Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Geprobte Praxis als A und O

Eine junge Frau mit rotem Jacket moderiert etwas und wird von einem Kameramann gefilmt.
Im Studium Ressortjournalismus stehen Vorlesungen zu Fächern wie TV-Journalismus, Hörfunk, Online und Print sowie Medien- und Wirkungsforschung auf dem Programm.
Foto: Martin Rehm

Ressortjournalismus

Geprobte Praxis als A und O

Isabella Fischer (24) studiert im siebten Semester Ressortjournalismus an der Hochschule Ansbach. Ihr praktisches Studiensemester absolvierte sie unter anderem beim ZDF in Berlin und erhielt so frühzeitig einen konkreten Einblick in ihren späteren Beruf.

Wenn Isabella Fischer an ihre Kindheit zurückdenkt, erkennt sie schon früh ihre journalistischen Wurzeln. „Als ich fünf Jahre alt war, habe ich mir das Lesen und Schreiben selbst beigebracht und eigene Zeitungen gemalt und geschrieben. Meine Mutter meinte, dass es früh abzusehen war, dass ich Journalistin werden möchte. Auch wenn ich den Beruf damals noch gar nicht kannte.“

Nach dem Abitur und einer kurzen Auszeit im Ausland entschied sich die heute 24-Jährige daher für ein Studium der Theater-, Medien und Politikwissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. „Für eine Journalistenschule fühlte ich mich persönlich immer zu schlecht. Dennoch merkte ich bald, dass der eingeschlagene Studienweg nicht zu mir passt“, erinnert sich die Studentin. Über eine Bekannte erfuhr sie vom Studiengang Ressortjournalismus an der Hochschule Ansbach, für den sie sich schließlich erfolgreich bewarb.

Grundlagen aus verschiedenen Bereichen

Ein Porträt-Foto von Isabella Fischer

Isabella Fischer

Foto: privat

In den ersten drei Semestern erlernen die angehenden Journalisten die Grundlagen in den verschiedenen Medienbereichen. „Wir hatten Vorlesungen in Fächern wie TV-Journalismus, Hörfunk, Online und Print sowie Medien- und Wirkungsforschung. In dieser Phase kristallisiert sich heraus, ob das Feld das richtige für einen ist.“ Im Anschluss erfolgt die Spezialisierung auf einen der fünf möglichen Themenschwerpunkte. Isabella Fischer entschied sich für das Sportressort. „Früher hatte ich immer den Traum, Stadionsprecherin beim 1. FC Nürnberg zu werden. Das war wohl der erste Impuls dafür, dass es irgendwann in diese Richtung gehen wird“, erzählt die Nachwuchsreporterin.

Nachdem die Studierenden im Schwerpunktstudium schließlich das Wissen in den spezifischen Themengebieten vertiefen, folgt im fünften Semester ein fest integriertes praktisches Studiensemester. Drei Monate lang arbeitete Isabella Fischer beim ZDF in Berlin, erst im Landesstudio, später dann beim Morgenmagazin. „Die Zeit war durch die vielen Nachtschichten zwar sehr anstrengend, zugleich aber auch lehrreich und hat mir großen Spaß gemacht.“ Da ihr Praktikum während des Bundestagswahlkampfs stattfand, durfte sie oft auch alleine auf die Straße gehen und kleine Interviewsequenzen drehen. „Wenn die Sendung dann um 9 Uhr erfolgreich beendet ist und dein Name im Abspann läuft, ist das ein tolles Gefühl, auch wenn man nur ein kleines Rädchen der großen Maschinerie war.“

Nach einer kurzen Schnupperzeit beim NDR in Hannover, verbrachte sie den zweiten Teil ihres sechsmonatigen Praktikums bei ZDF digital in Mainz, der hauseigenen Produktionsfirma des ZDF. Dort arbeitete sie in der Social-Media-Redaktion von Arte und durfte während der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang auch die Kollegen vom ZDF Sport in der Social Media Arbeit unterstützen.

Praktische Erfahrungen als Türöffner

Inzwischen ist Isabella Fischer im siebten Semester und wird bald mit ihrer Bachelorarbeit beginnen. Wenn sie auf ihre Studienzeit zurückblickt, erinnert sie sich vor allem an die vielen praktischen Studienleistungen und spannenden Exkursionen. Zudem ermöglichten es vielfältige Kooperationen der Hochschule, regional in Erscheinung zu treten, etwa auf dem Online-Portal der Nürnberger Nachrichten. Genau diese Erfahrungen brauche man ihrer Meinung nach, um erfolgreich in der Branche zu arbeiten. Ihr Tipp deshalb: Praktika und viel Durchhaltevermögen.

Für ihren eigenen Berufseinstieg wünscht sich Isabella Fischer einen Job zu finden, für den sie jeden Tag gern aufsteht. „Das ist wichtiger als eine gute Bezahlung“, meint sie und fügt an: „Sicherheit im Job wird in der Journalismus-Branche schwer genug. Daher versteife ich mich auch nicht auf den Sportbereich.“ Sollte es dennoch klappen, wäre ihr größter Wunsch, für die öffentlich-rechtlichen Sender von verschiedenen Wintersportevents zu berichten. Anfangs sei es aber erstmal wichtig, in der Branche Fuß zu fassen. Der Rest ergebe sich dann meist von alleine.

abi>> 15.01.2019