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Infrastruktur effizient gestalten

Close up.Auf einem Satellitenfoto des Planungsgebiets wird ein Wert abgemessen und auf einen anderen Plan übertragen.
In seinem praktisch veranlagten Studium plant Gereon Lümmen beispielsweise die infrastrukturelle Bebauung einer Brachfläche.
Foto: Frank Pieth

Verkehrsingenieurwesen und Mobilität

Infrastruktur effizient gestalten

Gereon Lümmen studiert an der RWTH Aachen im Bachelor „Verkehrsingenieurwesen und Mobilität“. Der 23-Jährige lernt dort, wie Verkehrswege von Autos, Flugzeugen, Zügen und Co. optimal geplant werden.

Bei der Verkehrsplanung spielen komplexe Fragen eine Rolle, die von unterschiedlichen Experten geklärt werden müssen. Diese Vielschichtigkeit ist einer der Gründe, warum Gereon Lümmen mit seiner Studienwahl so zufrieden ist: Der 23-Jährige hat sich für den Bachelorstudiengang „Verkehrsingenieurwesen und Mobilität“ an der RWTH Aachen entschieden.

„Schon als Kind haben mich Autos, Flugzeuge und Züge fasziniert“, erinnert er sich. In der Oberstufe wurde ihm dann klar, dass er auch „etwas mit Verkehr“ studieren wollte. „Bei der Suche habe ich schnell gemerkt, dass es keine allzu große Auswahl an Studiengängen konkret mit Mobilität gibt. Deswegen bin ich relativ schnell auf das Angebot der RWTH gestoßen.“

In den ersten Semestern wurden Grundlagen geschaffen: „Wir hatten viele Veranstaltungen zusammen mit den angehenden Bauingenieuren“, erzählt der 23-Jährige. Dazu gehörten Mathe und Mechanik, aber auch Themen wie Tragwerksplanung. Später kamen weiterführende Fächer dazu, darunter Straßenplanung, Maschinenbau und Flughafenwesen. Kaufmännische Aspekte und Basisinformationen aus der Betriebswirtschaftslehre standen ebenfalls auf dem Studienplan, genauso wie Einblicke in die Stadt- und Regionalplanung.

Interdisziplinarität macht den Reiz aus

Ein Porträt-Foto von Gereon Lümmen

Gereon Lümmen

Foto: privat

In diesem Studium geht es allerdings nicht darum, später selbst Autos oder Flugzeuge zu bauen: „Wir können uns später um die Infrastruktur kümmern – die Fahrzeuge für diese kommen aber von anderen Fachleuten.“ Das verdeutlichte auch ein praktisch orientiertes Projekt, bei dem sich die Studierenden eine Brachfläche in Aachen anschauten und ein Viertel planten, das man dort bauen könnte. Dabei beschäftigten sie sich mit verschiedenen Fragen: Wie viel Platz braucht man für Häuser, Gewerbeflächen und Straßen? Wo möchte man Grünflächen anlegen und wo Haltestellen für den öffentlichen Nahverkehr?

„Das Schöne ist, dass das Studium sehr interdisziplinär angelegt ist“, sagt Gereon Lümmen. „Natürlich spielt Technik eine große Rolle und man muss für viele Aspekte mathematisches Verständnis haben.“ Dennoch gehören auch andere Kenntnisse dazu. Beim Themenbereich Flughafenwesen zum Beispiel lernten der 23-Jährige und seine Kommilitonen, wie ein Terminal aufgebaut sein muss und was man beim Bau einer Landebahn beachten sollte. „Bei der Straßenplanung wurde uns dann beigebracht, wie steil und eng eine Kurve sein darf, wie Straßen entwässert werden und auf was man bei der Steigung achten muss.“

Dieser Aufbau des Studiums werde manchmal kritisiert, erzählt Gereon Lümmen: „Denn man bekommt Einblicke in viele verschiedene Bereiche, beschäftigt sich jedoch nicht tiefergehend mit einzelnen Themen.“ Dafür sei seiner Meinung nach jedoch der anschließende Master gedacht, bei dem man sich in vier Semester spezialisieren kann. Das ist auch Gereon Lümmens Plan. Davor heißt es noch, den Bachelor abzuschließen, in dem er derzeit im achten Semester studiert. „Ich brauche für das Bachelorstudium gerade etwas länger als die Regelstudienzeit von sechs Semestern, weil ich in der Fachschaftsverwaltung sehr aktiv bin“, erzählt er.

Optimistisch in die Zukunft

Im Frühjahr 2018 möchte er seinen Abschluss machen und den Master „Mobilität von Personen“ an der RWTH anschließen. In diese Richtung soll es dann auch beruflich gehen. „Ich kann mir gut vorstellen, entweder in einem Verkehrsbetrieb wie der Bahn oder dem öffentlichen Nahverkehr zu arbeiten. Oder aber, bei einem Ingenieurbüro anzufangen und mich dort mit Themen rund um die Verkehrsplanung zu beschäftigen.“

Auf jeden Fall schaut er optimistisch in die Zukunft. „Ich bin mir sicher, dass Mobilität ein wichtiges Thema bleiben wird“, sagt der 23-Jährige. „Verkehr wird es immer geben – und für die nächsten Jahrzehnte ist es sicher eine der großen Fragen, wie wir uns neuen Entwicklungen anpassen und mit dem Thema umgehen.“

abi>> 17.10.2017