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Gebäude gestalten als Kunstrichtung

Das 3D-Modell eines Haues ist auf dem Bildschirm eines Tablets zu sehen.
Im Fokus des Architektur-Studiums an der Akademie der Bildenden Künste stehen das künstlerische und wissenschaftliche Arbeiten.
Foto: Martin Rehm

Architektur

Gebäude gestalten als Kunstrichtung

In welchen gesellschaftlichen, kulturellen, urbanen Räumen wollen wir leben – und vor allem wie? Das sind zentrale Fragen, die Architekturstudentin Christine von Raven (23) interessieren. Daher entschied sie sich für ein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste (ABK) in Stuttgart.

In Christine von Ravens Architekturstudium steht das Entwerfen sowie das künstlerische und wissenschaftliche Arbeiten in allen Maßstäben im Fokus. „Genau diese Ausrichtung hatte mich davon überzeugt, Architektur nicht klassisch an der Uni, sondern an der Kunsthochschule zu studieren“, erklärt sie. In der Schule hatte sie Physik und Kunst als Leistungskurse, kam aber auch mit guten Noten in Mathematik nach Hause – alles Fächer, für die man als angehender Architekt Interesse haben sollte.

Nach dem Abitur und zwei Praktika in einem Architekturbüro sowie auf der Baustelle in einer Zimmerei stand fest, dass sie Architektin werden will. Inzwischen hat die 23-Jährige den Bachelor in der Tasche, studiert nun im Master, ebenfalls an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. „Ich hatte mir zwar einige Architekturstudiengänge an anderen Hochschulen angeschaut, habe mich aber letztlich für die ABK entschieden, da die Arbeitssituation hier einfach super ist.“ Damit meint die Studentin zum Beispiel die gut ausgestatteten Werkstätten und Ateliers, die internationale Vernetzung sowie die Möglichkeit, Lehrveranstaltungen der anderen Kunstdisziplinen der Akademie nutzen zu können.

Viele Freiheiten im Master

Ein Porträt-Foto von Christine von Raven

Christine von Raven

Foto: Christian Lohmann

„Im Mittelpunkt des viersemestrigen Masterstudiums steht der architektonische Entwurf unter Berücksichtigung des gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Kontextes und unter Nutzung aller Medien und Darstellungstechniken“, erklärt Christine von Raven. Neben dem Studium arbeitet sie als Werkstudentin in einem Stuttgarter Ingenieurbüro, das innovative Klima- und Energiekonzepte entwickelt und bewertet.

Das entspricht auch ihren Schwerpunkten im Studium, die insbesondere auf den Themen nachhaltiger Städtebau, Architektur der Zukunft und Urban Design liegen. „Das Schöne ist, dass hier zum einen Teamarbeit großgeschrieben wird, zum anderen man im Master viele Freiheiten hat, zum Beispiel was die Wahl des Entwurfsprojektes oder die Studieninhalte anbelangt.“ Die losen Strukturen erfordern viel Eigeninitiative und Disziplin. Die Devise an der Kunsthochschule lautet: nicht bloßes Aufgabenstellungen abarbeiten, sondern selbst Dinge entwerfen.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten nach dem Studium

Und nach dem Abschluss? „Wohin meine berufliche Reise geht, weiß ich noch nicht. Das Spannende ist ja, dass ich nicht unbedingt als Architektin arbeiten muss. Ich könnte auch im Bereich Design, Forschung und Lehre oder Ausstellungdesign Fuß fassen. Außerdem machen sich viele Absolventen mit einem eigenen, innovativen Büro selbstständig.“

Gut zu wissen: Ohne den Master of Arts in der Tasche hätte die 23-Jährige keine Chance, ihre Passion beruflich auszuleben. Denn für die berufliche Anerkennung durch die Architektenkammer ist ein vierjähriges Studium Pflicht – da reicht der Bachelorabschluss nach drei Jahren allein nicht aus.

abi>> 03.12.2018