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Gebündelte Naturwissenschaften

Junge Frau stellt ein Lasermessgerät ein.
In den Nanowissenschaften wählt man aus einem breiten Angebot an Vertiefungsmöglichkeiten die Optionen aus, die den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entsprechen.
Foto: Melanie Loser

Bachelorstudium Nanowissenschaften

Gebündelte Naturwissenschaften

Naturwissenschaften waren schon in der Schule die besondere Leidenschaft von Andreas Körner. Nur eines war für den heute 23-Jährigen ein Problem: sich zwischen Physik, Chemie und Biologie zu entscheiden. Das Studium der Nanowissenschaften war die Lösung, um alle drei Interessen zu vereinen.

Nanowissenschaften decken als Querschnittsdisziplin alle naturwissenschaftlichen Themen ab. Das war für mich ein wichtiges Kriterium“, sagt Andreas Körner, der derzeit im Studiengang Nanowissenschaften an der Uni Kassel eingeschrieben ist. In den Grundlagenmodulen des Studiengangs nehmen die Bachelorstudierenden zunächst an naturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen teil. Veranstaltungen zum Thema Nanowissenschaften kommen in den Vertiefungsmodulen zum Tragen. Nach den ersten beiden Semestern war für den 23-Jährigen die Orientierung klar: Seinen Schwerpunkt setzte er bei der Physik, mit Chemie an zweiter Stelle und Biologie als Randthema. Grundsätzlich bietet der Studiengang große Flexibilität. „Man kann auch alle drei Disziplinen gleichwertig studieren und die Spezialisierung über Wahlpflichtmodule vornehmen“, erklärt der Student. An der Physik reizt ihn besonders die Verbindung zwischen abstrakter mathematischer Herleitung und der experimentellen Erprobung. „Der theoretische Aspekt ist hier stärker ausgeprägt und die Verzahnung mit der Praxis finde ich spannend.“

Stundenplan nach Maß

Ein Porträt-Foto von Andreas Körner

Andreas Körner

Foto: Sebastian Mense

Dieser Forscher- und Entdeckergeist hilft Andreas Körner auch bei der Gestaltung des Studiums. In den Nanowissenschaften wählt man aus einem breiten Angebot an Vertiefungsmöglichkeiten die Optionen aus, die den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entsprechen. Ein Studium nach vorgegebenem Plan sind die Nanowissenschaften also noch weniger als andere naturwissenschaftlich-technische Studiengänge. „Man muss sich selbst orientieren und Schwerpunkte setzen“, sagt er. „Nanowissenschaften sind in den verschiedensten Arbeitsgruppen an der Universität einsetzbar, mit naturwissenschaftlicher oder auch ingenieurtechnischer Ausrichtung. Dort gelingt ein tieferer Einstieg in spezifische Themen in Form von Praktika und schließlich mit der Bachelorarbeit.“

Die Zukunft erforschen

Als Thema seiner Bachelorarbeit hat Andreas Körner sich photonische Kristalle vorgenommen. Dahinter verbirgt sich ein Zukunftsthema. „Hier geht es um Systeme, die in Zukunft Prozesse tragen sollen, die heute auf Elektronen basieren, wie zum Beispiel in der Computertechnologie“, erklärt er. Ein Prozessor, der anstelle von Elektronen mit Licht arbeitet – das klingt wie Science-Fiction. In seiner Arbeit analysierte der Bachelorstudent die von seinem Betreuer hergestellten Kristalle und wertete sie aus.

Doch vor der Bachelorarbeit musste Andreas Körner spezifische Herausforderungen des Studiengangs bewältigen, die er so beschreibt: „Bei diesem breit angelegten Studium kann man nur einzelne Lehrveranstaltungen aus jeder Naturwissenschaft belegen. Hier muss man erkennen, welche Grundlagen fehlen und diese eigenständig erarbeiten.“ Orientierung, selbstverantwortliches Studium, Eigeninitiative und ein gutes Zeitmanagement sind also gefragt. Das sind auch perfekte Grundlagen für das Berufsleben.

Was Andreas Körner nach seinem Abschluss beruflich machen möchte, darüber hat er sich noch keine konkreten Gedanken gemacht. Im Anschluss an einen englischsprachigen Masterstudiengang Nanoscience an der Universität Kassel könnte er sich gut vorstellen zu promovieren, um weiter im Nanobereich an Zukunftsfragen zu forschen.

abi>> 02.07.2019