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„Perfekte Mischung aus Labor und Praxis“

Ein Mann in einem Stereomikroskop beim Untersuchen von Fossilien.
Das Geologiestudium an der Universität Greifswald bereitet die Studierenden mit hohem Praxisbezug auf ihre spätere Arbeit vor.
Foto: Thorsten Mischke

Geologie

„Perfekte Mischung aus Labor und Praxis“

Judith Büchler fasziniert die Entstehung der Erde. Deswegen studiert die 20-Jährige nun Geologie im zweiten Bachelorsemester.

Nach dem Abitur wusste Judith Büchler nicht genau, was sie studieren wollte und reiste erst einmal ein Jahr um die Welt. Dabei verschlug es sie auch in die Alpen – und die heute 20-Jährige wollte herausfinden, wie dieses Gebirge entstanden ist und geformt wurde. Sie entschied sich deswegen für ein Bachelorstudium der Geologie. „Mich interessieren auch Naturwissenschaften und das Arbeiten im Labor“, sagt Judith Büchler. „Die Geologie ist für mich daher eine perfekte Mischung aus Labor und Praxis.“

Die Wahl fiel auf die Universität Greifswald. „Ich habe mir die Stadt vorher angeschaut und mir gefiel, dass sie am Meer liegt und ähnlich groß ist wie meine Heimatstadt Lüneburg in Niedersachsen.“ Ein weiterer Pluspunkt war: Das Bachelorstudium der Geologie ist in Greifswald zulassungsfrei. Judith Büchler musste sich deswegen nur einschreiben und keine weiteren Auswahlverfahren durchlaufen.

Grundlagen in Mathe, Physik und Chemie schaffen

Ein Porträt-Foto von Judith Büchler

Judith Büchler

Foto: Pamela Büchler

Die 20-Jährige ist zwar erst im zweiten Semester, hat aber schon einen guten Überblick über den Aufbau des Studiums. „In den ersten beiden Semestern haben wir grundlegende Fächer wie Mathe, Physik und Chemie“, erzählt sie. „Wer in der Oberstufe Physik hatte, hat sicher keine Probleme damit – ich musste mich in dem Fach aber etwas durchkämpfen. Das Gute ist: Wenn man diese Grundlagen in Naturwissenschaften geschafft hat, kommen sie im Studium so auch nicht mehr vor.“

Außerdem belegte Judith Büchler weitere Vorlesungen und Seminare. Dazu gehörte etwa die Einführung in die Geologie, in der ein Überblick über Aspekte wie Plattentektonik, Vulkantypen und Eiszeiten gegeben wurde. Hinzu kamen Geomorphologie über die Bildung von Oberflächen, Mineralogie und Gesteinsbestimmung. Demnächst folgen Bereiche wie Hydrologie, die sich zum Beispiel mit dem Grundwasser beschäftigt, und Geodynamik, bei der unter anderem Plattenverschiebungen Thema sind.

Exkursionen sind Teil des Studiums

„Das Studium ist sehr praxisorientiert“, findet die 20-Jährige. „Es kommt zum Beispiel vor, dass wir in einer Vorlesung über verschiedene Gesteine einen Haufen Steine auf den Tisch geschüttet bekommen und ihre Zusammensetzung genau analysieren müssen.“ Die Studierenden versuchen dann, das gerade Gelernte anzuwenden: Wie fest ist das Gestein? Welche Mineralien sind zu sehen?

Auch Exkursionen sind fester Bestandteil des Studiums – oft sind sie für die vorlesungsfreie Zeit eingeplant und können wenige Tage, aber auch mehrere Wochen dauern. „Sie gehören zum Pflichtprogramm und wir müssen am Ende Berichte verfassen“, erzählt Judith Büchler. Demnächst steht zum Beispiel eine Exkursion zum Thema Kartierung an. Schon jetzt freut sich die 20-Jährige auch auf eine dreiwöchige Exkursion, die die Hochschule im vierten Semester nach Nordamerika organisiert.

Überblick über die Entstehung der Erde

Als weiteren Vorteil des Geologiestudiums in Greifswald empfindet Judith Büchler, dass der Studiengang eher klein ist. „Wir sind nur 14 Studierende, dadurch ist die Betreuung sehr persönlich und eng, geradezu familiär – auch deswegen war Greifswald für mich die richtige Entscheidung.“

Vor allem thematisch gefällt ihr das Studium sehr gut. „Ich bekomme einen Überblick über das große Ganze, also wie die Welt entstanden ist und wie alles zusammenhängt.“ Einen Schwerpunkt legen Judith Büchler und ihre Kommilitonen im Bachelorstudium nicht, können durch einzelne Wahlmodule wie beispielsweise Zoologie oder Recht aber durchaus individuellen Interessen nachgehen. „Wir erhalten auch Einblicke in relevante Themen wie Endlagerstätten, in denen wir Aspekte behandeln, die ebenfalls mit der Geologie zusammenhängen.“

Wohin es beruflich einmal gehen soll, weiß die 20-Jährige allerdings nicht. „Das ist noch ganz offen.“

abi>> 22.05.2017