Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Unterwegs in den Wäldern dieser Welt

gestapelte Baumstämme auf einem Waldweg
Schon als Kind hat Lukas Koch mit seinem Großvater den heimischen Wald erkundet.
Foto: Robert Wolf

Tropical and International Forestry

Unterwegs in den Wäldern dieser Welt

Wie lässt sich die „grüne Lunge“ unseres Planeten erhalten? Das ist die Kernfrage, mit der sich Lukas Koch (25) im Masterstudium „Tropical and International Forestry“ an der Georg-August-Universität Göttingen beschäftigt.

Lukas Koch ist schon voller Vorfreude. Denn für den Studenten und seine 14 Kommilitonen geht es im dritten Semester, das unter dem Motto „Developing a forest region“ steht, auf eine einmonatige Exkursion nach Vietnam. Dort soll ein 800 Hektar großes Waldstück unter die Lupe genommen werden. „Wir führen aber auch Umfragen durch, um die Besitzverhältnisse zu klären“, erzählt der 25-Jährige. Wer sich für den Bereich Forstwissenschaften und Waldökonomie interessiere, müsse wissen, dass die Zusammenarbeit mit Menschen dabei eine wichtige Rolle spielt. „Einer meiner Professoren brachte es auf den Punkt, indem er sagte: Der Wald ist nie das Problem, es sind die Menschen.“

Den Wald als globales Ökosystem begreifen

Ein Porträt-Foto von Lukas Koch

Lukas Koch

Foto: privat

Im Zentrum internationaler Forstwissenschaften steht der Wald als eines der wichtigsten Ökosysteme unserer Erde mit seinen vielfältigen Wechselbeziehungen zu Gesellschaft und Wirtschaft. Im viersemestrigen Masterstudium lernt Lukas Koch die Zusammenhänge zwischen Umwelt, Technik und Mensch verstehen und Konzepte für einen respektvollen Umgang mit der nachwachsenden Ressource Wald zu entwickeln.

„In vielen Ländern fehlt hierfür schlichtweg die nötige Expertise“, erklärt der Student, der zuvor einen Bachelor in „International Forest Ecosystem Management“ an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde absolviert und schon als Kind mit seinem Großvater, der Forstarbeiter war, begeistert den heimischen Wald erkundet hat.

Internationalität erfordert Englischkenntnisse

Auf seinem Stundenplan stehen Lehrveranstaltungen wie „Tropical forest ecology and silviculture“ – also „Umweltschutz und Forstwirtschaft in tropischen Wäldern“ oder „International forest policy and economics“, was für „Internationale Forstpolitik und -wirtschaft“ steht. Das sind nur einige der Kurse, die der 25-Jährige in den letzten beiden Semestern besucht hat. Wie die Titel bereits vermuten lassen, findet der Unterricht auf Englisch statt. Entsprechende Kenntnisse müssen Studieninteressierte in Form von TOEFL (Test of English as a Foreign Language) oder IELTS (International English Language Testing System) nachweisen.

Neben den Pflichtfächern können jedes Semester zwei Wahlmodule aus dem gesamten Kursangebot der Uni gewählt werden. Das vierte Semester steht im Zeichen der Masterarbeit, die sechs Monate in Anspruch nehmen darf.

Arbeitsplatz Ausland

Insgesamt gesehen, sind die Inhalte des Studiums sehr breitgefächert und reichen von naturwissenschaftlichen Grundlagen wie etwa in Waldökologie über Umweltpädagogik und Waldschutz bis hin zu Kartenerstellung und Statistik. Dementsprechend groß ist das Feld, in dem man nach dem Studium arbeiten kann. Möglichkeiten bestehen unter anderem in der Holzindustrie, in internationalen Organisationen oder Beratungsfirmen – etwa wenn es um Themen wie Holzzertifizierung oder CO2-Haushalt geht.

Lukas Koch hat bereits konkrete Pläne: „Da ich mich für einen internationalen Studiengang entschieden habe, geht es natürlich ins Ausland. Ich rechne damit, dass ich erst mal als Berater oder Projektmanager in zeitlich begrenzten Projekten, zum Beispiel für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), tätig sein werde und sich dann andere Türen öffnen – gerne in Richtung Wirtschaft oder Forschung.“

abi>> 16.11.2015