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Nanometer dünne Schichten für magnetische Speicher

Detail: Ingenieurin platziert Solarzelle unter Konfokalmikroskop
Die Nanowissenschaften untersuchen auf chemische und physikalische Art etwa die Oberfläche von Atomen und Molekülen.
Foto: Axel Jusseit

Nanowissenschaften

Nanometer dünne Schichten für magnetische Speicher

Im Masterstudium Nanowissenschaften an der Uni Bielefeld konzentriert sich Mareike Dunz auf ein noch junges Teilgebiet der Nanoelektronik, das mit Elektronik und Magnetismus zu tun hat: Spintronik. Die 23-Jährige steht im vierten und letzten Semester und arbeitet an ihrer Abschlussarbeit. Praktische Erfahrungen sammelte sie bei einem Praktikum an der University of Alabama.

„Der größte Teil der Vorlesungen erstreckt sich über die Module ‚Vertiefung‘ und ‚experimentelle Nanophysik‘“, berichtet Mareike Dunz. Die Studentin beschäftigt sich in ihrem Studienalltag beispielsweise mit Biophysik, Photonik, Hydrodynamik, Halbleiterphysik, Magnetismus, Nanoskopie oder Oberflächenphysik. Zu den Pflichtanteilen des Studiums, dessen Veranstaltungen zum Teil auf Englisch abgehalten werden, gehört etwa ein Nanowissenschaften-Praktikum im Labor der Universität.

Darüber hinaus können die Studierenden sich für frei wählbare Module – auch von anderen Fakultäten – entscheiden. „In den Semesterferien kann man außerdem Kurse wie das Elektronik-Praktikum oder Programmierkurse belegen und sich anrechnen lassen“, zählt die Studentin Möglichkeiten der Profilbildung auf. Nach den vier Semestern Regelstudienzeit sollen die Studierenden mathematisch-physikalische Theorien auf nanowissenschaftliche Fragestellungen anwenden können und dadurch befähigt werden, physikalische Gesetzmäßigkeiten im Nanobereich zu erkennen.

Masterarbeit im Bereich Spintronik

Ein Porträt-Foto von Mareike Dunz

Mareike Dunz

Foto: privat

Gerade arbeitet Mareike Dunz an ihrer Masterarbeit. „Ich beschäftige mich mit der Herstellung und Charakterisierung eines neuen magnetischen Materials, das in Form extrem dünner Schichten irgendwann vielleicht in Anwendungen wie magnetischen Speichern eingesetzt werden könnte“, erklärt sie. „Ich stelle Proben dieses Materials her und untersuche, wie verschiedene Faktoren bei der Herstellung die Eigenschaften beeinflussen.

Schon während des Bachelorstudiums hat sie sich auf diesen Bereich konzentriert und auch im Master vor allem Vorlesungen zum Thema Festkörperphysik und Magnetismus gehört.

Praxiserfahrung im Ausland

Bei einem freiwilligen Auslandspraktikum sammelte Mareike Dunz Praxiserfahrungen: Am MINT Center (Materials Research for Information Technology) der University of Alabama in den USA arbeitete sie für zehn Wochen in einer Arbeitsgruppe mit und erlernte ein bestimmtes Messverfahren aus dem Bereich der Festkörperphysik, die sogenannte ferromagnetische Resonanz. „Betreut von einer Doktorandin und dem Professor der Arbeitsgruppe konnte ich in der Zeit verschiedene Proben mit dieser Technik untersuchen, was an der Uni in Bielefeld gar nicht möglich ist“, erzählt sie.

Für den Masterstudiengang entschied sich die Studentin, die bereits ihr Bachelorstudium der Physik an der Universität Bielefeld absolvierte, weil sie gerne auf Nanoebene arbeiten möchte. Für die Zeit nach dem Abschluss hat die 23-Jährige bereits Pläne: „Zunächst möchte ich promovieren, alles Weitere ist noch offen. Da ich mich auf Spintronik spezialisiert habe, wäre auch der Bereich Informationstechnologie, zum Beispiel die Festplattenentwicklung, für mich interessant.“

abi>> 07.11.2016