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Wissenswertes zum Lehramtsstudium

Schultafel mit Aufschrift Traumjob
Lehramt ist nicht gleich Lehramt: abi>> gibt einen Überblick.
Foto: Martin Rehm

Lehramt studieren: FAQ

Wissenswertes zum Lehramtsstudium

Eine gültige Hochschulzugangsberechtigung ist die erste Voraussetzung für ein Lehramtsstudium. Vor Studienbeginn gibt es jedoch noch weitere Fragen zu klären: Wo will ich unterrichten, welche Fächer kann ich kombinieren, welche Hochschulen bieten Lehramtsstudiengänge an? abi» gibt einen Überblick.

Welche Lehramtstypen gibt es?

Wer Lehrer werden will, muss sich vor dem Studium für einen Lehramtstyp entscheiden. In der Regel wird zwischen den Lehrämtern Grundschule (Primarstufe), Hauptschule, Mittelschule, Realschule (Sekundarstufe I), Gymnasium (Sekundarstufe II), berufsbildende Schule sowie Förder-/Sonderschule unterschieden. In einigen Bundesländern können auch schulstufenübergreifende Lehrämter studiert werden, Absolventen könnten dann beispielsweise sowohl an der Grundschule als auch an Haupt-, Mittel- und Realschulen unterrichten.

Welche Schulfächer und Kombinationsmöglichkeiten gibt es?

In der Regel müssen mindestens zwei Fächer studiert werden, hinzu kommen didaktische und pädagogische Anteile. In der Sonder-/Förderpädagogik liegt der Schwerpunkt auf der Bildung von Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, im Studium wird deshalb auch der pädagogische Umgang mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Förderbedürfnissen wie Lernbeeinträchtigungen oder Sprach- und Sprechstörungen thematisiert.

Mathe, Englisch, Biologie, Politik, Kunst, Sport – die Anzahl der verschiedenen Schulfächer ist groß, noch umfangreicher sind die Kombinationsmöglichkeiten. Doch es gibt auch Einschränkungen. Bei der Fächerwahl sollte man berücksichtigen, dass nicht alle Fächer in allen Bundesländern unterrichtet werden. „Wer sich für ein regionales Fach wie Niederländisch in Nordrhein-Westfalen entscheidet, muss sich also bewusst sein, dass er sich damit eventuell einschränkt – nicht nur, was einen Hochschulwechsel, sondern auch was die Einsatzmöglichkeit als Lehrkraft in anderen Bundesländern angeht“, weiß Sabine Reich, Berichterstatterin der Kultusministerkonferenz (KMK) für Lehrerbildung. „Abiturienten sollten sich deshalb unbedingt bei den lehramtsbezogenen Studienberatungen informieren, die es an den meisten Universitäten gibt.“ Diese informieren über mögliche Fächer und Kombinationsmöglichkeiten.

Welche Hochschulen bieten Lehramtsstudiengänge an?

Die verschiedenen Lehrämter können in der Regel an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen (nur in Baden-Württemberg) studiert werden.

Welche Abschlüsse gibt es?

Lehramtsstudiengänge können sowohl mit Bachelor und Master als auch mit dem Staatsexamen abgeschlossen werden. Das ist je nach Bundesland unterschiedlich. Während viele Länder wie etwa Nordrhein-Westfalen mittlerweile auf das Bachelor-/Mastersystem umgestellt haben, schließen Lehramtsstudierende im Saarland ihr Studium zum Beispiel nach wie vor mit dem Staatsexamen ab.

Was ist der Vorbereitungsdienst?

Bevor sie in den Beruf starten können, müssen Lehramtsanwärter einen Vorbereitungsdienst absolvieren, das sogenannte Referendariat. Für den Zugang zum Referendariat ist je nach Bundesland ein entsprechendes Lehramtsstudium mit Masterabschluss oder mit Abschluss erstes Staatsexamen erforderlich. Die Dauer des Referendariats beträgt zwischen zwölf und 24 Monate. Durch Hospitationen, eigenständigen Unterricht und Lehrproben werden in dieser Zeit die Fertigkeiten für den Lehrerberuf geübt und bewertet. Neben der praktischen Tätigkeit vor Ort in der Schule besuchen Lehramtsreferendare auch Seminare, um didaktische und pädagogische Kenntnisse zu vertiefen.

abi>> 09.11.2015