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Sprache trifft Wirtschaft

Übersetzung für Businessenglisch
Englisch ist nach wie vor die wichtigste Wirtschaftssprache der Welt.
Foto: Alex Becker

Kultur und Wirtschaft

Sprache trifft Wirtschaft

Die meisten Philologen beschäftigen sich vor allem mit Literatur, Sprache und Kultur. Nicht so Katharina Gärtner (22): Ihr Anglistikstudium verknüpft Geistes- und Wirtschaftswissenschaften.

An der Universität Mannheim werden Katharina Gärtner und ihre Kommilitonen nur BaKuWis genannt: Die Abkürzung bezeichnet den Studiengang „Bachelor Kultur und Wirtschaft“. Er bietet die Möglichkeit, Geisteswissenschaften wie beispielsweise Anglistik, Romanistik und Germanistik mit Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre zu kombinieren. Die 22-Jährige hat sich für die Kernfächer Anglistik und BWL entschieden. „Meine Kurse in Anglistik und Amerikanistik machen etwa 75 Prozent des Studiums aus. Die restliche Zeit belege ich Seminare zu Themen wie Finanzwirtschaft, Produktion und Rechnungswesen.“ Obwohl der Anteil an Seminaren und Vorlesungen in Betriebswirtschaftslehre geringer ist, ist der Lernaufwand am Ende eines Semesters oft höher: „In Anglistik schreiben wir zwar viele Hausarbeiten, in BWL müssen wir für die Klausuren allerdings viel rechnen und auswendig lernen. Wer sich für das Studium entscheidet, sollte deshalb nicht nur bereit sein, viele Texte zu lesen, sondern auch fit in Mathe sein.“

Ungewöhnliche Fächerkombination

Ein Porträt-Foto von Katharina Gärtner

Katharina Gärtner

Foto: Privat

Nachdem Katharina Gärtner nach dem Abi ein Jahr als Au-pair in Irland gearbeitet hatte, stand für sie fest: „Ich will etwas mit Englisch machen.“ Aber einfach „nur“ die Sprache studieren, das reichte ihr nicht. „Mein damaliger Freund erzählte mir von der Fächerkombination Kultur und Wirtschaft, das fand ich auf Anhieb spannend.“ Sie bewarb sich bei mehreren Hochschulen, die entsprechende Studiengänge anbieten und erhielt schließlich eine Zusage von der Uni Mannheim.

In Anglistik beschäftigt sich die Bachelorstudentin mit Themen wie Mehrsprachigkeit und Spracherwerb. Auch Übersetzungskurse und Wirtschaftsenglisch gehören dazu. „Ich habe meinen Schwerpunkt auf die Sprachwissenschaft gelegt und interessiere mich besonders für die Psycholinguistik“, berichtet sie. „Heute gibt es immer mehr Menschen, die mehrsprachig aufwachsen. In meiner Abschlussarbeit will ich untersuchen, welche Auswirkungen das auf die Marketingstrategien von Unternehmen hat.“

Zum Studieren nach England

Das nächste Semester verbringt die Studentin in England. Ein Auslandsaufenthalt ist nicht verpflichtend, wird aber von der Uni empfohlen und gefördert. „Da das Urlaubssemester nicht fest im Studienplan vorgesehen ist, sollte man frühzeitig mit der Planung anfangen und gegebenenfalls einige Seminare vorziehen“, empfiehlt die 22-Jährige. Auch ein mehrwöchiges Praktikum in einem internationalen Unternehmen steht noch auf dem Plan. „Es würde mich reizen, mal in einen Konzern reinzuschauen, und einen Einblick zu bekommen, wie die Arbeit dort aussieht. Kommilitonen von mir machen zum Beispiel Praktika im Marketing oder im Personalmanagement.“

Wie viele Geisteswissenschaften bereitet auch das Anglistikstudium nicht auf einen einzigen, konkreten Beruf vor. „Mein Vorteil ist, dass ich mich nach dem Studium auch mit betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen auskenne.“ Bevor sie ins Berufsleben startet, will die 22-Jährige aber erst einmal ein Masterstudium anschließen. „Da mir der BWL-Teil meines Studiums gut gefällt, könnte ich mir vorstellen, auch meinen Master in dem Bereich zu machen. Ein Master in Anglistik oder Kulturwissenschaften wäre aber ebenfalls möglich.“

abi>> 21.09.2015

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