Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Ab dem zweiten Semester im Labor

Detailaufnahme von einer Agar Platte mit Bakterien.
Benedikt Hölbling möchte später in der Forschung tätig sein.
Foto: Thorsten Ulonska

Molekulare Biomedizin

Ab dem zweiten Semester im Labor

In Hinblick auf seine Studienwahl hatte Benedikt Hölbling (25) nach einer Möglichkeit gesucht, sein Interesse für Biologie und Medizin zu verbinden. Im Studiengang Molekulare Biomedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn hat er diese gefunden.

Für biologische Prozesse und wie sie zu Krankheiten führen können, interessiert sich Benedikt Hölbling schon seit langem – hiermit wollte er sich gern im Studium beschäftigten. „Doch ich war mir anfangs nicht sicher, ob ich Molekularbiologie oder Medizin studieren soll, bis ich bei meiner Recherche auf diesen Studiengang aufmerksam geworden bin, der beides verbindet. Er passt auch, weil ich in die Forschung gehen möchte und wir hier sehr gut darauf vorbereitet werden“, erzählt er. Der Bachelorstudiengang wird am Life & Medical Sciences (LIMES)-Institut durchgeführt, einer international ausgerichteten Hochschuleinrichtung für biomedizinische Grundlagenforschung an der Universität Bonn.

Zwischen den Disziplinen

Ein Porträt-Foto von Benedikt Hölbling

Benedikt Hölbling

Foto: Privat

Im Laufe seines Studiums hat Benedikt Hölbling bereits einiges an Fachwissen erworben. „Zu Beginn wurden die naturwissenschaftlichen Grundlagen und Kenntnisse vermittelt“, blickt er zurück. „Da hatten wir Module wie Anorganische Chemie, Organische Chemie, Physik und Zellbiologie.“ Vom zweiten bis zum vierten Semester hatten die Vorlesungen größtenteils einen medizinischen oder biologischen Fokus. Nun standen Module wie Anatomie, Biochemie, Immunologie, Genetik und Entwicklungsbiologie sowie Mikrobiologie auf dem Lehrplan. „Sie wurden größtenteils durch hochschulinterne Praktika begleitet, sodass wir früh erste Erfahrungen im Labor sammeln konnten.“

Nun im fünften Semester belegen die Studierenden Wahlpflichtmodule, in denen hauptsächlich praktisch gearbeitet wird, oft unterstützt durch Vorlesungen. „Dabei ist es möglich, je nach Interesse aus bestimmten Bereichen zu wählen“, sagt Benedikt Hölbling. „Ich selbst habe mich für Module in den Bereichen Immunologie/Immungenetik, Entwicklungspathologie, Neurobiologie, Entwicklungsbiologie, Humangenetik und Neuroimmunologie entschieden.“

Rekonstruktive Neurobiologie im Praktikum

Mit Fragestellungen zur medizinisch-technischen Unterstützung von Menschen beschäftigen sich keine kompletten Module, relevant sind sie dennoch. „Es gibt immer wieder auch Vorlesungen zu Themen aus diesen Bereichen, vor allem zu Tissue Engineering, der künstlichen Anzucht und Weiterverwendung von Gewebe (siehe auch den Beitrag „Künstliche Gewebezüchtung: Hoffnung aus der Petrischale“), oder Medizintechnik“, erklärt Benedikt Hölbling. Studierende, die sich besonders für solche Inhalte interessieren, können in entsprechenden Arbeitsgruppen der Universität Bonn oder des zugehörigen Uniklinikums unter anderem Praktika absolvieren oder auch ihre Bachelorarbeit darüber schreiben. „Den größten Kontakt zum Thema Tissue Engineering hatte ich persönlich in einem Praktikum am Institut für Rekonstruktive Neurobiologie“, berichtet der 25-Jährige. „Auch hier gab es Vorlesungen zu theoretischen Hintergründen und Seminare zu aktuellen Erkenntnissen und Fragestellungen, und wir konnten praktisch dazu arbeiten.“

Im kommenden Jahr wird Benedikt Hölbling mit dem Masterstudium beginnen. „Wo genau, ist noch offen, da die meisten Bewerbungsfristen erst im Frühjahr oder Sommer enden. Ich bewerbe mich in ganz Deutschland und teils auch international, vor allem auf Studienplätze im Bereich der Neurowissenschaften.“

abi>> 22.02.2016