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Eine Reise durch die Massenmedien

Kopfhörer liegt auf einem Zeitungsstapel.
Eher Hörfunk, Zeitung oder PR? Mit dem Publizistik-Studium will Florian Dolzanski herausfinden, was er besonders spannend findet.
Foto: Oliver Killig

Publizistik

Eine Reise durch die Massenmedien

Journalist, PR-Berater oder doch Meinungsforscher? Die Welt der Medien ist voll mit unterschiedlichen Berufen. Einen guten Einblick liefert ein Publizistik-Studium, das Florian Dolzanski (25) an der Uni Mainz absolviert. Er ist im fünften Semester.

Wer nicht weiß, was er werden will, studiert irgendwas mit Medien. Eine Tatsache? Oder ein Klischee? „Auf mich trifft ersteres zu“, gesteht Florian Dolzanski. „Wobei ich natürlich ein Interesse an der Thematik hatte. Man ist schließlich selbst Konsument von Zeitungen, Internet, Funk und Fernsehen.“ Da der gebürtige Mainzer gerne in seiner Heimatstadt bleiben wollte, entschied er sich für ein Bachelorstudium in Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität.

Ein Porträt-Foto von Florian Dolzanski

Florian Dolzanski

Foto: Simon Merz

Hingehen und einschreiben? So einfach geht das bei einem örtlich zulassungsbeschränkten Studiengang nicht. „Man braucht schon ein gutes Abi. Im Sommersemester 2013 lag der Numerus clausus bei 1,8. Da ich zuvor aber eine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung gemacht hatte, habe ich im Nachrückverfahren über die Wartesemester einen Platz ergattert.“

Journalismus, Medienrecht und Social Media

Doch was ist Publizistik eigentlich? „Das hatte ich mich zuvor auch gefragt“, schmunzelt der Student, der sich in seinem Studium mittlerweile ein Bild machen konnte. „Publizistik ist eine empirische Sozialwissenschaft, die Strukturen, Funktionen und Wirkungen der Massenmedien untersucht. Dafür lernen wir die nötigen Instrumente anzuwenden, wie Inhaltsanalyse, Experiment oder Interview. Um das nicht bei allen Studierenden beliebte Fach Statistik kommt man dabei leider nicht herum“, sagt er.

Die empirischen Methoden sind aber nur ein Schwerpunkt des Studiums – wie ein Blick auf die Inhalte der drei Abschnitte Einführungs-, Vertiefungs- und Examensphase verrät. In den ersten beiden Semestern warten auf die Neulinge Einführungsvorlesungen zu folgenden Themen: Publizistikwissenschaft, Mediengeschichte und -struktur, Medienrecht und Journalismus. Wie der Name Vertiefungsphase schon verrät, werden die Grundkenntnisse im dritten und vierten Semester genauer unter die Lupe genommen. Hinzu kommen Vorlesungen und Seminare zu den Themen politische Kommunikation und Medienpolitik, neue Medien wie Social Media und Web 2.0, Medienkonvergenz, Nachrichtenauswahl und Public Relations.

Das Studium als Entscheidungshilfe

Florian Dolzanskis Zwischenfazit? „Durch das Publizistik-Studium erhält man einen guten Einblick in unterschiedlichste Bereiche. Der Bachelorstudiengang hilft in jedem Fall herauszufinden, was man besonders spannend findet und wo man sich vorstellen kann, später zu arbeiten“, findet er. Der 25-Jährige kam zu der Erkenntnis, dass es ihn nicht hundertprozentig in den Journalismus zieht. Sein Interesse geht mehr in Richtung Wirtschaft, weshalb er am Ende des Studiums vorhat, ein längeres freiwilliges Praktikum im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, etwa in einer PR-Abteilung eines Unternehmens, zu absolvieren. „Hier kann ich das Interesse an der PR und meine Kenntnisse aus meinem Nebenfach Wirtschaftswissenschaften perfekt miteinander kombinieren und mich auf den Berufseinstieg vorbereiten.“

abi>> 08.06.2015