Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Kein Schminkkurs für Fortgeschrittene

Puder und Pinsel
Britta Schnittker lernt in ihrem Studium, wie man Make-up und Co. herstellt.
Foto: Martina Striegl

Technologie der Kosmetika und Waschmittel

Kein Schminkkurs für Fortgeschrittene

Die Zusammensetzung und Herstellung kosmetischer Produkte interessierten Britta Schnittker (23) bereits in ihrer Schulzeit. Mit ihrem Bachelorstudiengang „Technologie der Kosmetika und Waschmittel“ an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe verfolgt sie dieses Interesse weiter – mit Blick auf eine mögliche Berufstätigkeit im Bereich Produktentwicklung und -herstellung.

Anfänglich erntete Britta Schnittker in ihrem Freundeskreis unterschiedliche Reaktionen auf die Wahl ihres Studienfachs. „Die einen ignorierten den Begriff ,Technologie‘ und hatten die Vorstellung, man würde uns an der Hochschule das Schminken beibringen. Was natürlich Unsinn ist – das ist kein Schmink- und Waschkurs für Fortgeschrittene. Andere dagegen dachten: so viel Chemie“, erzählt Britta Schnittker.

Affinität zu Naturwissenschaften ist wichtig

Ein Porträt-Foto von Britta Schnittker

Britta Schnittker

Foto: Privat

Wer das Studium der „Technologie der Kosmetika und Waschmittel“ in Erwägung zieht, sollte laut Britta Schnittker eine Affinität zu naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern mitbringen und sich für die Herstellung von Kosmetika und Waschmitteln sowie deren Inhaltsstoffe interessieren. Zu den wichtigsten Lehrinhalten gehören zum einen die Grundlagenfächer Mathematik, Chemie, Physik, Mikrobiologie oder Verfahrenstechnik, und zum anderen spezifische Fächer wie Sensorik für Kosmetiktechnologen, Recht, betriebswirtschaftliche Grundlagen sowie Physiologie und Anatomie.

Viel Zeit verbrachten Britta Schnittker und ihre Kommilitonen auch im Labor, wo sie insbesondere auf den späteren beruflichen Alltag vorbereitet wurden. „Wir absolvierten zunächst Laborpraktika in den Grundlagenfächern. Im vierten und fünften Semester kamen die fachspezifischen Praktika in der Kosmetik- und Waschmitteltechnologie hinzu.“

Schwerpunkt steckt bereits im Titel

Spezielle Schwerpunkte musste Britta Schnittker nicht wählen, da das Studium selbst, so die Studentin, schon ein Schwerpunktfach darstelle. Allerdings bot sich den Studierenden die Möglichkeit, sich etwa im Bereich Physik oder Mathematik für Wahlpflichtfächer zu entscheiden und entsprechende Vertiefungen zu wählen. „Da diese Wahlpflichtfächer jeweils nur ein Semester dauern und insgesamt drei belegt werden müssen, dienen sie größtenteils dazu, einen Einblick in andere Fachrichtungen zu geben“, erklärt Britta Schnittker.

Den Abschluss des Studiums bilden im sechsten Semester das Praxisprojekt und die Bachelorarbeit. Das schriftlich auszuarbeitende Praxisprojekt dient vielen Studierenden als Vorarbeit für die Bachelorarbeit. Britta Schnittker beschäftigte sich darin mit der Zusammensetzung hochkonzentrierter Flüssigwaschmittel. „Ich erhoffe mir, mit diesem Studium bessere Einstiegschancen in die Kosmetik- und Waschmittelbranche zu haben als mit einem reinen Chemie- oder Biochemiestudium“, sagt sie.

Mittlerweile ist sie im Masterstudiengang „Life Science Technologies“ an derselben Hochschule eingeschrieben. Dieser greift Bereiche auf, die im Bachelorstudium ausgespart wurden, wie Verpackungs- und Umwelttechnik oder Ethik. Darüber hinaus werden die bisherigen Grundlagen im ingenieurwissenschaftlichen und chemischen Bereich vertieft. Eine gute Basis für ihren möglichen späteren Berufsweg im Bereich Produktentwicklung und -herstellung von Kosmetika und Waschmitteln. „Aber noch ist offen, wo die berufliche Reise hingeht“, fügt Britta Schnittker hinzu.

abi>> 08.12.2015

weitere beiträge

  • zu BERUFE.TV (Öffnet sich in neuem Fenster)
  • zu den abi>> Podcasts

andere beiträge der rubrik