Bachelorstudiengang.

Mode ist meine große Leidenschaft. Ich gehe gerne einkaufen und habe einen viel zu vollen Kleiderschrank. Deshalb möchte ich auch beruflich gern etwas mit Mode machen. Ich habe bundesweit nach Studiengängen gesucht und bin an der Hochschule Niederrhein auf „Textile and Clothing Management“ gestoßen, den man mit dem Bachelor of Science abschließt. Mittlerweile bin ich im dritten Semester.

Der Studiengang ist komplett auf Englisch, das heißt, in allen Vorlesungen und Kursen ist das die Unterrichtssprache. Ich hatte davor keine Angst – ich bin sehr sprachaffin und reise viel. Ich war nach dem Abitur ein paar Monate als Au-pair im englischsprachigen Teil von Kanada. Mein Eindruck ist aber, dass auch die Studierenden das gut hinbekommen, die nicht so viel Spracherfahrung haben wie ich. Um zugelassen zu werden, muss man Englischkenntnisse auf dem Kompetenzniveau B2 nachweisen. Das bedeutet, dass man die Sprache relativ fließend spricht und versteht.

Von der Faser zum Kleidungsstück

In den ersten drei Semestern haben wir zunächst einmal Grundlagen aufgebaut. Dazu gehörten technische und naturwissenschaftliche Aspekte, wie „Mathematics“, „Chemistry“ oder „Fabric Technology“. Da haben wir zum Beispiel den Aufbau verschiedener Textilmaschinen kennengelernt. In „Textile Materials“ wiederum ging es um unterschiedliche Fasern und wie diese produziert werden, während in „Clothing Production“ verschiedene Nähmaschinen und Stichtypen auf dem Programm standen. Überhaupt sind die Themen sehr vielfältig: So hatten wir darüber hinaus Laborarbeit, wo wir beispielsweise Baumwoll- und Seidenfasern mikroskopisch untersucht haben. In „Economics“ und „Computer Applications“ haben wir uns mit Betriebs-, Volkswirtschaft und Computertechnik auseinandergesetzt.

Ein Foto von Christine Rehermann

Christine Rehermann

Foto: privat

Englisch empfinde ich nicht als zusätzliche Belastung. Die Dozenten helfen nach dem Unterricht oder in den Sprechstunden auch auf Deutsch weiter. Außerdem gab es in den ersten beiden Semestern Englisch-Pflichtkurse, wo noch einmal Grammatik und Vokabeln vertieft wurden. Die Fachvokabeln müsste ich sowieso lernen, egal ob auf Deutsch oder Englisch. So kann ich mich gleich international verständigen, was ja gerade im Modebereich wichtig ist. In dieser globalisierten Branche gibt Englisch den Ton an.

Vielleicht ein Job im Ausland

Im sechsten Semester sind ein Auslands- oder ein Praxis-Semester Pflicht. Ich habe mich noch nicht entschieden, was genau ich machen möchte. Im siebten Semester schreibt man die Bachelorarbeit. Ich glaube, dass uns das Studium sehr gut auf ganz unterschiedliche Arbeitsbereiche vorbereitet und uns viele Perspektiven eröffnet. Vielleicht arbeite ich nach dem Abschluss ein paar Jahre im Ausland. Ich möchte aber nicht auf Dauer auswandern, sondern gern in Deutschland bleiben.

Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich gerne in einem mittelständischen Unternehmen arbeiten, das Kleidung herstellt. Am liebsten im Einkauf oder in der Qualitätssicherung. Dann würde ich mit den Designern auf Messen fahren, Stoffe aussuchen und die bestellte Ware prüfen. Das finde ich alles sehr spannend.

abi>> 07.03.2016