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Planspiel Tourismus

Blick auf verschiedene aufblasbare Globen.
Die Reiselust steigt – und damit auch die Jobchancen in der Touristikbranche.
Foto: Julien Fertl

Tourismus Management

Planspiel Tourismus

Wie arbeiten verschiedene Tourismus-Unternehmen an einem Ferienort sinnvoll zusammen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Timo Brückner. Der 27-Jährige studiert an der Hochschule München im fünften Semester den Bachelorstudiengang Tourismus Management.

Reisekatalog statt Gesetzbuch: Nach einigen Semestern Jura zog es Timo Brückner Richtung Reisen. „Ich suchte nach speziellen Studienangeboten im Touristikbereich und begann 2014, an der Hochschule München Tourismus Management zu studieren“, erinnert er sich. Zulassungsvoraussetzung für Tourismus Management ist die Hochschulreife. Da der Studiengang zulassungsbeschränkt ist, wird die Zahl der Studienplätze jedes Semester der Zahl der eingegangenen Bewerbungen gegenübergestellt. Daraus ergibt sich, wenn die Nachfrage höher ist als das Angebot, der Numerus clausus (NC). Dieser kann variieren und bestimmt, ab wann es keine Plätze mehr gibt. Er hängt allerdings nicht immer nur von der Abitur-Note ab. Außerdem muss jeder Studienbewerber für Tourismus Management, der keine fachpraktische Ausbildung durchlaufen hat, vor Studienbeginn ein mindestens sechswöchiges Vorpraktikum im kaufmännischen Bereich absolvieren. Der Studiengang dauert sieben Semester einschließlich eines Praxissemesters im vierten Halbjahr. „Ich werde voraussichtlich im September 2017 mein Studium mit dem Bachelor of Arts abschließen“, plant Timo Brückner.

Statistik und Strategie

Ein Porträt-Foto von Timo Brückner

Timo Brückner

Foto: privat

„In den ersten drei Semestern ging es vor allem um die fachlichen Grundlagen in BWL, VWL, Statistik und Wirtschaftsmathematik sowie um Fremdsprachen. Nach und nach werden tourismusspezifische Schwerpunkte wichtiger“, erklärt er. „In den letzten beiden Semestern können wir Kompetenzfelder und Fallstudien entsprechend unseren Berufszielen und persönlichen Interessen wählen. So erhalten wir Einblick in die Praxis und können inhaltliche Schwerpunkte setzen.“ Dabei arbeiten die Studierenden in Kleingruppen an konkreten Fragen aus der Praxis – beispielsweise an einem Konzept zur Produktentwicklung oder einer Marketing-Strategie.

Pflicht- und Wahlfächer mit Planspiel

Gerade hat Timo Brückner sein Praxissemester bei einem Personaldienstleister beendet. Auf seinem Semesterwochenstundenplan von 24 Stunden finden sich nun die Pflichtfächer VWL, Verkehrsträger-/Mobilitäts-Management sowie das englischsprachige Fach Intercultural Skills. „Dabei stehen verschiedene Länderschwerpunkte zur Wahl, aus denen ich mir Irland ausgesucht habe“, ergänzt Timo Brückner. Außerdem besucht er das Pflichtfach Management-Methoden.

Als Wahlfach hat er sich für Existenzgründung entschieden. Dazu kommt ein Unternehmensplanspiel: „Wir simulieren die verschiedenen Unternehmen an einem Reiseziel – wie Fremdenverkehrsbüros, Hotels oder einen Bergbahnbetreiber –, ermitteln gegenseitige Abhängigkeiten und erstellen ein gemeinsames Standort-Marketing.“

Interkulturelles Interesse und ökonomisches Denken

Als erster Vorsitzender der Fachschaft hat Timo Brückner zudem das allgemeine Wahlpflichtfach Projektmanagement für Studierendenvertretungen belegt: „Wer sich dort engagiert, lernt mehr über die Managementpraxis als in theoretischen Vorlesungen. Dank ihres engen Kontakts zu Unternehmen hilft die Studierendenvertretung auch bei der Suche nach Praxissemesterplätzen.“

Das Thema Präsenzpflicht verändert sich im Laufe des Studiums: „Anfangs besteht während der Grundlagenvorlesungen keine Anwesenheitspflicht. Jetzt ist es nicht zuletzt für das Unternehmensplanspiel wichtig, dass wir als Team regelmäßig an den zugehörigen Veranstaltungen teilnehmen“, stellt Timo Brückner klar.

Studieninteressierten erklärt er: „Das Studium fordert neben ökonomischem Denken und Zahlenverständnis vor allem interkulturelles Interesse und Einfühlungsvermögen. Es gilt, die verschiedenen Beteiligten in dieser vielfältigen Branche mit ihren Bedürfnissen zu verstehen – sowohl die Anbieter als auch die Reisenden.“ Eine interessante Aufgabe, der sich Timo Brückner gerne stellt.

abi>> 04.07.2016