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„Kinder sagen, was sie denken“

Unterricht in einer Grundschulklasse
Andreas Drobny lernt, wie man Inhalte speziell für Grundschulkinder aufbereitet.
Foto: Axel Jusseit

Grundschullehramt

„Kinder sagen, was sie denken“

Andreas Drobny (22) studiert Grundschullehramt an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg. Schülern als Vorbild, Berater und Unterstützer zu dienen, ist nur einer seiner Beweggründe.

Ursprünglich wollte Andreas Drobny Sport auf Gymnasiallehramt studieren. Als er die Sporteignungsprüfung nicht bestand, schrieb er sich stattdessen für Grundschullehramt ein – und war schnell davon begeistert. „Ich merkte bereits in der ersten Praxisphase, dass mir die Arbeit mit Grundschülern super viel Spaß macht. In dieser Phase kann man den Schülern noch so viel beibringen“, erzählt Andreas Drobny, der mittlerweile im siebten und damit letzten Semester ist und an seiner Zulassungsarbeit für das Erste Staatsexamen schreibt.

Entwicklung der Kinder steht im Vordergrund

Ein Porträtfoto von Andreas Drobny

Andreas Drobny

Foto: privat

Besonders gefällt ihm an seinem Studium der Mix aus Fachwissenschaft und -didaktik. „Im Grundschullehramt hat man bedeutend mehr didaktische Fächer als in Studiengängen, die auf das Lehramt an weiterführenden Schulen vorbereiten. Neben der Vermittlung des Lehrstoffes steht die Entwicklung der Kinder stark im Vordergrund“, erklärt der Student, der neben seinem Hauptfach Evangelische Religionslehre die Fächer Mathe, Deutsch und Sport gewählt hat.

Sein Studiengang ist praxisnah ausgerichtet. „Neben Schwerpunktveranstaltungen wie Kirchgengeschichte, Ethik oder Bibelkunde spielt zum Beispiel auch die Grundschuldidaktik eine große Rolle“, erklärt der 22-Jährige. In dem Modul lernt er, wie er einen bestimmten Inhalt bestmöglich vermitteln kann – das ist wichtig, um später den Unterricht an die Fähigkeiten der einzelnen Schüler anpassen zu können.

Fünf Praktika während des Studiums

Darauf vorbereiten sollen auch die Praxisphasen, die er und seine Kommilitonen während des Studiums absolvieren. Insgesamt fünf studienbezogene Praktika gilt es bis zum Ersten Staatsexamen zu bewältigen – manche studienbegleitend, manche in den Semesterferien. „Diese sollte man wirklich ernst nehmen. Wenn man später ins Referendariat kommt, muss man zeigen, was man kann“, findet Andreas Drobny.

Er selbst hat in seinen Praktika viel gelernt, auch Dinge, die er aus seiner eigenen Grundschulzeit nicht kannte: zum Beispiel, wie der Unterricht in Ganztagesklassen oder bei Jahrgangsmischungen abläuft, wo mehrere Klassen gemeinsam unterrichtet werden.

Ehrlich währt am längsten

Nicht nur neuen Input, sondern auch viele schöne und lustige Erlebnisse nimmt Andreas Drobny aus den Praktika mit. „Ich muss heute noch schmunzeln, wenn ich an eine Situation zurückdenke, als mir ein Kind in einer sehr dominanten Art mitgeteilt hat, dass ich doch endlich mal wieder zum Friseur gehen müsse. Kinder sind einfach herrlich direkt“, erzählt der 22-Jährige, dem vor allem die Wertschätzung seitens der Kinder zeigte, dass seine Studienentscheidung richtig war.

Die Tatsache, dass er in manchen Seminaren einer von drei Männern unter 27 Frauen ist, stört ihn dabei nicht. „Man sollte schließlich das studieren, was einem Spaß macht. Außerdem freuen sich Schulleitung sowie Kinder immer sehr, wenn eine männliche Lehrkraft in der Klasse ist, weil das nicht so häufig vorkommt – Männer sind also ziemlich begehrt“, berichtet Andreas Drobny augenzwinkernd. Er freut sich schon jetzt darauf, einen spannenden und abwechslungsreichen Job auszuüben.

abi>> 02.03.2017