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Technik zum Klingen bringen

Ein Paar Audiokopfhörer liegt auf einer Notenpartitur
Wer Music Design studiert, sollte besonders musikalisch sein und ein gutes Gehör haben. Aber auch der technische Aspekt spielt in diesem Studium eine herausragende Rolle.
Foto: Nancy Heusel

Music Design

Technik zum Klingen bringen

Sounds und Musik – wer denkt da nicht an das letzte Festival oder das neue Album der Lieblingsband. Meist ist es erst die professionelle Bearbeitung, die Klänge und Musik so perfekt macht. Das weiß auch Jonas Kieser (23), der Audiovisuelle Medien im Master studiert.

„Musik war immer schon meine Leidenschaft. Ich spiele Gitarre und Trompete, bin aber auch technikinteressiert. Da bot sich zuerst der Bachelor in Audiovisuelle Medien an meiner jetzigen Hochschule, der Hochschule der Medien in Stuttgart (HdM), an. Dort konnte ich mich in beiden Bereichen, Musik und Technik, ausprobieren“, erzählt Jonas Kieser. Durch die Erfahrungen aus dem grundständigen Studium bestärkt, entschied er sich schließlich für den weiterführenden Master. „Ich habe noch andere Studiengänge verglichen. Aber das Umfeld und das Angebot mit meinem jetzigen Schwerpunkt Ton haben mich überzeugt, zu bleiben.“

Mit den richtigen Voraussetzungen zum Master

Obwohl er an seiner Hochschule blieb, musste der 23-Jährige natürlich den Bewerbungsprozess zum Master durchlaufen. Voraussetzung hierfür ist ein Bachelor in einem anerkannten Studiengang im medienbezogenen ingenieurwissenschaftlichen Bereich. „Bei der Bewerbung werden das Bachelorzeugnis, ein Motivationsschreiben, ein Lebenslauf sowie ein Empfehlungsschreiben von Lehrkräften oder Betreuungspersonen aus der Praxis eingereicht. Der Notenschnitt entscheidet, kann aber mit dem Schreiben und Berufserfahrung angehoben werden“, erklärt der Zweitsemester.

Gut (ab-)gemischt

Schon mit der Bewerbung entschied sich Jonas Kieser für einen der vier Schwerpunkte Computergrafik/Computeranimation, Film/Fernsehen, Interaktive Systeme/Games oder Ton. „Inhaltlich liegt der Studiengang zwischen Technik und Gestaltung. Alle Studierenden belegen Module im Bereich Informatik und Mathematik. Für mich ist aber vor allem das Programmieren von Audio-Effekten interessant, weil ich Ton als Schwerpunkt gewählt habe.“

Portrait Jonas Kieser

Jonas Kieser

Foto: Christopher Müller

Auch die Praxis kommt nicht zu kurz: „Im Rahmen eines Seminars habe ich mit akustischen Messungen und einem Hörversuch getestet, wie wirksam ein aktueller Noise-Cancelling-Kopfhörer Außengeräusche abschirmt.“ Lehrangebote im Bereich Nachrichtentechnik und Fotografie machen den Studiengang sehr vielseitig. „Produzenten, Tonmeister oder Komponisten geben im Rahmen von Workshops Input aus der Praxis“, berichtet Jonas Kieser.

Das Studium ist insgesamt auf drei Semester angelegt und stellt eine ausgewogene Mischung aus Theorie und kreativer Praxis dar. Neben den Pflichtfächern Mathematik und Informatik gibt es Vorlesungen und Seminare passend zum gewählten Schwerpunkt. „Im zweiten Semester führen wir eine eigene Produktion durch. In meinem Schwerpunkt Ton ist das dieses Mal ein interaktives Hörspiel. In den professionell ausgestatteten Studios ist das definitiv ein Highlight für mich“, erzählt der 23-Jährige.

In Zukunft eigenständig

Die Masterarbeit steht im dritten Semester an. Für die Zeit danach hat Jonas Kieser eine grobe Richtung, wo es mit dem Abschluss hingehen könnte. „Momentan arbeite ich als Werkstudent in der Industrie, kann mir da aber einen späteren Einstieg weniger vorstellen. Ich tendiere eher zur Selbstständigkeit oder Gründung eines Unternehmens im Bereich Ton – da kommt mir das Netzwerk der Hochschule zugute. Aber auch eine Promotion ist nicht ausgeschlossen“, überlegt der Masterstudent.

abi>> 09.05.2019