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Von den Grundlagen in die Spezialbereiche

Detailaufnahme von Blutproben in einer Analysemaschine.
In Forschungspraktika erhalten Chemiestudierende einen Einblick in die Laborarbeit.
Foto: Raik Rönicke

Chemie

Von den Grundlagen in die Spezialbereiche

In seinem Bachelorstudium Chemie an der TU Clausthal gewinnt Sören Dreyer (20) Einblicke in die verschiedenen Gebiete der Naturwissenschaft und vertieft diese bei der praxisorientierten Arbeit mit Doktoranden.

Die Naturwissenschaften begeisterten Sören Dreyer schon auf dem Gymnasium. Eine davon faszinierte ihn besonders. „Dank der Chemie können wir zahlreiche Prozesse der Umwelt verstehen oder überhaupt erst wahrnehmen. Mit ihr lässt sich alles, was existiert, erzeugen“, bringt er es auf den Punkt. Damit stand seine Studienwahl fest und es folgte das Chemiestudium an der TU Clausthal.

Fluoreszenz und andere Phänomene

Ein Porträt-Foto von Sören Dreyer

Sören Dreyer

Foto: Privat

„Zu Beginn kam es besonders auf gute Physikkenntnisse an, weil es in einigen Vorlesungen zum Beispiel um Mechanik, Optik, Elektrizitätslehre oder Magnetismus geht“, erinnert sich der Student, der bereits das sechste und damit letzte Semester erreicht hat. „Auch mit Mathematik hat Chemie viel zu tun, etwa bei der quantitativen Auswertung spektroskopischer Ergebnisse.“

In den ersten drei Semestern wurden Grundlagen in den klassischen drei Teilbereichen vermittelt, der anorganischen, organischen und physikalischen Chemie. Der Praxisbezug war groß. „Mehr als die Hälfte der Zeit entfiel auf universitätsinterne Praktika, bei denen ich das Wissen aus den Vorlesungen anwenden konnte“, sagt Sören Dreyer. Die Praktika füllen die Semester und die vorlesungsfreie Zeit weitgehend aus. „Dafür haben wir vergleichsweise wenige Klausuren – etwa drei pro Semester sowie eine mündliche Prüfung zu den Praktika.“

Ab dem vierten Semester ging es um Spezialbereiche wie Technische Chemie, Makromolekulare Chemie, Bio- oder Bauchemie. Bei Exkursionen zu Unternehmen lernten die Studierenden die Branche kennen. Ab dem fünften Semester folgten dann sogenannte Forschungspraktika. „Dabei konnte ich einem Doktoranden über die Schulter schauen und im Labor mitarbeiten“, berichtet der Student. Diese Praktika erstreckten sich über mehrere Wochen und widmeten sich Themen wie Fluoreszenzphänomenen oder bioabbaubaren Polymeren. „Auch Einblicke in den Ablauf einer Promotion haben wir bekommen.“ Eine wegweisende Erfahrung, denn Master und Doktortitel werden in der Chemie fast ausnahmslos vorausgesetzt.

Der nächste Schritt: Ein Masterabschluss

Für den 20-Jährigen steht der nächste Schritt bereits fest. „Auf jeden Fall ein Masterabschluss. Ich habe mich noch nicht entschieden, worauf ich mich spezialisieren werde.“ Derzeit fordert seine Bachelorarbeit zum Thema Organische Leuchtdioden reichlich Aufmerksamkeit. Es dauert also noch etwas bis zum Berufseinstieg, für den es zahlreiche Möglichkeiten gibt. „Neben einer Karriere in der Wissenschaft kommt der Bereich Forschung und Entwicklung bei einem Unternehmen in der freien Wirtschaft infrage. Auch der öffentliche Dienst, etwa die Rauschgiftanalytik bei der Polizei oder eine Labortätigkeit in einem Umweltamt, reizt mich“, erklärt Sören Dreyer.

abi>> 21.06.2016