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Elektronik mit kleinsten Elementen

Ein junger Mann testet unter einem hellen Lichtstrahl ein Metallstück auf seine Funktionsfähigkeit.
Um winzige, elektronische Bauteile geht es im Masterstudium „Nanoelectronic Systems“, eine Spezialisierung der Elektrotechnik.
Foto: Katharina Kemme

Nanoelectronic Systems

Elektronik mit kleinsten Elementen

Im Masterstudiengang „Nanoelectronic Systems“ an der Technischen Universität Dresden hat Tom Mauersberger (25) mit „fast unsichtbaren“ Bauelementen zu tun – er arbeitet nämlich mit Größen im Milliardstel-Bereich.

Bereits seinen Bachelorstudiengang hatte Tom Mauersberger seinem Interesse gemäß ausgesucht: Mikrotechnologie an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. „Damals hatte ich mich sehr für elektronische Systeme interessiert, die so klein sind, dass man sie nicht mit dem bloßen Auge erkennen kann, und für die Technologien, um solche Systeme herzustellen.“

Um sich weiter in diese Richtung zu spezialisieren, stand für ihn schnell fest, dass er für den Masterstudiengang „Nanoelectronic Systems“ an die Technische Universität (TU) Dresden wechseln wird. Zur Wahl standen in diesem drei Schwerpunkte: „Entwurf von nanoelektronischen Systemen“, „Technologien“ und „Anwendung nanoelektronischer Systeme“. „Ich habe mich für die Technologien entschieden, also den Schritt zwischen Entwurf und Anwendung.“

„Lab Sessions“ und andere Module

Ein Porträt-Foto von Tom Mauersberger.

Tom Mauersberger

Foto: privat

Der Master beinhaltet im ersten und zweiten Semester jeweils vier Pflichtmodule, in denen die Grundlagen für spätere Spezialisierungsmodule gesetzt werden. Dazu gehören etwa „Lab Sessions“, also Labor-Module, in Robotik und Photovoltaik sowie Module wie „Semiconductor Technology”, also Halbleitertechnologien. „Ab dem zweiten Semester wählt man außerdem aus mittlerweile 30 Angeboten Wahlpflichtmodule aus“, ergänzt Tom Mauersberger. Er hat sich unter anderem für die Module „Innovative Halbleiter-Bauelemente“, „Speichertechnologien“ und „Molekulare Elektronik“ entschieden.

Das regulär viersemestrige Masterstudium erfolgt komplett in englischer Sprache – Zugangsvoraussetzung war daher ein Sprachtest, zum Beispiel der TOEFL-Test. „Mit der Sprache komme ich gut zurecht. Ich habe mich dafür auch entschieden, weil ich gerne frei Englisch sprechen können wollte. Der Studiengang ist außerdem sehr international – ich bin derzeit sogar der einzige deutsche Student hier“, berichtet er.

Auch die Praxisnähe sagt ihm zu: „In fast jedem Modul gab es ein hochschulinternes Praktikum, bei dem die Inhalte aus den Vorlesungen direkt angewendet wurden.“ Sie führten zum Beispiel Experimente im Labor durch oder bauten eine Solarzelle.

Forschung mit Silizium-Nanodrähten

Eine weitere Besonderheit seines Studiengangs ist eine Projektarbeit im dritten Semester: „Es handelt sich dabei um so etwas wie ein Praktikum, das über das gesamte Semester läuft, in der Regel parallel zu den Lehrveranstaltungen. Ich forschte am Institut für Halbleiter- und Mikrosystemtechnik an Silizium-Nanodrähten, verfasste darüber eine Arbeit und musste diese auch verteidigen.“

Seine Masterarbeit baute auf der Projektarbeit auf: „Ich habe mich mit nanoelektronischen Materialien beschäftigt und aus den Silizium-Nanodrähten eine neuartige Form von Transistoren entwickelt“, berichtet er.

Vor Kurzem hat er sein Studium erfolgreich beendet. „Direkt im Anschluss werde ich nun an der TU Dresden ein Promotionsstudium beginnen“, erzählt er und ergänzt: „Ich könnte mir danach vorstellen, in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung eines Wirtschaftsunternehmens zu arbeiten.“

abi>> 07.05.2018