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Roboter in Bewegung bringen

Junger Mann mit Schutzbrille steht neben einer Produktion galvanisierter Kunststoffteile und prüft deren Qualität.
Im Bachelorstudium „Automation – Industrie 4.0“ an der Hochschule Mittweida werden Aspekte von Industrie 4.0 mit praxisnaher Anwendung kombiniert.
Foto: Julien Fertl

Automation – Industrie 4.0

Roboter in Bewegung bringen

Lisa Weinbeck studiert seit zwei Semestern „Automation – Industrie 4.0“ an der Hochschule Mittweida in Sachsen. Die technikaffine 22-Jährige lernt dort zum Beispiel wie elektronische Geräte und Anlagen programmiert werden.

Schon als Jugendliche stand Lisa Weinbeck gerne mit ihrem Vater in der Garage und schraubte an Rollern und Autos herum. „Mir war früh klar, dass ein Bürojob nichts für mich sein würde, sondern dass ich etwas Handwerkliches machen möchte“, erinnert sie sich. Tatsächlich absolvierte sie nach ihrem Abitur zunächst eine Ausbildung als Werkzeugmechanikerin – und studiert nun im zweiten Semester an der Hochschule (HS) Mittweida.

„In meinem Ausbildungsbetrieb, in dem unter anderem Chipkarten hergestellt werden, war Industrie 4.0 ein großes Thema. Man versuchte, alles zu digitalisieren und die Fertigungsprozesse zu optimieren“, erzählt Lisa Weinbeck. Diese Entwicklung interessierte die 22-Jährige so sehr, dass sie recherchierte, welche Studiengänge sie auf diesen Berufsbereich vorbereiten würden – dabei stieß sie auf den zulassungsfreien Bachelorstudiengang „Automation – Industrie 4.0“ an der HS Mittweida: „Mich hat gereizt, dass Aspekte von Industrie 4.0 mit praxisnaher Anwendung aus der Produktion kombiniert werden.“

Früh einen Schwerpunkt gewählt

Ein Porträt-Foto von Lisa Weinbeck

Lisa Weinbeck

Foto: Kurt Sauer

Im ersten Semester standen Grundlagen in Elektronik, Mathematik, Informatik und Programmierung auf dem Stundenplan. In Werkstofftechnik bekamen die Studierenden einen Überblick über unterschiedliche Werkstoffe, wie diese aufgebaut sind und wie sie verändert werden können. Im Fach Konstruktion lernten sie, wie Maschinen und Brücken (auf-)gebaut sind.

Mit dem zweiten Semester konnte Lisa Weinbeck bereits einen Schwerpunkt wählen. Sie entschied sich für das Fach Entwicklung: „Dabei steht im Mittelpunkt, wie man Fertigungsprozesse automatisieren und Daten entsprechend verarbeiten kann.“ Neben allgemeineren Fächern wie Betriebswirtschaftslehre, Physik und weiterhin Elektronik belegt sie daher auch schwerpunktspezifische Module. „Digitale Technik ist eine Mischung aus Informatik und Elektronik – da bekommen wir sehr praktisch orientierte Aufgaben und müssen etwa ein Programm für ein kleines Gerät schreiben“, berichtet die Studentin. Weitere Themen sind Robotik und Microcontroller. Letztere sind kleine Chips, mit deren Hilfe Geräte gesteuert werden.

Automobilbranche ist das Ziel

„Der Studiengang verknüpft Elemente aus Informatik, Technik und Elektronik. Das muss einen schon interessieren, man muss sehr technikaffin sein“, findet Lisa Weinbeck. Ihr aber macht genau das viel Spaß: „Ich finde es sehr faszinierend, zu lernen, was hinter der Digitaltechnik steckt. Außerdem ist der Bereich der Automatisierung spannend: Wie bekommt man zum Beispiel Roboter dazu, etwas Bestimmtes zu tun?“

Anfangs wird in dem Studium viel Theorie gelehrt, ab dem vierten Semester wird die Studentin dieses Wissen mehr und mehr in der Praxis anwenden. Für ein Praxismodul müssen die Studierenden in einem Unternehmen arbeiten – und werden ermuntert, ihre Abschlussarbeit ebenfalls dort zu schreiben. Diese steht im sechsten und letzten Semester an.

Was sie nach ihrem Abschluss machen möchte, weiß Lisa Weinbeck noch nicht genau. „Ich würde aber gerne anschließend einen passenden Masterstudiengang anhängen“, sagt die 22-Jährige. Denn ihren Wunschjob hat sie bereits im Auge – zumindest vage: „Ich kann mir gut einen Einstieg in der Automobilbranche vorstellen. Das passt bestens zu meinem Studium und meinen Interessen.“

abi>> 21.08.2018