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Naturphänomenen auf die Schliche kommen

Ein junger Mann blickt durch eine Linse.
Wie bricht sich das Licht in einem Prisma? Naturphänomene wie diese sind das Thema der Physik. Diese grundlegende Naturwissenschaft baut auf der Mathematik auf und blickt desöfteren über den eigenen, fachlichen Tellerrand hinaus - beispielsweise in die Elektrotechnik oder Informatik.
Foto: Hildenbrand

Physik

Naturphänomenen auf die Schliche kommen

Im Physikstudium an der Universität Augsburg lernt Maximilian Wolf (22) die vielfältigen Grundlagen dieser Naturwissenschaft kennen. Auch Mathematik, Informatik und Elektrotechnik spielen in seinem Bachelorstudium eine Rolle.

Neugierig auf das, was die Welt im Innersten zusammenhält, entschied sich Maximilian Wolf nach dem Abitur für das grundlegende Physikstudium: „Man ist in jedem Moment im Alltag oder der Natur mit physikalischen Phänomenen konfrontiert. Es ist für mich faszinierend, diese nach und nach verstehen zu können.“

In den zulassungsfreien Studiengang konnte er sich direkt einschreiben. An der Universität Augsburg ist es außerdem möglich, Chemie und Informatik im Nebenfach zu belegen: „Ich habe mich für Informatik entschieden, damit ich den digitalen Anforderungen der Berufswelt gewachsen bin“, ergänzt der Student.

Experimentalphysik und theoretische Physik

Ein Porträtbild von Maximilian Wolf

Maximilian Wolf

Bild: privat

Das Studium behandelt insbesondere die beiden Hauptbereiche der Physik: Experimentalphysik und theoretische Physik. „In der Experimentalphysik geht es um die Untersuchung physikalischer Phänomene durch Versuche. Die analytische Beschreibung erfolgt wiederum in der theoretischen Physik. Hier werden alle Ergebnisse akribisch hergeleitet.“ In den ersten beiden Semestern spielt daher die Mathematik eine große Rolle.

Um von Anfang an gut zurechtzukommen, stehen den Studierenden zwei Hilfsangebote offen, erklärt Maximilian Wolf: „Wir können eine offene Mathematik- sowie Physiksprechstunde besuchen. Dort geben Tutoren Tipps und Hilfestellungen für das Bearbeiten der jeweiligen Übungsblätter. Das fand ich vor allem im ersten Semester in Mathe beim Thema Analysis hilfreich, da das Hochschulniveau doch eine große Umstellung gegenüber der Schulmathematik bedeutete.“

Weitere Studieninhalte sind Mechanik, Hydrodynamik, Thermodynamik, Elektrodynamik, Optik, Quantenmechanik, Festkörperphysik, Atomphysik, Kernphysik und statistische Physik. „Die Dozierenden beziehen dabei auch immer aktuelle Forschungsinhalte ein“, betont Maximilian Wolf, der inzwischen das sechste – und damit letzte – Semester erreicht hat.

Wie funktioniert ein Drehpendel?

Sein Wissen konnte der 22-Jährige in zwei hochschulinternen physikalischen Praktika anwenden. Für alle, die das Nebenfach Chemie gewählt haben, steht außerdem ein chemisches Praktikum an. Das Anfängerpraktikum in Physik findet im dritten und vierten Semester statt. „Dabei wird man in das Experimentieren, wissenschaftliche Arbeiten und Deuten der Messdaten eingeführt“, berichtet der Student. „Konkret geht es vor allem um grundlegende Versuche in Elektrik, Mechanik, Optik und Wärme. Wir haben zum Beispiel Versuche mit dem Drehpendel, das oft in Uhren verbaut ist, durchgeführt und die Schwingungsdauer gemessen.“

Im fünften Semester folgt das aufwendigere Fortgeschrittenenpraktikum an verschiedenen Lehrstühlen. „Hier werden teilweise konkrete technische Anwendungen behandelt. Wir lernten zum Beispiel die Rasterkraftmikroskopie kennen, also das Abrastern von Proben mit bis zu atomarer Auflösung, um Oberflächenstrukturen zu erfassen. In einem Versuch haben wir ein Eichgitter aufgezeichnet, worauf wir die Oberflächenstruktur einer CD abbilden und sehen konnten, wie die Daten beschrieben wurden.“

In der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem fünften und sechsten Semester belegen die Physikstudierenden zudem ein einwöchiges Elektronikpraktikum, um etwa grundlegende Schaltungen zu verstehen, die in der Messtechnik angewendet werden.

Forschung oder freie Wirtschaft?

Für Maximilian Wolf war das Physikstudium die richtige Entscheidung – und er möchte diesen Weg weitergehen. „Im Wintersemester 2018/19 werde ich in Augsburg das Masterstudium in Physik aufnehmen. Langfristig gesehen bin ich noch unentschlossen, ob ich in der Forschung bleiben oder in die freie Wirtschaft gehen möchte. Aufgrund der Vielseitigkeit des Physikstudiums stehen mir viele Türen offen.“

 

abi>> 21.06.2018